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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Bundesliga Hoffen auf Dos Santos, Warten auf Ballack, Unruhe um Sagnol

 ·  In Dubai schwitzen Ballack und Co. für die zweite Saisonhälfte. Bayern-Trainer Magath macht den Stars Beine. Er setzte ein Zirkeltraining mit Medizinbällen sogar im Dunkeln fort.

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Zum Auftakt des zehntägigen Trainingslagers in Dubai hat Trainer Felix Magath von Fußball-Meister Bayern München einen Ersatz gefordert, falls Michael Ballack den Klub am Saisonende verlassen sollte. „Dann brauchen wir einen Spieler, der vorneweg marschiert“, sagte der 52jährige am Sonntag.

Es sei wichtig, eine Persönlichkeit in der Mannschaft zu haben, die Verantwortung übernehme. Derzeit ist völlig offen, ob der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft wechselt oder nicht. Als Beispiel für seine Vorstellungen von dem Spielertyp, den er sich wünscht, nannte Magath den englischen Nationalverteidiger John Terry. „Das ist einer, der mit seiner Einstellung und seinem Engagement eine Mannschaft führt.“ Zum Neuzugang Julio dos Santos, der schon als Ballack-Ersatz bezeichnet worden war, sagte Magath, daß der Mittelfeldspieler körperlich und spielerisch zwar „sehr gut drauf“ sei.

Dos Santos wartet auf spanischen Paß

Ob er jedoch bereits in der Rückrunde eine wichtige Rolle bei der Titeljagd der Bayern in allen drei Wettbewerben spielen könne, ließ Magath offen. Zudem ziehen sich die Bemühungen des Nationalspielers aus Paraguay um einen spanischen Paß hin. Nach derzeitigem Stand wird der 22jährige an den Vorbereitungspartien möglicherweise nicht teilnehmen können, da die paraguayianischen und spanischen Behörden erst einer doppelten Staatsbürgerschaft zustimmen müssen.

Magath hofft derweil auf einen überzeugenden und vor allem erfolgreichen Start in die zweite Saisonhälfte. „Wenn es in den Wettbewerben aufs Finale zugeht, wird der Druck größer. Mit einem beruhigenden Vorsprung in der Bundesliga könnten wir etwas gelassener in die Champions-League-Spiele gehen.“ Dann, so der Coach, würde sich auch die zuweilen noch fehlende Spielfreude einstellen. „Wenn der Druck weniger wurde, haben wir auch zuletzt mehr Spielfreude gezeigt.“

Sagnol stiftet Verwirrung

Mit leichten Anlaufschwierigkeiten hatte der Rekordmeister dagegen am Samstag nachmittag das Training in Dubai aufgenommen. Während die Mannschaft die erste Einheit bei milden 20 Grad, aber teilweise im Dunkeln absolvieren mußte, verkündete Manager Uli Hoeneß, daß man sich mit dem französischen Nationalspieler Willy Sagnol über eine Vertragsverlängerung bis 2010 einig sei. Der 28 Jahre alte Abwehrspieler wollte dies jedoch bislang nicht bestätigen. „So lange ich mich dazu nicht äußere, ist das auch nicht offiziell“, sagte er am Sonntag.

Warum Sagnol mit einer Stellungnahme zögert, ist offen. Zuletzt hieß es, der Franzose habe beim italienischen Meister Juventus Turin bereits im vergangenen Jahr einen Vorvertrag unterschrieben. Dieser wäre aufgrund der Wechselbestimmungen der Europäischen Fußball-Union (Uefa) jedoch hinfällig, da Verhandlungen erst ab Jahresbeginn erlaubt sind. Magath bezeichnete Sagnol derweil als „wichtigen Baustein für die nächsten Jahre“. Der „Dunkelstart“ indes war wegen des Todes von Scheich Maktoum Bin Raschid Al Maktoum zustande gekommen, da öffentliche Veranstaltungen bis zum Samstag abend verboten waren. „Wir hatten helle Medizinbälle, die hat ja jeder gesehen“, sagte Magth dazu. Von Sonntag an aber soll das weitere Programm wie geplant absolviert werden können.

Magath bezeichnete die Bedingungen vor Ort als optimal: „Alle sind mit Feuereifer bei der Sache, es macht Spaß, die Spielfreude der Mannschaft zu sehen.“ Dennoch werden in den kommenden Tagen noch intensive Konditions- und Krafteinheiten auf dem Programm stehen. Bis auf den am Kreuzband verletzten Stürmer Roque Santa Cruz sind alle Spieler dabei und voll belastbar, einzig der langzeitverletzte Andreas Görlitz agiere noch etwas vorsichtiger, wie Magath feststellte. Das erste Testspiel bestreiten die Bayern am 13. Januar bei Persepolis Teheran.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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