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0:0 in Mönchengladbach Lehmann hält den Stuttgarter Punkt fest

07.11.2009 ·  Der VfB Stuttgart hat zum dritten Mal nacheinander in der Bundesliga kein Tor geschossen und kann sich bei seinem alten Torwart bedanken, dass es in Mönchengladbach zu einem Unentschieden reichte.

Von Peter Penders, Mönchengladbach
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„Vergolden“ wollten Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart ihre Ergebnisse vom letzten Spieltag, als die Borussia 3:2 in Hamburg gewonnen hatte und der VfB 0:0 gegen die Bayern spielte. Doch viel Glanz kam beim Aufeinandertreffen beider Mannschaften am Samstag dabei nicht heraus - und vor allem Mönchengladbach musste nach dem torlosen Unentschieden vielen vergebenen Chancen hinterher trauern. Stuttgart hatte viel Glück - und einen starken Jens Lehmann im Tor.

Selbstvertrauen, so hatte der Stuttgarter Trainer Markus Babbel gehofft, sollte dem VfB auch das 1:1 in der Champions League beim FC Sevilla eingehaucht haben, stattdessen aber hatten die Schwaben vor allem zwei Verletzte mitgebracht. Nationalspieler Tasci, der wegen einer Ermüdungsreaktion im linken Fuß pausieren musste, verlängerte die lange Stuttgarter Ausfallliste um eine weitere Position. Sein Innenverteidigerkollege Delpierre spielte dagegen trotz eines Mittelhandbruchs mit einer Karbonschiene.

Gefährlich wurde Gladbach immer, wenn Reus an den Ball kam

In der Anfangsphase erinnerte der VfB tatsächlich an seine Darbietung in Sevilla - allerdings an die miserable erste Halbzeit. Drei, vier gute Chancen boten sich den Gladbachern in der ersten Viertelstunde, als die Stuttgarter Abwehr mit Nachlässigkeiten kräftig mithalf. Die Borussia beherrschte das Geschehen, trotzdem hätte der VfB mit seiner ersten Möglichkeit in Führung gehen können, doch Pogrebnjak schoss den Ball aus fünf Metern am Tor vorbei. Zufrieden war Babbel aus gutem Grund offenbar keineswegs - schon nach 25 Minuten schickte er alle Reservespieler zum Warmmachen.

Gefährlich wurde Gladbach immer, wenn Marco Reus an den Ball kam. Mit seinen Dribblings stellte er seine Gegenspieler mitunter vor unlösbare Probleme. Dementsprechend groß war die Aufregung, als er nach einem Zusammenprall über den Platz humpelte. Die Auswechslung wurde schon vorbereitet, als Reus wieder zu einem Solo ansetzte - und von der Strafraumgrenze über das Tor (22. Minute) schoss. Reus blieb im Spiel und konnte so kurz vor der Pause beinahe die Führung vorbereiten. Wieder war es einer seiner Alleingänge, der die Stuttgarter Abwehr durcheinander wirbelte, und erst Boka konnte die Hereingabe zwei Meter vor dem Tor in höchster Not abwehren.

Die zweite Halbzeit begann genauso wie die erste - Mönchengladbach stürmte und drängte. Der überfordert wirkende VfB geriet wieder mächtig unter Druck, aber die Borussia vergab abermals beste Chancen. Erst traf Reus fünf Meter vor dem Tor im Fallen den Ball nicht richtig (48.). Danach bewahrte Lehmann seine Mannschaft vor dem Rückstand, als er einen Kopfball von Friend artistisch abwehrte und an den Nachschuss von Reus noch die Füße brachte. Und dann hätte Zdravko Kuzmanovic die Schwaben beinahe in Führung gebracht, doch der Schuss des Serben klatschte nur an den Pfosten (73.).

Bor. Mönchengladbach - VfB Stuttgart 0:0
Bor. Mönchengladbach: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Jaures - Bradley, Marx - Reus, Arango - Matmour (71. Neuville), Friend
VfB Stuttgart: Lehmann - Celozzi, Niedermeier, Delpierre, Boka - Rudy (88. Hilbert), Kuzmanovic, Hitzlsperger - Elson (46. Schieber), Hleb (81. Bastürk) - Pogrebnjak Schiedsrichter: Perl (Pullach)
Zuschauer: 47.053
Gelbe Karten: Dante (1) / Kuzmanovic (3), Pogrebnjak (1)

Quelle: FAZ.NET
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Jahrgang 1959, Sportredakteur.

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