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Brasilien Ronaldinho hat wieder Spaß am Spiel

13.09.2007 ·  Nach ihrem Sommerstreit haben sich Brasiliens Stars Ronaldinho und Kaka mit Nationaltrainer Dunga versöhnt. Beim 3:1 gegen Mexiko glänzte vor allem der zuletzt enttäuschende Ronaldinho wieder wie in seinen besten Tagen.

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Ausnahmekönner Ronaldinho hat auf der Amerika-Tour von Rekord-Weltmeister Brasilien offenbar das Rezept gegen den erlittenen Vertrauensverlust bei Nationaltrainer Dunga gefunden. Mit sichtbar wieder gewonnenem Spaß am Fußball führte der Star vom FC Barcelona drei Tage nach dem 4:2 gegen die Vereinigten Staaten die Selecao beim 3:1 (1:1) vor 68.000 Zuschauern gegen Mexiko in Boston wieder zu einem Sieg.

„Es ist unglaublich, wie wir von unseren Fans unterstützt wurden“, meinte Brasiliens Nationaltrainer Carlos Dunga überrascht über seine rund 50.000 stimmgewaltigen Landsleute im Stadion. Die Südamerikaner bestimmten im letzten Test vor der WM-Qualifikation für Südafrika 2010 nicht nur das Geschehen auf dem Rasen, sondern auch auf den Rängen. „Normalerweise haben wir immer ein Heimspiel, wenn wir in den USA antreten, egal wo und egal gegen wen. Aber heute war es ganz klar ein Auswärtsspiel für uns“, meinte Mexikos Trainer Hugo Sanchez.

„Ich verstehe jetzt, was Dunga will“

Ronaldinho dirigierte die Aktionen des fünfmaligen Weltmeisters, der trotz vieler Chancen in der 42. Minute nach einem von Juan Carlos Cacho stark abgeschlossenen Konter zunächst in Rückstand geriet. Doch nur zwei Minuten später verwertete der frühere Hannoveraner Bundesligaprofi Kleber eine Ecke Ronaldinhos zum hochverdienten Ausgleich.

Brasilien: Ronaldinho hat wieder Spaß am Spiel

„Ich fühle mich im Moment sehr glücklich in der Nationalelf. Wir spielen immer besser zusammen, und das erleichtert mir die Arbeit“, erklärte der zweimalige Weltfußballer, der nach seinem Urlaubsgesuch für die Copa America in der Sommerpause wie Nationalelf-Kollege Kaka Kredit bei Dunga verspielt hatte. „Ich verstehe jetzt besser, was Dunga von mir will“, sagte der Barca-Regisseur, der gegen die Mexikaner, die zuletzt bei der Copa America 2:0 gewonnen hatten, ungestüm begann, nach 15 Minuten bereits mit Gelb verwarnt wurde, dann aber bei seinem erneuten Glanzauftritt vor allem mit langen Pässen seine Mitspieler immer wieder gut in Szene setzte.

Auch Kaka sammelt Pluspunkte

Pluspunkte beim Chef sammelte vor dem Auftakt der WM-Qualifikation am 14. Oktober in Kolumbien auch Kaka, der den Copa-America-Sieger in der 80. Minute auf die Siegerstraße schoss. „Ich brauchte die Ferien, um wieder in guter Verfassung spielen zu können. Der Beginn der Saison zeigt, dass es die richtige Entscheidung war“, meinte der Star vom AC Mailand, der sich Hoffnungen machen darf, im Dezember vom Weltverband Fifa als Fußballer des Jahres ausgezeichnet zu werden.

War Dunga mit seinen Stars zufrieden, wetterte der Selecao-Coach umso heftiger gegen die Unparteiischen. Der frühere Stuttgarter Bundesliga-Profi wurde deshalb kurz nach dem Tor zum 3:1-Endstand durch Afonso (86.), der beim SC Heerenveen in den Niederlanden spielt, vom amerikanischem Schiedsrichter Baldomero Toledo vorzeitig in die Kabinen geschickt. Zuvor hatte bereits Elano die Rote Karte gesehen (80.).

Diego auf der Bank

Den Test gegen die Mexikaner, die in den letzten acht Duellen erst die zweite Niederlage kassierten, absolvierten aus der Bundesliga Lucio (Bayern München) und Mineiro (Hertha BSC Berlin) über 90 Minuten sowie Gilberto (Berlin) und Josue (VfL Wolfsburg), die für die Schlussviertelstunde eingewechselt wurden.

Dagegen saß Werder Bremens Regisseur Diego 90 Minuten auf der Bank. Schon gegen die USA (4:2) war er am Sonntag erst in der 85. Minute eingetauscht worden. Und Diegos Chancen auf längere Einsätze stehen eher schlecht. Denn Auswahlcoach Dunga verkündete: „Die Zeit der Experimente ist jetzt vorbei. Mit der Partie in Kolumbien beginnt die Mission Weltmeisterschaft - und da kommen nur unsere Besten zum Einsatz.“

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