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0:0 gegen Dortmund Hertha hadert mit dem Schiedsrichter

27.03.2010 ·  Die Hertha wagte alles. Der Tabellenletzte berannte mit den letzten Kräften das Tor von Borussia Dortmund. Doch alle Anstrengungen blieben vergeblich. Die Hertha erreichte auch gegen den Tabellenvierten keinen Sieg, weil der Schiedsrichetr Gekas im Abseits sah.

Von Michael Horeni, Berlin
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Die Hertha wagte alles. Der Tabellenletzte berannte mit den letzten Kräften das Tor von Borussia Dortmund. Doch alle Anstrengungen blieben vergeblich. Die Hertha erreichte auch gegen den Tabellenvierten keinen Sieg. Es reichte für den Tabellenletzten der Fußball-Bundesliag nur zu einem 0:0 gegen die Borussia, trotz guter Chancen und großer Überlegenheit. Die Hertha-Anhänger feierten ihre Spieler nach dem Unentschieden, das den Rückstand auf nur vier Punkte auf den Relegationsplatz verkürzte, dennoch minutenlang.

Die Anstrengungen der Mannschaft waren auch nicht zu übersehen gewesen, und dass ein Treffer von Theofanis Gekas kurz vor Schluss wegen Abseits keine Anerkennung fand, passte ins Bild einer Berliner Aufholjagd, der nach 28 Spieltagen mehr als nur ein Hauch Vergeblichkeit umweht. Die erste Halbzeit gegen Dortmund ähnelte dem letzten Auftritt im Olympiastadion, der die Hertha trotz größter anfänglicher Überlegenheit mit einem 1:2 gegen Nürnberg und einer Platzstürmung endete.

Sportlich und atmosphärisch gab es gegen Dortmund aber natürlich Unterschiede: Die Berliner hatten es diesmal nicht mit einem Abstiegskandidaten, sondern mit einem Europapokalbewerber zu tun. Die Torchancen waren aber auch gegen Dortmund zahlreich, wenn auch nicht ganz so überreichlich wie gegen Nürnberg - aber zu einer beruhigenden Führung hätten die Gelegenheiten, die Theofanis Gekas und Adrian Ramos vergaben, trotzdem locker reichen können, ja müssen.

Die fünfmaligen Torschützen beim 5:1-Sieg vor einer Woche in Wolfsburg vergaben vier, fünf gute bis beste Gelegenheiten, wobei der griechische Stürmer nach zwanzig Minuten sogar ganz alleine vor Torwart Weidenfeller scheiterte (20.). Spätestens nach einer halben Stunde beherrschte die Hertha ihren ambitionierten Gegner, der durch Barrios (31.) in der ersten Halbzeit nur zu einer einzigen, aber vielversprechenden Chance kam.

Angebliches Abseits von Gekas kostet Hertha den Sieg

Die Anhänger der Hertha aber verzweifelten danach immer wieder an der Unentschlossenheit ihrer Mannschaft beim Abschluss, einem seltsamen Unvermögen von dem das Team bei Heimspielen chronisch heimgesucht wird. Jubeln konnten die Anhänger nur über die hohen Rückständen der Konkurrenten Freiburg und Hannover. In der zweiten Halbzeit waren die Berliner weiter die bessere, aktivere und offensivere Mannschaft. Die Qualität der Torchancen aber nahm ab, und damit auch allmählich der Glaube, dass es endlich mal wieder zu einem Heimsieg reichen könnte, was der Hertha nur in der allerersten Saisonpartie glückte.

Nach 75 Minute ließen die Kräfte der Berliner nach, die Dortmunder entwickelten nun selbst erstmals so etwas wie Druck, ohne aber ernsthafte Torgefahr zu entwickeln. In der 79. Minute aber schien die Hertha endlich am Ziel ihres Kampfes. Nach einem langen Pass der Berliner kam der Dortmunder Verteidiger Santana an den Ball, köpfte ihn auf Weidenfeller zurück, aber zu kurz. Gekas stand genau richtig und köpfte den Ball über Weidenfeller hinweg ins Tor. Die Hertha bejubelte die Führung, doch der Assistent hatte Gekas zuvor im Abseits gesehen. Das Glück der Hertha war wieder dahin.

Hertha BSC Berlin - Borussia Dortmund 0:0
Berlin: Drobny - Piszczek, Friedrich, Hubnik (62. Bengtsson), Kobiaschwili - Lustenberger (80. Dardai) - Kacar, Cicero - Raffael - Ramos, Gekas. - Trainer: Funkel
Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Felipe Santana, Subotic, Schmelzer - Kehl (61. Bender), Sahin - Blaszczykowski, Zidan (46. Hajnal), Großkreutz - Barrios. - Trainer: Klopp
Schiedsrichter: Lutz Wagner (Hofheim)
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 60.441
Gelbe Karten: - Kehl, Blaszczykowski (3), Hajnal (4)

Quelle: FAZ.NET
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Jahrgang 1965, Korrespondent für Sport in Berlin.

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