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Bayern-Glosse : Verpasste Chance

Potentieller Klubbesitzer: Einst wollte Hoeneß mit Freunden die Borussia kaufen Bild: dpa

Ach hätte er doch! Uli Hoeneß sagte mal im Scherz, dass er die Borussia am Aktientiefpunkt hätte kaufen sollen. Mittlerweile dürfte er den Kaufverzicht bereuen.

          Erst das Finale in der Champions League, eine Woche später das Endspiel im DFB-Pokal - und dann lange keine Spiele mehr, bei denen es um viel geht? Nicht mit dem FC Bayern. Nach Dortmund kommt Stuttgart - und danach Hansa Rostock. Die Münchner gehören unbestritten zu den großen Gebern im deutschen Profifußball.

          Dafür reicht schon ein Benefizspiel, wie Rostock wegen Geldmangels Mitte Juli eins bekommt, lange vor dem Start der nächsten Saison. Auf diese oder andere Art haben die Bayern oft geholfen, zum Beispiel: St. Pauli, Kickers Offenbach, Stuttgarter Kickers, Darmstadt 98, Energie Cottbus und so weiter, und so weiter. Mit diesem Helferreflex ist vor allem der Name Uli Hoeneß verbunden, er gab immer gerne.

          Auf die Liste der Darbenden kam vor ein paar Jahren auch ein Verein namens Borussia Dortmund, denn der stand um das Jahr 2005 herum vor dem finanziellen Kollaps. Damals, der Dortmunder Patient war im Zustand der Schnappatmung, wurde Hoeneß so zitiert, dass es einen mit dem Wissen von heute stutzen lässt. Es ging um Geld, Aktien, Gewinnerwartungen.

          Hoeneß sagte über den börsennotierten BVB: Wenn er Privatmann und etwas jünger wäre und sein Herz nicht so an den Bayern hängen würde, „dann hätte ich mit zwei, drei Freunden den ganzen Verein gekauft. Den ganzen Laden.“ Seitdem ist mit Hoeneß einiges passiert. Aber mit Borussia Dortmund auch.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

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