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1:3 bei Machatschkala : Hannover kalt erwischt

  • Aktualisiert am

Kopflos gegen die Kicker aus dem Kaukasus: Hannovers Didier Ya Konan Bild: dpa

Das Führungstor reicht nicht: Hannover 96 unterliegt im Hinspiel der ersten K.o.-Runde der Europa League auf Moskauer Kunstrasen dem Milliardärs-Klub aus dem Nordkaukasus.

          Hannover 96 muss um den Einzug ins Achtelfinale der Europa League bangen. Der Fußball-Bundesligaklub verlor am Donnerstagabend in Moskau 1:3 (1:1) gegen Anschi Machatschkala. Auf dem Kunstrasen des Luschniki-Stadions hatte Szabolcs Huszti (22. Minute) Hannover vor nur etwa 10.000 Zuschauern in Führung gebracht. Doch Superstar Samuel Eto’o (34.), Odil Achmedow (48.) und Moubarak Boussoufa (64.) drehten das Spiel zugunsten der Russen.

          Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler hielt einen von Eto’o (59.) geschossenen Foulelfmeter und verhinderte so eine noch klarere Niederlage. Das Rückspiel der ersten K.o.-Runde ist in einer Woche in Hannover.

          Der einstige Champions-League-Sieger Eto’o  legte nach seiner Rückenverletzung gleich munter los, spielte den Ball aus spitzem Winkel vor das 96-Tor, fand aber keinen Abnehmer (2.). Hannover versuchte dem Anschi-Spiel den Schwung zu nehmen. Kontrolliert wurde der Ball in den eigenen Reihen gehalten. Gefahr sollte durch schnelle Vorstöße über Diouf und Ya Konan entstehen. Perfekt lief dies beim Führungstreffer. Einen langen Ball von Christian Schulz legte Diouf für Huszti ab. Der ehemalige Russland-Legionär schoss aus etwa 20 Metern unter gütiger Mithilfe von Anschi-Torwart Wladimir Gabulow ein.

          Antreiber, Torschütze und Ballverteiler: Samuel Eto’o, Star aus dem Kamerun
          Antreiber, Torschütze und Ballverteiler: Samuel Eto’o, Star aus dem Kamerun : Bild: dpa

          Eto’o schien genervt. Immer wieder verhedderte sich der Kameruner in der Hannover-Defensive. Die Fans der Hausherren, aus der Teilrepublik Dagestan in der Konfliktregion Nordkaukasus in die russische Hauptstadt eingeflogen, hatten auch keinen rechten Spaß. In der riesigen Schüssel Luschniki-Stadion, in der rund 1200 Sicherheitskräfte im Einsatz, aber nur ganz wenige Blöcke gefüllt waren, waren nur die etwa 500 Fans aus Hannover zu hören: „La la la la la la la Europapokal“.

          Eto’os arroganter Anlauf

          Doch der Spaß der Niedersachsen war schnell vorbei. 35-Millionen-Euro-Transfer Willian passte von der rechten Seite in die Mitte. Eto’o stand frei und schob problemlos zu seinem vierten Europa-League-Tor ein. Nun drückten die Hausherren, nichts war mehr davon zu merken, dass Anschi durch die Pause der russischen Liga keine Spielpraxis hat. Glück hatte Hannover, dass eine Stolper-Notbremse von Johan Djourou an Eto’o nicht mit Platzverweis und Strafstoß geahndet wurde.

          Der Druck der Russen setzte sich in der zweiten Halbzeit verstärkt fort. Und Achmedow hatte keine Mühe schnell zur Führung aus zwölf Metern einzuschieben. Nun feierten die Anschi-Fans. Nach Foul von Schulz an Eto’o hätten sie fast noch mehr Grund zum Jubeln gehabt, doch ihr Idol konnte Zieler beim Strafstoß mit einem arroganten Anlauf nicht verunsichern. Dafür erhöhte Boussoufa den Vorsprung nach einer weiteren schnellen Kombination über die Flügel.

          Anschi Machatschkala - Hannover 96 3:1 (1:1)

          Schiedsrichter: Strahonja (Kroatien)
          Zuschauer: 10.000
          Tore: 0:1 Huszti (22.), 1:1 Eto’o (34.), 2:1 Achmedow (48.), 3:1 Boussoufa (64.)
          Besonderes Vorkommnis: Eto’o (Anschi Machatschkala) scheitert mit Foulelfmeter an Zieler (58.)
          Gelbe Karten: Schirkow / Schulz

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