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Ballack traf Löw „Wir müssen reden“

31.10.2008 ·  Michael Ballack hat sich am Donnerstag zu dem mit Spannung erwarteten Vier-Augen-Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw getroffen. Eine Stellungnahme zu der Aussprache wurde für Freitag angekündigt.

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Michael Ballack hat sich am Donnerstag zu dem mit Spannung erwarteten Vier-Augen-Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw getroffen. Das hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Abend bestätigt, ohne allerdings Einzelheiten zum Inhalt des mit Spannung erwarteten Treffens bekanntzugeben. Der mit Genehmigung seines Premier-League-Clubs FC Chelsea in die DFB-Zentrale gekommene Ballack flog nach der Unterredung umgehend zurück nach London. Eine Stellungnahme zu der Aussprache, auf der Löw nach Ballacks kritischen Aussagen in einem Zeitungsinterview bestanden hatte, wurde für Freitag angekündigt.

Die Gerüchte um möglicherweise drastische Konsequenzen köchelten danach unvermindert weiter. Boulevard-Medien hatten schon vorher über einen freiwilligen Rücktritt Ballacks vom Spielführeramt spekuliert. Der DFB wollte weder zu möglichen Maßnahmen durch Löw Stellung nehmen noch zu Spekulationen, Ballack solle seine Kapitänsbinde an den Münchner Philipp Lahm weiterreichen.

Bierhoff unterstützt Löw

Löw hatte zuvor in der Auseinandersetzung mit seinem wichtigsten Spieler Zuspruch von Teammanager Oliver Bierhoff bekommen. „Man kann Joachim Löw nicht vorwerfen, dass er anderen gegenüber keinen Respekt zeigt. Der Trainer hat die Verantwortung, er muss die Entscheidungen treffen, er muss schließlich auch den Kopf hinhalten. Alle Spieler haben dies zu akzeptieren“, sagte Bierhoff dem Fachmagazin „kicker“. Bierhoff reihte sich damit nach der Rückkehr von seiner Hotel- Inspektionstour ins WM-Land Südafrika in die lange Liste der Löw-Unterstützer ein.

Bislang hatte sich Bierhoff, der von Juni bis September wegen des EM-Disputs selbst mit Ballack im öffentlichen Verbal-Clinch lag, nicht zu dem Konflikt geäußert. In wichtigen Situationen habe Löw „immer die richtigen Entscheidungen getroffen“, sagte er - und traut dem Chefcoach wohl auch nun eine Lösung der verfahren wirkenden Lage zu.

Der Trainer scheint der Sieger zu sein

Auch DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte Löw freie Hand für die Sanktionierung des kritischen Kapitäns gegeben. „Ich wage keine Prognose, wie sich der Trainer entscheidet. Aber ich werde jede Entscheidung mittragen“, sagte Zwanziger.

Ballack, der den Disput mit kritischen Interview-Äußerungen zu Löws Führungsstil und Personalpolitik in der F.A.Z. auslöste, (siehe Michael Ballack im F.A.Z.-Interview: „Frings' Rücktritt wäre schlimm“, hatte nach der geballten Schelte an seinem Vorgehen sein Fehlverhalten bereits in einer schriftlichen Erklärung eingeräumt (siehe: Streit mit Löw: Ballack gesteht Fehler ein). Löw bestand jedoch beharrlich auf das Treffen in Deutschland, zu dem es nun endlich gekommen ist.

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