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2:2 auf Zypern Bremen scheitert in der Champions League

27.11.2008 ·  Zweit späte Tore halfen nicht mehr: Werder Bremen hat nach dem Unentschieden bei Anorthosis Famagusta keine Chance mehr auf die Teilnahme am Achtelfinale der Champions League. Famagusta darf hingegen weiter von der Riesensensation träumen.

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Für Werder Bremen ist das Kapitel Champions League bereits nach der Vorrunde beendet, doch Hugo Almeida hat dem deutschen Vize-Meister wenigstens die Chance auf den Uefa-Pokal erhalten. Mit seinem Tor in der 87. Minute sicherte der Portugiese den Hanseaten am Mittwoch in Nikosia das 2:2 (0:0) gegen Anorthosis Famagusta. Sekunden später vergab Almeida freistehend sogar den möglichen Sieg.

Mit der vierten Punkteteilung im fünften Spiel vergab der Bundesliga-Neunte seine letzte Chance auf das Achtelfinale der Königsklasse. Vor 22.000 Zuschauern besiegelten Nikos Nikolaou (62) und Savio (68.) den vorzeitigen K.o. der Bremer, für die Diego (72./Foulelfmeter) zum Anschlusstor traf. Um doch noch als Gruppen-Dritter im Uefa-Cup überwintern zu können, muss Werder im letzten Gruppenspiel am 9. Dezember gegen Inter Mailand unbedingt gewinnen und zugleich auf Athener Schützenhilfe hoffen. Fehlen wird dann Spielmacher Diego, der auf Zypern seine dritte Gelbe Karte im Wettbewerb sah.

Spiel ohne Ideen

„Wir sind traurig, dass wir das gesetzte Ziel nicht erreicht haben. Wir sind zu spät aufgewacht und haben zu spät den Mut gefunden, druckvoll nach vorne zu spielen. Vielleicht hat uns am Anfang die Angst gehemmt, alles zu verlieren“, räumte Werder-Trainer Thomas Schaaf ein. Sportdirektor Klaus Allofs bekannte: „Wir sind zu fehlerhaft in unserem Spiel. Dann kann man in der Champions League nicht bestehen.“

Obwohl die Bremer schon sehr bald Tempo und Rhythmus der Partie diktierten, fehlten ihrem Spiel die Ideen, um die Abwehr der Zyprer zu überwinden. Weder von Diego noch dem in der Bundesliga zur Zeit gesperrten Mesut Özil gingen entscheidende Impulse aus. So schwang sich der unermüdliche Antreiber Torsten Frings im Mittelfeld zum besten Spieler auf. Gegen die Elf der Namenlosen, die schon beim 0:0 an der Weser im September überrascht hatte, hatte Frings mit einem 18 Meter-Schuss, den Ersatztorhüter Zoltan Nagy mit Mühe um den Pfosten lenkte (15.), die erste Chance. Pech kam hinzu, als Hugo Almeida den Ball aus gut 25 Metern an die Latte jagte (28.).

Der letzte Pass fehlte

Weitere Angriffsversuche der Bremer brachten zur Enttäuschung der rund 250 mitgereisten Fans nichts ein, weil der letzte Pass allzu oft nicht ankam. Auf der anderen Seite konnte sich Werder gegen den überfallartig nach vorne spielenden Außenseiter nicht in Sicherheit wiegen, da Per Mertesacker und Naldo in der Innenverteidigung gelegentlich unkonzentriert wirkten. Als der Brasilianer den Ball vor dem eigenen Strafraum vertändelte, wusste Taher (27.) das Geschenk aber nicht zu nutzen.

Wenig später verschätzte sich Ersatzkeeper Christian Vander, der den unter Adduktorenproblemen leidenden Stammtorhüter Tim Wiese vertrat, bei einer Flanke. Doch Nikos Katsavakis (40.) köpfte drüber. Die Dominanz der Hanseaten setzte sich im zweiten Durchgang fort, doch der dringend benötigte Torerfolg ließ auf sich warten. In der 62. Minute fühlte sich niemand in der Werder-Abwehr für Nikolaou zuständig, der einen Eckball aus der Luft aufnahm und an Vander vorbei in die lange Ecke jagte. Die Konfusion in der Hintermannschaft der Gäste nutzte Savio anschließend sogar zum 2:0. Doch Werder kam ins Spiel zurück. Nach Foul am eingewechselten Aaron Hunt verwandelte Diego den Strafstoß und gab seiner Mannschaft noch einmal Hoffnung.

Anorthosis Famagusta - Werder Bremen 2:2 (0:0)
Famagusta: Nagy - Constantinou, Katsavakis, Dellas, Leiwakabessy - Skopelitis (46. Nikolaou), Dobrasinovic, Laban - Ocokoljic (56. Frousos), Savio (71. Panagi) - Taher. - Trainer: Ketsbaja
Bremen: Vander - Fritz (75. Boenisch), Mertesacker, Naldo, Tosic - Baumann (59. Hunt) - Frings, Özil - Diego - Pizarro (79. Rosenberg), Almeida. - Trainer: Schaaf
Schiedsrichter: Manuel Mejuto Gonzalez (Spanien)
Tore: 1:0 Nikolaou (62.), 2:0 Savio (68.), 2:1 Diego (72., Foulelfmeter), 2:2 Almeida (87.)
Zuschauer: 18.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Panagi - Diego, Baumann, Tosic

Quelle: FAZ.NET mit sid.
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