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Bilbao - Schalke 2:2 Kein Wunder in San Mamés

 ·  Zweimal führt der FC Schalke bei Athletic Bilbao, zweimal keimt die Hoffnung aufs Halbfinale der Europa League. Und zweimal kontern die Basken kühl und überlegt.

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© dapd Kein Wunder in Bilbao: Schalke scheidet aus

Das Schalker Wunder in Bilbao ist ausgeblieben. Die Gelsenkirchener konnten das 2:4 aus dem Hinspiel gegen Athletic Bilbao nicht mehr aufholen und schied am Donnerstagabend durch ein 2:2 (1:1) im Europa-League-Viertelfinale aus. Genau ein Jahr nach dem grandiosen 5:2 des FC Schalke 04 in der Champions League bei Inter Mailand zerplatzte damit die Hoffnung auf ein weiteres Husarenstück.

Klaas-Jan Huntelaar (29. Minute) mit einem zehnten Europacup-Treffer dieser Saison und Raúl (52.) hatten die Gäste zweimal in Führung gebracht. Doch vor 39 750 Zuschauern im ausverkauften Stadion San Mamés machten Ibai Gómez (41.) und Markel Susaeta (55.) mit ihren Treffern alles klar.

Die Königsblauen können sich nun ganz auf den Bundesliga-Endspurt und die Qualifikation für die Champions League konzentrieren. Schalke-Trainer Huub Stevens bot wie erwartet ein sehr offensiv eingestelltes Team auf. Eine Überraschung war der Startelf-Einsatz von Tim Hoogland. Der 26-Jährige stand zum ersten Mal seit seiner Rückkehr nach Gelsenkirchen im Juli 2010 in der Anfangsformation. Dagegen saß Jefferson Farfan wegen muskulärer Probleme ebenso auf der Bank wie Atsuto Uchida, der sich unwohl fühlte. Beide Mannschaften waren schnell auf Betriebstemperatur.

Athletic-Stürmer Iker Munain scheiterte per Kopf an Gäste-Schlussmann Lars Unnerstall (7.), auf der Gegenseite lenkte Keeper Gorka Iraizoz einen Volleyschuss von Huntelaar über die Latte (9.). Javi Martinez traf in der 24. Minute aus spitzem Winkel das Außennetz. Dann half den engagierten Schalkern einmal mehr Top-Torjäger Huntelaar. Der Niederländer schnappte sich nach einem kapitalen Fehlpass der Gastgeber den Ball, zog flach aus 20 Metern ab und traf ins kurze Eck. Es war sein 42. Tor im 41. Pflichtspiel der Saison.

Die Basken zeigten sich nur kurz irritiert, zumal Ander kurz darauf angeschlagen vom Feld musste. Ausgerechnet der für ihn eingewechselte Ibai Gómez sorgte für den Ausgleich, als er ungestört aus 20 Metern mit einem herrlich angeschnittenen Schuss Unnerstall keine Chance ließ. Kurz vor der Pause zielte er aus ähnlicher Position knapp daneben.

Schalke-Fans randalieren

Der bis dahin blasse Raúl verpasste in der Nachspielzeit per Drehschuss das 2:1 für die Königsblauen. „Die Mannschaft hat es in der ersten Halbzeit versucht, dafür hat sie ein Kompliment verdient“, sagte Manager Horst Heldt.

Kein Lob hingegen verdienten sich die Schalker Fans, die in ihrem Block randalierten und mit Gegenständen auf Bilbao-Anhänger warfen. Die Polizei rückte daher auf die Tribüne der deutschen Fans ein. Trotz der zu diesem Zeitpunkt minimalen Hoffnung auf eine Sensation schaltete der Bundesliga-Dritte auch nach der Pause zunächst nicht auf Kräfteschonung um.

Chinedu Obasi scheiterte noch mit einem Fernschuss an Iraizoz (48.), ehe Raúl einen traumhaften 18-Meter-Kracher in den Torwinkel setzte. Aber wieder hatte der achtmalige spanische Meister die passende Antwort. Munain sah den frei stehenden Susaeta, der flach ins rechte Eck traf. Danach ging bei den Schalkern nicht mehr viel in der Offensive, auch wenn der Wille noch immer zu spüren war. Athletic ließ jedoch kaum noch etwas zu und hat nun das Europa-League-Finale am 9. Mai in Bukarest dicht vor Augen.

Athletic Bilbao - FC Schalke 04 2:2 (1:1)

Athletic Bilbao: Iraizoz - Iraola, Ekiza, Amorebieta, Aurtenetxe - Martínez, Ander Herrera (30. Ibai Gómez - 74. San José), de Marcos - Susaeta, Muniain - Llorente (59. Toquero)
FC Schalke 04: Unnerstall - Hoogland, Papadopoulos, Matip, Escudero - Holtby (72. Höger), Jones - Obasi (62. Marica), Raúl, Jurado (60. Farfán) - Huntelaar
Schiedsrichter: Rizzoli (Italien)
Zuschauer: 39.750 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Huntelaar (29.), 1:1 Ibai Gómez (41.), 1:2 Raúl (52.), 2:2 Susaeta (55.)
Gelbe Karten: Martínez, de Marcos / Matip, Obasi, Papadopoulos

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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