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Bundesliga-Rechte Kampf um die Übertragung

24.01.2006 ·  Die Sportrechteagentur Arena wird Teile ihrer Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga möglicherweise bereits in den kommenden Wochen an Fernsehsender weiterverkaufen. Premiere hofft, dabei zum Zuge zu kommen.

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Die Sportrechteagentur Arena wird Teile ihrer Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga möglicherweise bereits in den kommenden Wochen an Fernsehsender weiterverkaufen. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus Branchenkreisen führt Arena, eine Tochtergesellschaft des Kölner Kabelnetzkonzerns Unity Media, derzeit unter anderem Verhandlungen mit den Privatfernsehgruppen RTL und Pro Sieben Sat.1.

Dabei geht es vor allem um die Live-Rechte für das ab der kommenden Saison geplante Freitagsspiel und die beiden Sonntagsspiele in der Ersten Bundesliga. Damit steigen die Chancen, daß mehr Live-Fußball auch im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein wird. Arena hat im Dezember überraschend den Zuschlag für die Live-Rechte an der Bundesliga erhalten und damit den Münchner Bezahlfernsehsender Premiere als bisherigen Rechteeigentümer ausgestochen. Das Unternehmen ist jedoch offenbar vor allem daran interessiert, den Samstag als Hauptspieltag selbst im Bezahlfernsehen zu verwerten. Die Spiele am Freitag und Sonntag könnte Arena dagegen an andere Fernsehanbieter weiterreichen.

Premiere hofft auf Bundesliga-Rechte

Unterdessen hat Premiere-Vorstandschef Georg Kofler sein Interesse an Verhandlungen mit Arena und der Deutschen Telekom, welche die Internet-Rechte an der Bundesliga erworben hat, bekräftigt. „In den nächsten Wochen werden wir konkrete und konstruktive Gespräche mit beiden suchen“, sagte Kofler auf einer Medienkonferenz am Montag in München. Premiere hofft ebenfalls beim Weiterverkauf von Bundesliga-Rechten durch Arena zum Zuge zu kommen.

Arena hat bisher aber nur geringe Bereitschaft gezeigt, mit Premiere ins Geschäft zu kommen. Der Aktienkurs des Bezahlfernsehsenders ist nach dem Verlust der Bundesligarechte um rund die Hälfte eingebrochen. Nach den Äußerungen Koflers legte das Papier am Montag im Handelsverlauf in einem knapp behaupteten Gesamtmarkt um 4,8 Prozent auf 12,79 Euro zu.

Quelle: theu. / F.A.Z., 24.01.2006, Nr. 20 / Seite 15
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