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2:2 gegen Rijeka Der VfB verpasst den Zug nach Europa

Die Misere des VfB Stuttgart geht auch nach dem Trainerwechsel weiter: Der neue Coach Thomas Schneider kann das Ausscheiden in den Europa-League-Playoffs gegen Rijeka nicht verhindern.

© dpa Fassungslosigkeit: VfB-Schlussmann Sven Ullreich kann das Ausscheiden nicht verstehen

Thomas Schneider hat ein misslungenes Debüt als neuer Trainer des VfB Stuttgart hingelegt und mit den Schwaben die Gruppenphase der Europa League verpasst. Der Fußball-Bundesligaklub kam am Donnerstag bei der Premiere des früheren Jugend-Coaches gegen Außenseiter HNK Rijeka nicht über ein peinliches 2:2 (1:1) hinaus und muss damit nach dem 1:2 im Playoff-Hinspiel voraussichtlich auf millionenschwere Einnahmen aus dem Wettbewerb verzichten.

Nur einen einzigen Hoffnungsschimmer haben die Schwaben noch: Sie könnten als Ersatzteilnehmer für das gesperrte Team von Fenerbahce Istanbul per Los nachrutschen. Vor 30.200 Zuschauern besiegelte Goran Mujanovic das bittere Aus mit seinem Tor in der vierten Minute der Nachspielzeit. Leon Benko hatte die Kroaten nach 30 Minuten in Führung gebracht, der Treffer von Christian Gentner (34. Minute) und das Eigentor von Luka Maric (75.) waren zu wenig für den VfB.

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Die Aufbruchstimmung unter Schneider ist so schon vor dem ersten Bundesliga-Spiel gegen Hoffenheim am Sonntag zu großen Teilen verpufft. Dabei wurde schon beim Blick auf die Aufstellung deutlich, dass sich beim VfB etwas verändert hatte. Im Vergleich zum letzten Spiel unter dem am Montag gefeuerten Bruno Labbadia standen fünf Neue in der Startelf, darunter auch William Kvist. Der Däne war unter Labbadia überhaupt nicht mehr zum Zug gekommen und wurde immer wieder als potenzieller Abgang gehandelt.

Im 4-4-2 von Schneider war Kvist gemeinsam mit Ersatz-Kapitän Christian Gentner auf der Doppelsechs unterwegs, das Sturmduo bildeten Cacau und Torjäger Vedad Ibisevic. Im roten Trainingsanzug sah Schneider, dass sich die Mannschaft von Beginn an bemühte - und dabei lautstark von den hoffnungsvollen Fans unterstützt wurde. Eine Kombination von Kvist und Martin Harnik in der 5. Minute verpuffte, kurz darauf scheiterte der Österreicher nach einer Vorlage von Cacau aus kurzer Distanz.

VfB dreht Rückstand

Auf der Gegenseite hatten die Schwaben Glück, dass Torwart Sven Ulreich blitzschnell reagierte, als Benedikt Röcker eine flache Hereingabe fast ins eigene Tor gelenkt hätte (14.). Der VfB blieb permanent in der Vorwärtsbewegung und erarbeitete sich ein deutliches Chancenplus, ohne aber ganz klare Möglichkeiten zu erspielen - und wurde dann eiskalt erwischt. Nach einem langen Ball von der Mittellinie fehlte bei Ulreich und Röcker jegliche Abstimmung, der Ball rutsche zwischen beiden hindurch und rollte in Richtung leeres Tor. Leon Benko bedankte sich und erzielte wie im Hinspiel vor einer Woche in Kroatien das 1:0 (30.).

VfB Stuttgart - HNK Rijeka © dpa Vergrößern Bitterer Dienstantritt: Thomas Schneider kann das Ausscheiden des VfB nicht verhindern

Bevor der Frust aber zu groß werden konnte, brachte Gentner Stuttgart wieder zurück ins Spiel. Eigentlich schon festgelaufen beim Dribbling, chippte der 28-Jährige den Ball nach 34 Minuten kniend über den unsicheren Gästetorhüter Ivan Vargic ins lange Eck - 1:1, der VfB war wieder da. Nach dem Seitenwechsel kamen die in der Liga noch ungeschlagenen Kroaten wesentlich schwungvoller zurück und setzten den VfB unter Druck.

Erneut Röcker erwies sich dabei als Unsicherheitsfaktor und ermöglichte den Gästen immer wieder gefährliche Situationen. Auch der Verein vom Neckar hatte in der munteren Partie gute Gelegenheiten, Traoré aber scheiterte am Pfosten (67.). Davon lies sich der Flügelflitzer jedoch nicht entmutigen und zwang Maric nach 75 Minuten zu einem Eigentor. Die fällige Verlängerung verhinderte Mujanovic mit dem 2:2 - und hinterließ beim VfB große Enttäuschung.

VfB Stuttgart - HNK Rijeka 2:2 (1:1)

VfB Stuttgart: Ulreich - Schwaab, Rüdiger, Röcker, Boka - Gentner, Kvist - Harnik (56. Werner), Traoré - Cacau (73. Abdellaoue), Ibisevic
HNK Rijeka: Vargic - Tomecak, Leskovic, Maric, Skarabot - Pokrivac, Males - Kvrzic (90.+5 Krstanovic), Alispahic (67. Mocinic), Sharbini (70. Mujanovic) - Benko
Schiedsrichter: Hansson (Schweden)
Zuschauer: 30 200
Tore: 0:1 Benko (30.), 1:1 Gentner (33.), 2:1 Maric
(75./Eigentor), 2:2 Mujanovic (90.+4)
Gelbe Karten: Gentner / Males, Mujanovic, Pokrivac, Tomecak

Quelle: DPA

 
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