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Afrika-Cup Bundesligaprofis zwischen Angst und Pflicht

10.01.2010 ·  Mit Sorge haben die durch die Abstellung ihrer Spieler indirekt am Afrika-Cup beteiligten deutschen Vereine auf die Terrorattacke gegen das Nationalteam Togos reagiert. Die meisten würden ihre Akteure am liebsten sofort zurückholen.

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Mit Sorge haben die durch die Abstellung ihrer Spieler indirekt am Afrika-Cup beteiligten Vereine der Ersten und Zweiten Fußball-Bundesliga auf die Terrorattacke gegen die Nationalmannschaft Togos in Angola reagiert. So dachte man vor allem beim Erstliga-Tabellenführer Bayer Leverkusen darüber nach, den bei dem tödlichen Überfall einer Separatistenorganisation unverletzt gebliebenen Bayer-Profi Assimiou Touré umgehend zurückzuholen.

Die Bedenken wegen der „schwierigen Sicherheitslage“, die Wolfgang Holzhäuser, der Vorsitzende der Geschäftsführung, geäußert hatte, waren erst gelindert, als feststand, dass Togo seine Mannschaft auf Geheiß seines Premierministers Gilbert Houngbo von dem Turnier zurückziehen werde.

Bei Borussia Dortmund, das den ägyptischen Nationalspieler Mohamed Zidan zum Afrika-Cup reisen ließ, sagte Sportdirektor Michael Zorc, dass der Internationale Fußball-Verband (Fifa) erst die Abstellungspflicht für die Spieler aufheben müsse, ehe die Vereine handeln könnten. „Solange das nicht geschieht, können wir unsere Spieler nicht heimholen, weil sie dann gesperrt wären.“ Zorc stellte allerdings auch klar, dass der BVB gegen die Vorschriften tätig würde, wenn Zidan „um seine Sicherheit fürchtete“.

„Ein gewisses Unbehagen ist natürlich da“

Ähnlich wie sein westfälischer Kollege äußerte sich am Wochenende auch der Hoffenheimer Manager Jan Schindelmeiser. Die Badener ließen ihre Stammkräfte Isaac Vorsah (Ghana) und Chinedu Obasi (Nigeria) zum Afrika-Cup fliegen. „Wenn sie uns ein Signal geben, dass sie zurückkommen wollen, würden wir aktiv werden“, sagte Schindelmeiser am Sonntag. Er gab zu, dass die Sorge um das Wohlergehen der beiden Afrikaner in Angola auch die Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde beeinträchtige. „Ein gewisses Unbehagen ist natürlich da.“

Das empfindet auch der Stuttgarter Manager Horst Heldt, dessen Verteidiger Arthur Boka zum Team des Turnierfavoriten Elfenbeinküste in Angola gehört. „Mir wäre am liebsten“, sagt Heldt, „Arthur könnte zurückkehren, denn die Lage ist sehr unübersichtlich.“

Die meisten der elf Klubs aus der Ersten und Zweiten Bundesliga, die einen der insgesamt zwanzig in Deutschland angestellten Profis für den Afrika-Cup abstellen, haben inzwischen Kontakt zu ihren Spielern aufgenommen. Fürs Erste beruhigt ist man beim Erstligaverein Hannover 96, dessen tunesischer Innenverteidiger Karim Haggui in Angola mitspielt. „Karim hat unserer Sportlichen Leitung gesagt, dass er sich derzeit sicher fühlt“, sagte Andreas Kuhnt, der Sprecher von Hannover 96.

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