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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

3:1 gegen die Schweiz Holtby führt U21 zur EM

 ·  Am Ende unerwartet souverän: Torschütze Lewis Holtby führt die deutsche U21-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2013. In Luzern setzen sich die deutschen Junioren nach souveräner Leistung mit 3:1 gegen die Schweiz durch.

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© dpa Zweiter deutscher Nadelstich: Der Ball springt von Sobiechs Kopf zum 2:0 ins Tornetz

Die deutschen U-21-Junioren fahren zur Fußball-EM 2013. Die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion gewann an diesem Dienstagábend das Playoff-Rückspiel gegen die Schweiz souverän mit 3:1 (3:0) und erreichte somit nach dem 1:1 im Hinspiel. Erstmals seit vier Jahren erreichte das deutsche Team damit wieder die EM-Endrunde, die vom 5. bis 18. Juni 2013 in Israel stattfindet. Vor 10.000 Zuschauern in Luzern erzielten Lewis Holtby (8. Minute), Lasse Sobiech (20.) und Sebastian Polter (45.) die Treffer für die in zwölf Qualifikationsspielen unbesiegte deutsche Mannschaft. Der Treffer für die Schweiz durch Josip Drmic (75.) kam viel zu spät.

Die DFB-Auswahl legte von Beginn zielstrebig vor. Im Vergleich zur ersten Partie nutzte das Team diesmal gleich seine erste Torchance. Kapitän Holtby erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß aus dem rechten Halbfeld das 1:0 bereits nach acht Minuten. Der Ball flog nach seinem Freistoß an Mitspielern und Gegnern vorbei ins lange Eck – der Schweizer Keeper Roman Bürki wirkte zögerlich und verdutzt. Für den im Vergleich zum Hinspiel stark verbesserten deutschen Kapitän Holtby war es im 20. Länderspiel bereits der zwölfte Treffer für die U-21-Auswahl.

DFB-Coach Adrion hatte seine Elf vor dem Spiel auf vier Positionen verändert. Im defensiven Mittelfeld kam Christoph Moritz, der zuletzt nur in der Regionalliga spielte, erstmals seit fast zwei Jahren wieder zum Einsatz, in der Sturmmitte ersetzte Sebastian Polter den Gladbacher Peniel Mlapa und auf den Flügeln sollte Karim Bellarabi das Tempo forcieren. Den gesperrten Jan Kirchhoff ersetzte der Hoffenheimer Stefan Thesker in der Innenverteidigung. Die taktischen und personellen Maßnahmen zahlten sich aus: In der 20. Minute schlug erneut Holtby einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum, den Sobiech aus dem Gewühl per Kopf zum 2:0 verwandelte – der Innenverteidiger war von seinem Gegenspieler Francois Affolter angeköpft worden. Damit hatte sich die DFB-Elf einen komfortablen Vorsprung erspielt.

Schweizer finden nicht zu ihrem Spiel

Thesker hatte kurz darauf sogar die Möglichkeit auf 3:0 zu erhöhen, aber sein Kopfball strich knapp über das Tor. Die im ersten Spiel so starken Schweizer fanden überhaupt nicht zu ihrer Linie und hatten lediglich durch Nzuzi Toko eine gute Tormöglichkeit. (45.). Kurz zuvor hatte Polter aber bereits nach Pass von Bellarabi auf 3:0 erhöht. Die Gastgeber bemühten sich zwar noch um den Anschluss, doch der gute Torhüter Bernd Leno ließ sich nicht überwinden.

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Das Führungstor: Der Ball passiert nach einem Freistoß unberührt das Gewühl im Strafraum, ... © dpa Das Führungstor: Der Ball passiert nach einem Freistoß unberührt das Gewühl im Strafraum, ...
U21, EM-Qualifikation, Playoff-Rückspiel

Schweiz - Deutschland 1:3 (0:3)

Schweiz: Bürki - Widmer, Koch, Affolter, Daprela - Kasami (46. Buff), Abrashi, Wiss (68. Seferovic), Zuber - Toko (46. Hajrovic), Drmic
Deutschland: Leno (Bayer Leverkusen) - Jung (Eintracht Frankfurt), Thesker (1899 Hoffenheim), Sobiech (SpVgg Greuther Fürth), Jantschke (Bor. Mönchengladbach) - Rudy (1899 Hoffenheim), Moritz (FC Schalke 04) - Beister (Hamburger SV - Mlapa/Bor. Mönchengladbach), Holtby (FC Schalke 04), Bellarabi (Bayer Leverkussen - 64. Esswein/1. FC Nürnberg) - Polter (1. FC Nürnberg - 90. Funk/FC St. Pauli)
Schiedsrichter: Jug (Slowenien)
Zuschauer: 10.277 (in Luzern)
Tore: 0:1 Holtby (8.), 0:2 Sobiech (20.), 0:3 Polter (45.), 1:3 Drmic (75.)
Gelbe Karten: Abrashi, Daprela, Buff / Jantschke, Thesker

 

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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