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2:1 gegen 1. FC Nürnberg Mainz 05 beißt sich durch

Mainz 05 hat seine beeindruckende Heimserie in der Fußball-Bundesliga ausgebaut. Die Mannschaft von Trainer Tuchel gewann den hart umkämpften Auftakt des 11. Spieltags mit 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg.

© dpa Andreas Ivanschitz (M.) feiert sein Tor zum 2:0

Vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg hatte Thomas Tuchel besonders von zwei seiner Spieler eine „Staubsaugermentalität“ gefordert. Wie ein „Drücker“ auch nach der neunten Wohnungstür nicht den Glauben an sein Verkaufstalent aufgeben dürfe, so müssten auch Nicolai Müller und Andreas Ivanschitz nach ihren vergebenen Großchancen bei der jüngsten Niederlage in Bremen weiter an sich glauben. Die Nachhilfe kam an: Beim 2:1 am Freitagabend gegen Nürnberg erzielten Müller und Ivanschitz die Tore für die im vierten Heimspiel in Serie erfolgreichen Mainzer.

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Nürnberg kommt den 05ern ohnehin stets gelegen: Der „Club“ ist in den vergangenen Jahren zum Lieblingsgegner geworden. Schon die sechs Heimspiele zuvor brachten den Rheinhessen jeweils drei Punkte ein. Und auch für Müller scheint der 1. FCN ein besonderer Ansporn zu sein aufgrund seiner vielen Jahre beim fränkischen Erzrivalen Greuther Fürth. Wie beim Heimsieg in der Vorsaison erzielte er auch nun das frühe 1:0. Während Müller damals in der ersten Spielminute erfolgreich war, dauerte es nun zehn Minuten, ehe er nach einer Einzelleistung mit seinem ersten Saisontor die Führung erzielte. Sein Gegenspieler Plattenhardt ließ den 25 Jahre alten Offensivspieler allzu wehrlos gewähren, und auch Schlussmann Rakovsky sah schlecht aus.

Zehn Gelbe Karten

Nur zehn Minuten später erzielte Ivanschitz das 2:0 (21.). Der Österreicher umkurvte in aller Ruhe Schlussmann Rakovsky und schoss ins leere Tor ein. Das insgesamt 20. Tor von Ivanschitz für Mainz 05 war das erste, mit dem er nicht einen Ausgleich oder eine eigene Führung erzielte, sondern einen Zwei-Tore-Vorsprung für sein Team sicherte. Der vermeintlich vorentscheidende Vorteil war freilich zur Pause wieder auf die Hälfte zusammengeschmolzen, weil die Nürnberger wieder einmal ihre Stärke bei Standards ausspielten. In der 40. Minute köpfte Per Nilsson nach einer Freistoßflanke des Japaners Hiroshi Kiyotake zum Anschlusstreffer ein.

Diesen Vorsprung retteten die Mainzer in einem intensiven Kampfspiel, in dem Schiedsrichter Kinhöfer insgesamt zehn Gelbe Karten verteilte, über die Zeit. Dabei half ihnen gegen sehr offensive Nürnberger eher klassischer Kampfgeist statt Staubsaugerverkäufermentalität.

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FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg 2:1 (2:1)

FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Svensson (46. Kirchhoff), Noveski, Júnior Díaz - Baumgartlinger, Soto - Nicolai Müller, Ivanschitz (81. Zabavnik), Rukavytsya (60. Polanski) - Szalai
1. FC Nürnberg: Rakovsky - Nilsson, Chandler, Klose, Plattenhardt - Balitsch (74. Polter), Simons - Kiyotake, Gebhart (74. Mak), Esswein (74. Frantz) - Pekhart
Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)
Zuschauer: 31.390
Tore: 1:0 Nicolai Müller (12.), 2:0 Ivanschitz (21.), 2:1 Nilsson (40.)
Gelbe Karten: Baumgartlinger (5), Júnior Díaz (2), Noveski (3), Soto (2), Szalai (2) / Balitsch (5), Kiyotake (2), Nilsson (1), Plattenhardt (1), Simons (3)
 

Quelle: F.A.Z.

 
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