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Bayern München Rekordmeister mit Rekordumsatz

 ·  Auch ohne Titel hat der FC Bayern die vergangene Saison mit einem neuen Rekordumsatz abgeschlossen. Uli Hoeneß wird von den Mitgliedern mit großer Mehrheit in seine zweite Amtszeit als Präsident gewählt - und freut sich über die neue „Ruhe“.

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© imago sportfotodienst Vergrößern Der starke Mann des FC Bayern: Präsident Uli Hoeneß

Große Pokale fehlten auf dem weiß-roten Podium gänzlich - und dennoch erinnerte die blendende Stimmung beim FC Bayern schon fast an meisterliche Zeiten. Die abgelaufene titellose Saison war schnell vergessen am Donnerstagabend, als der Münchner Rekordmeister bei der Jahreshauptversammlung seine formidablen Zahlen präsentierte, inklusive eines neuen Rekordumsatzes von 322,2 Millionen Euro. „Die finanzielle Situation ist ausgezeichnet, die Zahlen sind mustergültig“, frohlockte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, ehe Uli Hoeneß mit überwältigender Mehrheit in seine zweite Amtszeit als Präsident des Stammvereins gewählt wurde.

Stolz und glücklich war das 60-jährige Bayern-Idol. „Es gibt keinen Verein auf der ganzen Welt, der ohne größte Unterstützung seiner Besitzer solche Zahlen vorweisen kann“, meinte Hoeneß. Mit 97,1 Prozent der Stimmen wurde er von den 2591 anwesenden Mitgliedern wiedergewählt. „Was mir besonders gefällt ist, dass wieder Ruhe eingekehrt ist bei uns“, sagte er - was freilich vor allem an den zuletzt starken Auftritten der Mannschaft liegt.

Nur Schweinsteiger war da

Dabei waren längst nicht alle da, die den Bayern-Fans die Zeit in der Allianz Arena zurzeit so sehr versüßen. Bis auf Vizekapitän Bastian Schweinsteiger fehlte das komplette Profiteam - inklusive des grippegeschwächten Trainers Jupp Heynckes. Hoeneß bat um Verständnis, dass den zahlreichen Nationalspielern ein ruhiger Abend abseits des Münchner Audi Domes gewährt wurde, anstatt sie zum Erscheinen zu verdonnern. Einzig Heynckes „hätte ich gerne das Bad in der Menge gegönnt nach den überragenden Leistungen bis jetzt in dieser Saison“, sagte Hoeneß und erntete reichlich Applaus.

Im eigentlichen Wohnzimmer der Bundesliga-Basketballer hatten die Bayern-Oberen nur zwei Pötte von etwas kleinerer Bedeutung auf dem Podium platzieren können: Den DFB-Pokal der Frauen und den Supercup der Männer aus dem Sommer. Ansonsten setzte es in der Vorsaison nur drei zweite Plätze in den großen Wettbewerben. „Das mag für viele Clubs okay sein. Aber für uns sollte das nicht zur Norm werden“, unterstrich Rummenigge mahnend.

Ansonsten lief alles so, wie seit Wochen von den Vereinsoberen angedacht: Hoeneß wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt, die beiden abtretenden Vizepräsidenten Fritz Scherer (72) und Bernd Rauch (69) bekamen Standing Ovations, ihre vorbestimmten Nachfolger um Karl Hopfner (60) und den Regensburger Unternehmer Rudolf Schels (63) wählten die Mitglieder ebenso ohne viel Tamtam in die neuen Ämter.

Hopfner verliest Rekordzahlen

Und finanziell macht dem wirtschaftlichen Branchenprimus sowieso keiner etwas vor. Neben dem Rekordumsatz durfte Noch-Finanzvorstand Hopfner auch einen Gewinn nach Abzug aller Steuern von 11,1 Millionen Euro verkünden. Bemerkenswert hoch ist auch das Eigenkapital von 278,3 Millionen Euro, was einer Quote von 77,5 Prozent entspricht. „Ein im Weltfußball wohl einmaliger Wert“, meinte Hopfner und durfte sich über „eine wirtschaftliche Basis“ freuen, „wie es dieser Verein noch nie zuvor in seiner 112-jährigen Geschichte hatte“. Hopfner scheidet voraussichtlich zum Jahresende aus der AG-Führungsmannschaft aus und will sich ganz seinem ehrenamtlichen Posten im Verein widmen.

Das wird von den Anhängern honoriert. Der FC Bayern bleibt nicht nur der mit Abstand größte Sportverein in Deutschland, sondern steigerte seine Mitgliederzahl sogar nochmals um rund 16 000 auf nunmehr insgesamt 187 865. Auch die Anzahl der offiziellen FCB-Fanclubs stieg deutlich auf 3202 an.

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