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Veröffentlicht: 29.01.2016, 22:48 Uhr

0:1 in Mainz Gladbacher Negativ-Trend setzt sich fort

Der Gladbacher Fehlstart in die Bundesliga-Rückrunde ist perfekt. Nach dem 1:3 gegen Dortmund verliert das Team von Trainer André Schubert mit 0:1 in Mainz. Die Rheinhessen verkürzen den Abstand zu den Fohlen deutlich.

von , Mainz
© dpa Borussia am Boden: Der Gladbacher Negativtrend setzt sich auch in Mainz fort

Ein echter Kölner hat Mainz 05 einen optimalen Auftakt in die Hochzeit der Mainzer Fastnacht in der kommenden Woche beschert - und das gegen den ewigen kölschen Erzrivalen Borussia Mönchengladbach: Christian Clemens, nicht nur beim 1. FC Köln ausgebildet, sondern eigenen Worten zufolge auch ein überzeugter Jeck, erzielte beim 1:0-Sieg der Mannschaft aus der Hochburg der Narren gegen Mönchengladbach das Tor des Abends (21. Minute). Damit dürfte das Fastnachtstrikot, das die Mainzer aus Anlass des 111. Jahrestags der Vereinsgründung eigens für dieses Spiel kreiert haben, bei den Anhängern im Wert steigen.

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Da beide Teams grundsätzlich eine Vorliebe für Konterfußball haben, war ein eher zäher Fußballabend zu erwarten. Stattdessen entwickelte sich vor 32.000 Zuschauern aber ein überraschend munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Die Borussia, die aufgrund des Fehlens des gesperrten Granit Xhaka und des verletzten Mohamed Dahoud im Mittelfeld mit einer Raute statt der gewohnten zwei zentralen Defensivspieler agierte, profitierte dabei anfangs vor allem von den besonderen Qualitäten des Guineers Ibrahima Traoré bei Standards. Schon nach zehn Minuten hätte Nordtveit nach einem Eckball per Kopfball die Führung erzielen können.

Statt der bis dato besseren Elf vom Niederrhein gingen aber in der 21. Minute die Rheinhessen in Führung: Jairo setzte sich auf der linken Seite mit einem entschlossenen Dribbling durch und passte zum freistehenden Clemens, der in seinem 10.. Bundesligaspiel dem Mönchengladbacher Torwart Yann Sommer aus 18 Metern mit einem Gewaltschuss keine Chance ließ. „Wenn er den Ball so trifft, wie er es wollte, dann landet der Ball im Fangnetz“, behauptete der geschlagene Schlussmann später. Clemens konterte, „dass er den Schuss aus einer solchen Situation im Training des öfteren gezielt übe.“

Fortan lauerten die 05er noch mehr auf Konter. Die Borussia wusste aber auch mit Ballbesitz einiges anzufangen und bestimmte das Spiel. Schlussmann Loris Karius verhinderte gleich mehrfach einen Rückstand bei Großchancen von Harvard Nordtveit, des Startelf-Debütanten Martin Hinteregger oder auch von Lars Stindl. Nach einem feinen Pass des ehemaligen Mainzers Jonas Hofmann verhinderte Karius gegen Traoré zudem mit einer Glanztat den Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Borussia den Druck auf das Mainzer Tor, musste aber bis zur 72. Minute auf die beste Chance zum Ausgleich warten: Nach einer Flanke von Oscar Wendt köpfte Stindl zunächst den Mainzer Linksverteidiger Gaetan Bussmann an, statt den Ball ins verwaiste Tor zu bugsieren. Der zuvor für einen ersten Rettungsversuch gegen den Flankengeber Wendt aus dem Tor geeilte und wieder in sein Arbeitsgebiet zurückgespurtete Karius wehrte anschließend den Schuss von Raffael mit einem Hechtsprung ab. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man da hinten einen wie Loris hat, der die Dinger hält, wenn wir vorne dran mal Chancen zulassen“, sagte Verteidiger Leon Balogun.

Während Borussia Mönchengladbach nach der zweiten Niederlage im zweiten Rückrundenspiel ein ähnlicher Fehlstart wie zum Saisonbeginn unter dem nach fünf Auftaktniederlagen zurückgetretenen ehemaligen Trainer Lucien Favre droht, kommt der Sieg den Mainzern nach unruhigen Tagen gelegen: Noch immer stocken die Planungen für die Zukunft nach dem fast sicheren Abgang von Manager Christian Heidel, dessen Entscheidung für Schalke auch dank des um drei auf 27 Punkte angewachsenen und für sportliche Sicherheit sorgenden Kontos der Mainzer näher rücken könnte.

Zuletzt hatte der dreiwöchige Urlaub von Vereinspräsident Harald Strutz in diesen für den Verein wegweisenden Wochen für Unverständnis innerhalb des Vereins gesorgt. Am Freitagabend war der Präsident wieder im Stadion. In den nächsten Wochen wird sich weisen, ob er die nötige Führungsstärke an den Tag legt, um die missliche Situation seines Klubs zu lösen. Immerhin soll Mainz 05 sich auf zwei Kandidaten festgelegt haben, unter denen der mögliche Heidel-Nachfolger ausgewählt werden soll.

Quelle: FAZ.NET

 

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