Home
http://www.faz.net/-gtn-14d4t
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

0:1 gegen Bochum Hamburg als Aufbaugegner für Abstiegskandidaten

22.11.2009 ·  Wieder eine Heimniederlage, wieder gegen ein Kellerkind: Der Hamburger SV unterlag dem VfL Bochum mit 0:1. Dennis Grote schoss spät das Tor des Abends. Beim HSV ist der Substanzverlust durch die vielen Verletzten einfach zu groß.

Von Frank Heike, Hamburg
Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der Hamburger SV entwickelt sich zum idealen Aufbaugegner für die Abstiegskandidaten der Bundesliga. Nach der Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach vor drei Wochen unterlag der HSV am Sonntagabend auch dem VfL Bochum. Die lange Zeit ohne Torchance auskommenden Bochumer nutzten ihren zweiten Torschuss des Abends zum überraschenden Sieg in Hamburg: Dennis Grote traf in der 77. Minute nach einem Konter zum 1:0-Sieg.

Der HSV ist nun fünf Spiele nacheinander sieglos. Gegen Bochum agierte Labbadias ersatzgeschwächte Mannschaft ideenlos; sie versuchte zwar alles, doch der Substanzverlust durch die vielen fehlenden Stammspieler ist frappierend. Vom schönen Fußball der ersten Monate ist beim Hamburger SV nichts mehr zu sehen, und der Plan, sich bis zur Winterpause durchzumogeln, trotzdem aber den Kontakt zur Spitze zu halten, scheint nicht aufzugehen.

Vor allem die Gefahr von Guerrero und Petric im Sturm fehlt. Bochum genügte eine konzentrierte und engagierte Leistung, um auf den Relegationsplatz sechzehn zu springen. Eine Mannschaft, die sich von allein aufstellte - auf der Bank des Hamburger SV saßen in Bertram und Beister zwei junge Spieler der zweiten Mannschaft, so ausgedünnt ist der Kader des HSV in diesen Tagen.

Die Hamburger Fans jubelten einmal - vergeblich

Zé Roberto und Jerome Boateng waren die letzten auf einer langen Liste von Ausfällen, die es dem Hamburger Trainer Bruno Labbadia derzeit leicht macht, seine erste Elf zu finden. Zumindest der zuletzt erkältete Elia meldete sich wieder fit, so dass Labbadia ihn neben dem jungen Türken Tolgay Arslan in die Spitze stellte.

Es begann ganz gut für den ersatzgeschwächten HSV mit Elias und Trochowskis Torchancen gegen Bochumer, die von der ersten Sekunde an allein auf Verteidigung ihres Tores aus waren. Nach ansprechendem Beginn schlief das Spiel der Hamburger gegen gut gestaffelte Gäste regelrecht ein. Weder Trochowski noch Tesche konnten das Spiel ankurbeln, die Präzision Zé Robertos im Aufbauspiel wurde vermisst.

Trotzdem jubelten die Hamburger Fans einmal in der ersten Hälfte - Mathijsen traf mit dem Kopf ins Bochumer Tor (32. Minute). Doch Schiedsrichter Perl hatte vorher ein Foul Elias an Torwart Heerwagen gesehen. So gab es zur Halbzeit Pfiffe für den müden, ideen- und torlosen HSV, der in der besten Bochumer Szene noch Glück hatte, dass Stürmer Sestak freistehend übers Tor schoss.

Bochum hat wenig Mühe, das Tor zu verteidigen

Der Substanzverlust beim HSV wurde nach der Pause noch offensichtlicher. Bochum hatte wenig Mühe, das eigene Tor zu verteidigen, und hätte die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich etwas mehr Mut gehabt, hätte sie diesen hinten wackligen HSV durchaus schon vor dem Führungstreffer ärgern können - die Innenverteidiger Mathijsen und Rozehnal waren kein harmonisches Paar.

Auch beim Tor des Abends sahen die beiden schlecht aus - Mathijsen fiel hin, Rozehnal stand schlecht, und in der Mitte wollte der angeschlagene Demel nicht eingreifen: Grote schob zum Siegtreffer ein (77. Minute). In Markus Berg brachte Labbadia den letzten verbleibenden Stürmer. Auch der Schwede hatte sich unter der Woche mit einer Erkältung herumgeplagt. Man merkte es.

Hamburger SV - VfL Bochum 0:1 (0:0)
Hamburg:
Rost - Demel (89. Beister), Rozehnal, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Tesche - Trochowski (73. Berg), Jansen - Elia, Arslan (61. Torun). - Trainer: Labbadia
Bochum: Heerwagen - Concha, Mavraj, Maltritz, Fuchs - Pfertzel, Dabrowski - Ono, Epalle (46. Prokoph), Azaouagh (34. Grote) - Sestak (90.+2 Hashemian). - Trainer: Herrlich
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Tor: 0:1 Grote (78.)
Zuschauer: 53.838
Gelbe Karten: Torun (2) - Prokoph, Heerwagen

Quelle: F.A.Z.
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
Fußball
 Bundesliga 
 2. Bundesliga 
  Verein Sp Diff Pkt.  
1.  Logo: Borussia Dortmund
Borussia Dortmund   34  55   81 Gleichheit zur Vorwoche
2.  Logo: Bayern München
Bayern München   34  55   73 Gleichheit zur Vorwoche
3.  Logo: FC Schalke 04
FC Schalke 04   34  30   64 Gleichheit zur Vorwoche
4.  Logo: Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach   34  25   60 Gleichheit zur Vorwoche
5.  Logo: Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen   34  8   54 Gleichheit zur Vorwoche
6.  Logo: VfB Stuttgart
VfB Stuttgart   34  17   53 Gleichheit zur Vorwoche
7.  Logo: Hannover 96
Hannover 96   34  -4   48 Gleichheit zur Vorwoche
8.  Logo: VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg   34  -13   44 Gleichheit zur Vorwoche
9.  Logo: Werder Bremen
Werder Bremen   34  -9   42 Gleichheit zur Vorwoche
10.  Logo: 1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg   34  -11   42 Gleichheit zur Vorwoche
11.  Logo: 1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim   34  -6   41 Gleichheit zur Vorwoche
12.  Logo: SC Freiburg
SC Freiburg   34  -16   40 Gleichheit zur Vorwoche
13.  Logo: FSV Mainz 05
FSV Mainz 05   34  -4   39 Gleichheit zur Vorwoche
14.  Logo: FC Augsburg
FC Augsburg   34  -13   38 Verbesserung zur Vorwoche
15.  Logo: Hamburger SV
Hamburger SV   34  -22   36 Verschlechterung zur Vorwoche
16.  Logo: Hertha BSC
Hertha BSC   34  -26   31 Verbesserung zur Vorwoche
17.  Logo: 1. FC Köln
1. FC Köln   34  -36   30 Verschlechterung zur Vorwoche
18.  Logo: 1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern   34  -30   23 Gleichheit zur Vorwoche
Ergebnisse, Tabellen und Statistik