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0:0 gegen Hoffenheim Der HSV wartet weiter auf einen Ligasieg

05.12.2009 ·  Der HSV muss weiter auf einen Sieg in der Bundesliga warten. Beim torlosen Unentschieden gegen Hoffenheim durften sich die Fans nur über die Einwechslungen der Hoffnungsträger Petric und Elia freuen.

Von Frank Heike, Hamburg
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Ein Ergebnis, das keinem weiterhilft und ein Spiel, das nur ganz wenige schöne Szenen hatte - das 0:0 zwischen dem Hamburger SV und der TSG 1899 kann man getrost schnell vergessen. Der HSV bleibt nun auch im siebten Bundesligaspiel hintereinander ohne Sieg und hat den Kontakt zur Spitze endgültig verloren. Hoffenheim zeigte nichts von dem, was die Mannschaft in der Vorrunde der letzten Saison ausgezeichnet hatte.

Die Hamburger spielten drei Tage nach dem Sieg in der Europa League gegen Rapid Wien in derselben Aufstellung; also wieder mit dem Schweden Marcus Berg als einziger Spitze und Tesche, Jansen und Trochowski dahinter. Und die Partie gegen die Hoffenheimer erinnerte auch an das Spiel gegen Rapid - es war Geduld gefragt beim zunächst jederzeit überlegen wirkenden HSV. Denn die TSG 1899 zeigte von Anfang an eine konzentrierte Leistung, spielte sehr aufmerksam in der Defensive und ließ ganz wenig zu.

Bei Hoffenheim ließ sich die Vorsicht aus dem Ergebnis der Vorwoche ableiten. Nach dem 1:2 gegen Borussia Dortmund spielte die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick sehr zurückhaltend, kam aber zumindest der Forderung ihres Vorgesetzten nach: „Das Spiel gegen den Ball ist kein notwendiges Übel, sondern Kern unserer Spielphilosophie.“ Auch hatte Rangnick die fehlenden Laufbereitschaft seines Teams kritisiert.

Auch Petric und Elia bewegten wenig

Die mahnenden Worte schienen bei seiner Mannschaft angekommen zu sein: ohne den Weg nach vorn einzuschlagen, ließ Hoffenheim den HSV agieren und wartete einfach ab. Wie gut die Kraichgauer spielen können, weiß man ja - sie zeigten es aber erst in den Minuten vor der Pause: da hatte Hoffenheim die bis dahin beste Chance des Spiels, als Carlos Eduardo die Hereingabe von Tobias Weis allein stehend vor dem Hamburger Tor nur ganz knapp verpasste.

Eine Schrecksekunde für den HSV, der die Partie bis dahin vollkommen bestimmt hatte, durch Schüsse von Jansen aber nur zu Halbchancen gekommen war. Im Sturm fehlte die Bewegung, und es mangelte an Ideen, um diesem kompakten Gegner beizukommen. Nach der Pause merkte Hoffenheim, dass gegen die müder werdenden Hamburger mehr drin sein würde als ein Punkt. Der Hamburger Trainer Bruno Labbadia reagierte und brachte in Elia und Petric zwei frische Offensivkräfte.

Für Petric war es das erste Bundesliga-Heimspiel nach seiner zwei Monate langen Verletzung, Elia hatte sich in der Vorwoche beim Foul des Mainzers Noveski doch weniger schlimm verletzt und konnte wieder dabei sein. Das Spiel wurde offener, doch fehlte beiden Teams die Linie, um sich in der Schlussphase noch einmal einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen.

In seiner besten Szene verhinderte Frank Rost in seinem 100. Bundesligaspiel für den HSV die Hoffenheimer Führung, als er Salihovics Schuss hielt (65.). Einen Sieg hätte Hoffenheim aber eben so wenig verdient gehabt wie der HSV. „Wir sind top ins Spiel reingekommen, haben sehr konzentriert gespielt, haben gut die Bälle laufen lassen und waren sehr nah dran. Wir haben den Hoffenheimern keine Möglichkeiten gegeben. Was wir verpasst haben, war, aus unseren Möglichkeiten ein Tor zu machen“, sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia.

Hamburger SV - 1899 Hoffenheim 0:0
Hamburg:
Rost - Demel, Boateng, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Rincon - Trochowski, Tesche (61. Elia), Jansen - Berg (61. Petric). Trainer: Labbadia
Hoffenheim: Hildebrand - Simunic, Vorsah, Compper, Eichner - Weis (60. Vukcevic), Luiz Gustavo, Salihovic - Carlos Eduardo - Ba, Obasi (74. Ibisevic). - Trainer: Rangnick
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
Zuschauer: 52.725
Gelbe Karten: Demel (2), Petric (2), Rincon - Eichner (2)

Quelle: FAZ.NET
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