12.05.2006 · Der hochverschuldete Fußballbundesligist Borussia Dortmund steht vor dem Rückkauf des Stadions. Damit käme der Verein seinem Ziel näher, die bisher durch die sehr hohe Miete entstandene finanzielle Belastung deutlich zu senken.
Der hochverschuldete Fußballbundesligist Borussia Dortmund steht vor dem kompletten Rückkauf des Stadions. Wie die börsennotierte Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA in einer Pflichtmitteilung bekannt gab, ist am Freitag vereinbart worden, von der Molsiris Vermietungsgesellschaft für gut 57 Millionen Euro deren Anteile an dem Stadion zu übernehmen.
Neuer Eigentümer des früheren Westfalenstadions, das seit Dezember Signal-Iduna-Park heißt, würden mit der Goool.de Sportswear GmbH und der BVB Beteiligungs-GmbH zwei Tochtergesellschaften von Borussia Dortmund. Der Rückkauf soll von Morgan Stanley finanziert werden, hieß es. Damit käme der Verein seinem Ziel näher, die bisher durch die sehr hohe Miete entstandene finanzielle Belastung deutlich zu senken. Im Gegenzug fielen jedoch Finanzierungskosten für den Kauf an. Das Stadion befindet sich mehrheitlich in Besitz der Commerzbank-Tochtergesellschaft Commerzleasing und deren Fonds Molsiris. Der endgültige Verkaufsabschluß steht zudem noch unter dem Vorbehalt, daß alle 5800 Molsiris-Gesellschafter zustimmen.
Weiter in „deutlich angespannten Finanzlage“
Die Geschäftsführung von Borussia Dortmund wertet den Stadionrückkauf als "Meilenstein" auf dem Weg zur sogenannten Restrukturierung der Passivseite. "Wir sparen pro Jahr 4 bis 5 Millionen Euro", sagte Finanzgeschaftsführer Thomas Treß. Und der Vorsitzende Hans-Joachim Watzke ergänzte: "Sollte der Abschluß zustande kommen, würde das für uns deutlich mehr Manövrierfähigkeit bedeuten, andernfalls könnten wir jedoch schnell wieder in eine existenzbedrohende Situation abrutschen." Klarheit erhofft sich der Verein noch in diesem Monat. Der BVB befindet sich nach Angaben der Geschäftsführung weiter in einer "deutlich angespannten Finanzlage". Die wichtigsten Gläubigerbanken haben dem Verein den Schuldendienst bis Mitte 2006 gestundet.
Im Februar 2005 hatte die Borussia unter den damaligen Geschäftsführern Gerd Niebaum und Michael Meier angesichts von Verbindlichkeiten über 119 Millionen Euro eine "existenzbedrohende Ertrags- und Finanzsituation" zugeben müssen. Erst durch die Zustimmung der Molsiris-Anteilseigner zur Stundung der Raten für das Zurückleasen des Stadions konnte die drohende Insolvenz abgewendet werden.
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |