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0:1 gegen Gladbach Frankfurter Plan geht nicht auf

 ·  Die Frankfurter müssen beim 0:1 gegen Mönchengladbach die zweite Heimniederlage der Bundesliga-Saison hinnehmen. De Jong erzielt das einzige Tor und führt die Borussia wieder auf die Europa-League-Plätze.

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© REUTERS Vergrößern Zäher Kampf um den Ball: Das Spiel zwischen Frankfurt und Gladbach ist jederzeit eng

Die Vierzig-Punkte-Marke ist noch nicht geknackt. Der Plan der Frankfurter Eintracht, mit einem Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach auf 41 Zähler zu kommen, ist nicht aufgegangen. Am Ende eines sportlich ernüchternden Fußballabends in der mit 51.500 Zuschauern ausverkauften Arena musste sich die Eintracht der Borussia 0:1 geschlagen geben. Schütze des einzigen Tores war Luuk de Jong (22.), der damit den Punkterückstand des zwischenzeitlichen Sechsten Gladbach auf den Tabellenvierten Eintracht auf vier Zähler reduzierte.

Verloren gegen Gladbach - wieder einmal, denn die Borussen scheinen den Hessen einfach nicht zu liegen. Schon in der Hinserie unterlag die Eintracht 0:2. Es war seinerzeit die erste Saisonniederlage. Und auch in der winterlichen Vorbereitung, als man sich auf neutralem Boden in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Dubai maß, hieß der Sieger Gladbach, der 3:2 erfolgreich war. Nun also die dritte Niederlage binnen weniger Monate - und die zweite im Bundesliga-Alltag im eigenen Stadion. Zuvor war die Eintracht im Rhein-Main-Duell mit Nachbar Mainz 05 am vierzehnten Spieltag 1:3 unterlegen.

Es hätte so schön sein können. Beim Wiedersehen mit seiner alten Liebe Gladbach, für die Eintracht-Trainer Armin Veh als 18 Jahre junger Profi erstmals am Ball gewesen war, zeigte sich seine Mannschaft von Beginn an bestens aufgelegt. Sie übernahm sofort das Kommando, drängte die Borussia in ihre eigene Hälfte und versuchte immer wieder, die gut gestaffelte Abwehr über die Außenpositionen zu knacken. Ein Plan, der auch deshalb misslang, weil die Flankenbälle keine Abnehmer fanden. So versuchte es beispielsweise der wieder in die Stammelf zurückgekehrte Takashi Inui mit einem Schuss, Marc-André ter Stegen zu überlisten. Doch dem Versuch des Japaners fehlte jegliche Power.

Unbedrängt im Fünfmeterraum

Dass die Borussia vom Niederrhein ohne ihren Besten antrat, hätte der Eintracht eigentlich in die Karten spielen müssen. Doch das Fehlen von Juan Arango, der wegen einer Knöchelverletzung nicht einsatzfähig war, machte sich in Favres Mannschaft nicht negativ bemerkbar. Im Gegenteil. Am Ende der ersten Frankfurter Drangperiode forcierten die Borussen ihr Konterspiel - und wurden belohnt. Beim ersten Versuch, als Amin Younes nach Vorarbeit von Patrick Herrmann Pech hatte, weil sein Schuss von Eintracht-Rechtsverteidiger Sebastian Jung geblockt und zur Ecke gelenkt wurde (21.), konnten die Frankfurter den Gladbacher Führungstreffer noch verhindern. Doch nur sechzig Sekunden später hieß es wirklich 1:0 für Mönchengladbach. Nach einem Eckball von Havard Nordtveit nutzte de Jong die unverhoffte Gelegenheit, unbedrängt aus dem Fünfmeterraum heraus einzuköpfen (22.). Aktionen der Eintracht in der Folgezeit? Der wieder im Sturmzentrum aufgebotene Srdjan Lakic vermochte mit seinem harmlosen Drehschuss (34.) ter Stegen ebenso wenig zu beeindrucken wie Alexander Meier nach Vorarbeit von Inui mit einem Kopfball (40.).

Kaum ein Durchkommen durch die Borussen-Defensive

Veh hatte darauf gehofft, dass seine Mannschaft „brennen und heiß“ sein würde, um vor ausverkauftem Haus unter Flutlicht endlich die Vierzig-Punkte-Marke zu schaffen. Doch der erfahrene 52 Jahre alte Fußballlehrer wusste auch, „dass es schon ein zähes Spiel werden kann“. Borussia-Coach Favre, ein Meister der Taktik, hatte die Gladbacher bestens auf die Eintracht eingestellt. Es war kaum ein Durchkommen durch die Borussen-Defensive. So hatte Inui nach dem Seitenwechsel Pech, als er nach einem Sprint über den halben Platz den Ball über das Gladbacher Tor setzte (49.). Veh stellte um, nahm Lakic aus der Partie und brachte den in der Vorwoche in Freiburg so starken Stefano Celozzi. In der Frankfurter Offensive fanden sich damit in Meier, Stefan Aigner, Inui und Celozzi phasenweise vier Spieler auf den Außen und im Zentrum wieder, die Druck ausübten. Doch ein Treffer wollte partout nicht gelingen. So verfehlte auch Aigner sein Ziel mit dem Kopf (73.).

Dass es in der Schlussviertelstunde laut und hektisch wurde, lag auch an Schiedsrichter Deniz Aytekin, mit dessen Spielleitung vor allem die mit der Eintracht sympathisierenden Zuschauer nicht immer einverstanden waren. Trotzdem bot sich den weiter unverdrossen anstürmenden Frankfurtern die Gelegenheit, doch noch das 1:1 zu schaffen. In der 81. Minute war es Kapitän Pirmin Schwegler, der bei einem Distanzschuss knapp über das Gladbacher Tor zielte. Und in der Schlussminute verpasste Meier mit dem Kopf das Tor. Magische Marke vierzig Punkte: Die Frankfurter Eintracht muss nun versuchen, sie am Sonntag in einer Woche in Hannover zu knacken.

Eintracht Frankfurt - Bor. Mönchengladbach 0:1 (0:1)

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner, Meier, Inui - Lakic (46. Celozzi)
Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Daems - Nordtveit, Marx - Herrmann (85. Rupp), Wendt - Younes (77. Hanke), de Jong (75. Mlapa)
Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)
Tor: 0:1 de Jong (22.)
Gelbe Karten: Anderson (3), Rode (5), Schwegler (7), Zambrano (9) / Marx (5), de Jong (2)

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