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2:1 gegen Leverkusen Wolfsburg gewinnt nach späten Toren

Auch ein Pokalspiel dauert erst einmal 90 Minuten. Als Bayer Leverkusen auf die Verlängerung wartete, schlug Bas Dost zu. Wolfsburg steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Derweil sorgt der Name Bernd Schuster für Spekulationen.

© dapd Vergrößern Wolfsburger Freude: Naldo hebt Christian Träsch in den Himmel

Mit einem Kraftakt hat der VfL Wolfsburg das drohende Achtelfinal-Aus im DFB-Pokal abgewendet. Durch späte Tore von Christian Träsch (77. Minute) und Bas Dost (90.) zum 2:1 (0:1) über Bayer Leverkusen sorgten die Niedersachsen im möglicherweise letzten Spiel unter Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner für einen versöhnlichen Jahresausklang und zogen ins Viertelfinale ein. Mit einem Eigentor hatte der Brasilianer Fagner (31.) für die Führung der Werkself gesorgt, die im zweiten Durchgang vor 10 781 Zuschauern zu passiv agierte und das erste von drei Saisonzielen abschreiben muss.

Der Name Bernd Schuster als Köstner-Nachfolger war am Mittwoch in Wolfsburg in aller Munde, doch die Verantwortlichen des VfL hüllten sich in Schweigen. Kontakte zwischen Manager Klaus Allofs und dem Ex-Coach von Real Madrid, über die die „Bild“-Zeitung am Mittwoch berichtet hatte, wollte der Club vor dem Pokalspiel weder bestätigen noch dementieren. Allofs selbst ließ Fragen zum Thema unbeantwortet. „Wir werden eine Entscheidung treffen, wenn wir sie treffen können“, sagte er im TV-Sender Sky und hielt die Spekulationen damit am Kochen. Schuster hatte am Dienstagabend als Pokal-Experte in der ARD sein Interesse an einem Trainerjob in der Bundesliga bekräftigt

Leverkusen schwach

Auf dem Rasen unterstrich Bayer mit seiner vorsichtigen Einstellung, dass es aus der 1:3-Niederlage in Wolfsburg im November Lehren gezogen hat. Die Leverkusener stellten dem beim einzigen VfL-Heimsieg der Saison überragenden Spielmacher Diego in Hajime Hosogai einen Spezialbewacher an die Seite, der die Kreise des Brasilianers wirkungsvoll einengte. So war ein Versuch von Naldo aus der Distanz (17.) zunächst die ganze Ausbeute der zaghaften Wolfsburger Offensivbemühungen.

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Dass sich der Unterhaltungswert in den ersten 45 Minuten arg in Grenzen hielt, lag aber auch am Bundesliga-Zweiten, der in Wolfsburg nicht im Stile einer Spitzenmannschaft auftrat. Von Top-Torjäger Stefan Kießling ging keinerlei Gefahr für das Gehäuse von Diego Benaglio. Nach einer halben Stunde Geplänkel sorgte VfL-Abwehrspieler Fagner für den ersten Paukenschlag der Partie, als er eine scharfe Hereingabe von Sebastian Prödl unhaltbar für seinen Keeper in die kurze Ecke abfälschte.

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen © dpa Vergrößern Letztes Mal gebrüllt? Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner soll beim VfL Wolfsburg angeblich von Bernd Schuster abgelöst werden

Nach Wiederbeginn erhöhten die Wolfsburger das Tempo. Auch Diego setzte jetzt mehr Akzente, konnte aber Bernd Leno im Bayer-Tor mit einem Distanzschuss nicht überwinden (50.). In der 69. Minute hielt Leno mit einer tollen Parade gegen Marcel Schäfer den knappen Vorsprung fest. Den abprallenden Ball lenkte Ömer Toprak zur Ecke. Die Leverkusener taten im zweiten Durchgang nur noch wenig für den eigenen Angriff und wurden 13 Minuten vor dem Ende für ihre Passivität bestraft. Als Daniel Carvajal nicht entschlossen genug klärte, traf Träsch von der Strafraumgrenze zum Ausgleich. In letzter Sekunde legte Dost nach.

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 2:1 (0:1)

VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner (66. Vieirinha), Naldo, Kjaer, Schäfer - Polak (75. Träsch), Josué - Hasebe, Diego, Olic - Dost
Bayer Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Boenisch - Bender, Reinartz (66. Rolfes), Hosogai - Castro (69. Hegeler), Schürrle - Kießling
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 10.781
Tore: 0:1 Fagner (31./Eigentor), 1:1 Träsch (78.), 2:1 Dost (90.)
Gelbe Karten: - / -

Quelle: DPA

 
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