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Balotelli bei Milan : Basta, Berlusconi!

Ist nicht leicht im Umgang, hat´s aber auch nicht leicht: Mario Balotelli Bild: REUTERS

Gelächter im Saal, Kopfschütteln im Rest der Welt: Erst beleidigt Paolo Berlusconi Milans Mario Balotelli als „Familienneger“, kurz darauf gibt es schmierige Versöhnungsfotos. Und Italien sagt: Alles kein Problem!

          Zurück zur FDP, aus gegebenem Anlass. Und zurück zu Alice Schwarzers Aussage in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Nirgends könne man ungestraft so viele Herrenwitze reißen wie in deutschen Talkshows, schrieb Schwarzer vergangene Woche, nirgends - außer in Italien. Klar, dass die ehrenwerte Gesellschaft südlich der Alpen den teutonischen Angriff auf die Weltspitze des diskriminierenden Witzes routiniert abwehrt. Die Rache der Paten der Geschmacklosigkeit kam aus berufenem Munde: von Paolo Berlusconi.

          Alles kein Problem!

          Auf einer Wahlveranstaltung seines Bruders Silvio in Monza lud der Vizepräsident des AC Milan die Parteigänger des fleischgewordenen Herrenwitzes ein, Milans Neuzugang kennenzulernen. Aber Vorsicht: Er sei schwierig im Umgang, der „kleine Familienneger“ Mario Balotelli. Allgemeines Gelächter im Saal, allgemeines Kopfschütteln im Rest der Welt.

          Die Pressestelle des AC Milan hat inzwischen Fotos vom Trainingsplatz veröffentlicht, auf denen Balotelli Berlusconi scheinbar freundschaftlich grüßt und der Vizepräsident genauso schmierig grinst wie in Monza. Non c’è problema, alles kein Problem! Wir sagen: Basta, Berlusconi!

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