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0:0 gegen Gladbach : Hoffenheim mit wenig Fortschritt

Vorne harmlos: Auch Thorben Marx kann das Offensivspiel der Borussia nicht beleben Bild: dapd

Der neue Trainer Marco Kurz bringt Bewegung ins erstarrte Hoffenheimer Spiel. Torchancen erspielen sich die Kurpfälzer dennoch kaum. Und so bleibt es gegen blasse Gladbacher bei einem 0:0-Unentschieden.

          Neuer Trainer, frischer Mut, kleiner Fortschritt: Mit Marco Kurz, der seit dem neuen Jahr die TSG 1899 Hoffenheim wieder auf Kurs bringen soll, hat der Tabellensechzehnte der Fußball-Bundesliga zumindest ein Stück Stabilität zurückgewonnen. Das 0:0 gegen die nun seit acht Spieltagen unbesiegte Mönchengladbacher Borussia war schon ein Fortschritt nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie. 27.000 Zuschauer in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena fuhren denn auch am Samstagnachmittag halbwegs zufrieden nach Hause, mag auch der Rückstand zum rettenden Rang 15 weiter sieben Punkte betragen.

          Bewegung im erstarrten Hoffenheimer Spiel

          Roland Zorn

          Sportredakteur.

          Der zweite Trainerwechsel der Saison brachte zunächst einmal Bewegung in das zuvor wochenlang fast erstarrte Hoffenheimer Spiel. Kurz, nach Markus Babbel und Frank Kramer der dritte Übungsleiter dieses Spieljahres im Kraichgau, hat es in der kurzen Winterpause zumindest verstanden, seinen Spielern Beine zu machen. Sie verschoben eifrig, jagten den spielerisch besseren Borussen oft genug den Ball ab und überzeugten während der ersten 45 Minuten mit einer ansehnlichen Mischung aus Spiel und Kampf. Das von Kurz eingeforderte kompakte, disziplinierte Spiel wurde in Umrissen sichtbar. Torchancen aber gab es bei allem Bemühen um ein neues Spielverständnis nur wenige: Der Brasilianer Firmino schoss einmal am Tor vorbei (6.) und fand beim zweiten Versuch in Nationaltorwart ter Stegen seinen Meister (21.).

          Kollege Wiese, der sein Kapitänsamt an die Kollegen Beck und Salihovic abgeben musste, verlebte eine noch geruhsamere erste Hälfte. Er kehrte nach einer Verletzung und der zwischenzeitlichen Degradierung zur Nummer zwei als erste Kraft zurück. Die Gladbacher aber warteten erst einmal ab, vielleicht auch, weil sie mit 1899 Hoffenheim bisher keine sonderlich guten Erfahrungen gemacht haben. Nur zwei Siege in zwölf Pflichtspielen gegen die Nordbadener: Das ist keine Bilanz, die zu fröhlichem Optimismus einlädt.

          Da die Gladbacher auch nach der Pause trotz deutlicher Überlegenheit nicht aus sich herausgingen und auf gerade mal zwei Torchancen kamen, verdiente sich Hoffenheim dank besserer Ordnung in den eigenen Reihen und einer defensiv konzentrierten Leistung den Punkt, der die TSG aber nicht wirklich vorangebracht hat.

          Shakehands: Der neue Hoffenheimer Trainer Kurz (links) begrüßt Gladbachs Favre in Sinsheim
          Shakehands: Der neue Hoffenheimer Trainer Kurz (links) begrüßt Gladbachs Favre in Sinsheim : Bild: dpa

          1899 Hoffenheim - Bor. Mönchengladbach 0:0

          1899 Hoffenheim: Wiese - Beck, Delpierre, Vestergaard, Johnson - Weis, Salihovic (36. Williams) - Roberto Firmino (73. Grifo), Volland, Usami - Derdiyok (83. Joselu)
          Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Brouwers, Dominguez, Wendt - Cigerci, Nordtveit, Marx, Arango - Herrmann (90.+1 Rupp), de Jong (77. Mlapa)
          Schiedsrichter: Sippel (München)
          Zuschauer: 26.750
          Gelbe Karten: Usami (1), Vestergaard (1), Weis (3) / Brouwers (2), Herrmann (3)

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