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2:0 bei Arsenal Bayrisches Ergebnis, englisches Elfmeterschießen


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Zwei Minuten später schlenzte Kroos einen kunstvollen Lupfer in den Lauf von  Robben, der den Ball hoch in der Luft mit der Fußspitze knapp vor Szczesny  erwischte. Beim Landen wurde sein Standbein vom Arsenal-Torwart erwischt. Weil  er seinen Schmerz mimisch und pantomimisch etwas sehr deutlich zum Ausdruck  brachte, wurde Robben fortan zum Buhmann des Publikums.

Aber es gab zu Recht  Elfmeter und Platzverweis für Szczesny, der dem polnischen Landsmann Lukasz  Fabianski Platz machen musste. Alaba hatte sich den Ball schon zum Strafstoß zurechtgelegt, als Fabianski noch  auf dem Weg zum Arbeitsplatz war. Der Torwart nutzte die Gelegenheit, die  Konzentration des Schützen zu stören, den Ball aufzuheben und ein paar Mal  prallen zu lassen. Alaba musste ihn neu justieren, sich neu konzentrieren - er  schickte Fabianski zwar in die falsche Ecke, traf aber die richtige nicht. Der  Ball prallte vom Außenpfosten ins Aus.

Späte Beruhigung

Und vom eigenen Publikum nun für jeden  Zweikampf gefeiert, rettete Arsenal das 0:0 in die Pause. Zu Beginn hatten beide Trainer gegenüber dem letzten Spiel gleich fünf Spieler  ausgetauscht. Die überraschendste Änderung aber war kein Personal-, sondern ein  Positionswechsel gewesen. Bayern-Kapitän Philipp Lahm, seit Monaten mit  Klasseleistungen im defensiven Mittelfeld auffällig, wo er 25 der letzten 27  Spiele bestritt, fand sich zunächst wieder in seiner alten Rolle auf der  rechten Abwehrseite anstelle von Rafinha wieder. Doch zur Pause stellte  Guardiola abermals um, Rafinha kam, Lahm ging wieder ins Mittelfeld, und Javi  Martinez, der Lahm dort nicht sehr überzeugend vertreten hatte, ersetzte den platzverweisgefährdeten Boateng in der Innenverteidigung. 

Die Bayern hatten nun die richtige Formation, um ihre Überzahl nun auch in ein  Tor umzusetzen. Lahm legte den Ball zurück auf Kroos, und der beste Bayer des  Abends setzte einen feinen Direktschuss in den Winkel. (Er hat auf CHampions-League-Niveau gespielt“, lobt Guardiola seinen Mittelfeldmann. Es war das hundertste Saisontor der Bayern in sechs Wettbewerben - womit sich eine Serie fortsetzte,  die mit der 0:2-Heimniederlage im Rückspiel gegen Arsenal im vergangenen März  begonnen hatte. Seitdem haben die Bayern in nun 51 Spielen immer getroffen.

Arsenal war spielerisch und numerisch unterlegen, aber mit Glück und Geschick  hielten die Engländer ihr von den Bayern nun pausenlos belagertes Tor lange sauber. Ein Rückstand von nur einem Tor hätte den auswärtsstarken Engländern alle Optionen fürs Rückspiel offen gehalten. Dann aber sorgte Müller doch noch für späte Beruhigung bei den Bayern. „Wir wollten ein gutes Ergebnis. Das zweite Tor war sehr wichtig“, erklärte Toni Kroos, der mit 172 Ballkontakten auffälligster Münchner Spieler war.

FC Arsenal - Bayern München 0:2 (0:0)

FC Arsenal: Szczesny - Sagna, Mertesacker, Koscielny, Gibbs (31. Monreal) - Flamini, Wilshere - Oxlade-Chamberlain (74. Rosicky), Özil, Santi Cazorla (39. Fabianski) - Sanogo
Bayern München: Neuer - Lahm, Boateng (46. Rafinha), Dante, Alaba - Javi Martínez - Götze, Kroos, Thiago (79. Pizarro), Robben - Mandzukic (64. Müller)
Schiedsrichter: Rizzoli (Italien)
Zuschauer: 59 911
Tore: 0:1 Kroos (54.), 0:2 Müller (88.)
Besondere Vorkommnisse: Özil (FC Arsenal) scheitert mit Foulelfmeter an Neuer (8.), Alaba (Bayern München) verschießt Foulelfmeter (40.)
Gelbe Karten: Rosicky, Sanogo / Boateng, Mandzukic
Rote Karten: Szczesny (37./Notbremse) / -

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