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Afrika-Cup „Elefanten“ im Viertelfinale - Kapverden überraschen

Die Elfenbeinküste zieht als erstes Team ins Viertelfinale des Afrika-Cups ein. Auch ohne Superstar Drogba gelingt ein 3:0 gegen Tunesien. Hannovers Ya Konan glänzt als Torschütze. Für die große Sensation des Wochenendes sorgt aber Außenseiter Kapverden.

© AP Elfenbeinküsten-Torschütze Yaya Toure (l.)

Auch ohne Superstars wie Didier Drogba und Kolo Toure hat das Team der Elfenbeinküste beim Fußball-Afrika-Cup das erste Etappenziel sicher erreicht. Mit dem 3:0 gegen Tunesien zogen die Ivorer als erste Mannschaft des Turniers in Südafrika ins Viertelfinale ein. „Ein Erfolg, über den zu trompeten ist“, titelte die „Sunday Times“ am Sonntag in Anspielung auf den Spitznamen der Ivorer („die Elefanten“): „Die Elfenbeinküste sieht ohne diese beiden großen Bullen in der Herde viel stärker aus.“

Für einen echten Coup sorgten hingegen die „Blauen Haie“ der Kapverden. Der krasse Außenseiter setzte sich am Sonntagabend im letzten Gruppenspiel in Port Elizabeth mit 2:1 (0:1) gegen Angola durch und schaffte durch den ersten Sieg nach zwei Remis ebenfalls den Einzug ins Viertelfinale. Auch Gastgeber Südafrika ist in der K.o.-Runde dabei. „Bafana Bafana“ reichte in Durban ein 2:2 (0:1) gegen Marokko.

Südafrika schafft es gerade so

May Mahlangu (71.) und Sivabonga Sangweni (86.) retteten mit ihren Toren die Südafrikaner. Marokko war durch Issam Adoua (10.) und Mehdi Namli (82.) zweimal in Führung gegangen. Ein Sieg hätte den Nordafrikanern zum Weiterkommen gereicht und das Aus der Gastgeber besiegelt. Für die Kapverden, die schon in der Qualifikation sensationell gegen Kamerun triumphiert hatten, wendeten Varela (81.) und Heldon (90.) mit ihren Toren in der Schlussphase das Blatt. Angola - immerhin WM-Teilnehmer 2006 - muss wie Marokko ohne Sieg die Heimreise antreten.

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Bei der Elfenbeinküste durfte der formschwache Drogba, der sich selbst nur im Besitz von 60 Prozent seiner früheren Fitness wähnt und vor einem Wechsel zu Galatasaray Istanbul stehen soll, nach 67 Minuten auf der Bank noch mithelfen, das Ergebnis von 1:0 auf 3:0 zu schrauben. Die Tore indes schießen derzeit andere Stars: Die England-Legionäre Gervinho (Arsenal London) und Yaya Toure (Manchester City) mit ihren jeweils zweiten Turniertreffern sowie Didier Ya Konan vom Bundesligisten Hannover 96.

13 Minuten Nachspielzeit

Damit steht die Elfenbeinküste vor dem dritten Vorrundenspiel gegen Algerien in der K.o-Runde. Selbst bei einer Niederlage gegen die „Wüstenfüchse“ können die Ivorer nicht mehr von Platz eins der Gruppe D verdrängt werden, egal ob im Parallel-Spiel Tunesien oder Togo gewinnt.

So bedeutungslos wie für die „Elefanten“ ist die Partie am Mittwoch auch für Algerien - die Nordafrikaner sind nach dem 0:2 am Samstagabend gegen Togo das erste Team bei der Afrikameisterschaft 2013, das bereits zwei Niederlagen kassierte und keine Perspektive mehr auf ein Weiterkommen besitzt. Für die laut FIFA-Weltrangliste als nominell zweitbestes afrikanisches Team ins Turnier gestartete Auswahl von Trainer Vahid Halilhodzic ist das vorzeitige Aus eine herbe Enttäuschung.

Für Togo trafen Emmanuel Adebayor von Tottenham Hotspur und Dove Wome vom südafrikanischen Erstligisten Free State Stars. Weil kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit ein algerischer Spieler ins Tornetz gestürzt war, brach einer der Pfosten aus seiner Verankerung. Es dauerte eine Viertelstunde, ehe das Tor wieder aufgerichtet war. Der Schiedsrichter ließ daraufhin rekordverdächtige 13 Minuten nachspielen.

Quelle: DPA

 
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