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Mittwoch, 19. Juni 2013
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1:2 gegen Atletico Madrid Hannover bekommt die Grenze aufgezeigt

 ·  Ausgerechnet im Europa-League-Viertelfinale zeigt Hannover 96 eine der schwächeren Leistungen in dieser Saison. Dioufs Tor ist zu wenig für das Halbfinale.

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© dpa Jubel in Rot-weiß: Adrian (r.) hat Atletico in Führung gebracht

Die wundersame Reise durch Europa von Hannover 96 ist beendet. Für die Niedersachsen ist im Viertelfinale der Europa League nach einem 1:2 (0:0) im Rückspiel gegen Atlético Madrid am Donnerstagabend Endstation. Das neunte Tor von Mame Diouf im 13. Pflichtspiel für 96 (81. Minute) war zu wenig für Hannover.

Für den starken Europa-League-Sieger von 2010 trafen Adrían (63.) und Falcao (87.) und sorgten für die erste Heimniederlage Hannovers nach 90 Minuten in einem Pflichtspiel in dieser Saison. Bereits das Hinspiel vor einer Woche in Madrid hatte der neunmalige spanische Meister um Ex-Bundesligastar Diego 2:1 gewonnen. Im Semifinale trifft Atlético nun auf die Landsleute des FC Valencia.

Mit ein wenig Glück und ganz viel Geschick verteidigte Madrid zunächst den knappen Vorsprung aus dem Hinspiel und am Ende auch den knappen Rückspiel-Sieg. Vor 44.000 Zuschauern war 96 zwar lange Zeit die engagiertere Mannschaft. Allerdings agierte die Elf von Trainer Mirko Slomka, für die bereits die erstmalige Viertelfinalteilnahme in einem Europacup der größte internationale Erfolg war, gegen defensiv sehr souveräne Spanier im Angriff glücklos.

Vor allem die erste Halbzeit entwickelte sich extrem zäh ohne eine einzige Torchance auf beiden Seiten. Die Leistung der Spieler wollte so gar nicht zum stimmungsvollen Rahmen passen, für den die Fans in der ausverkauften Arena sorgten. Von ihren euphorischen Anhängern angepeitscht, blieben die ersten forschen 96-Vorstöße ohne Wirkung. Atlético stand auch ohne die drei gelbgesperrten Asse Juanfran, Arda Turan und Gabi sicher und kompakt.

Die bemühten, aber im Passspiel deutlich unterlegenen Niedersachsen entwickelten selbst bei einigen Ecken und Freistößen nicht so etwas wie Gefahr. Allerdings ging Hannover gegen zwar abwartendende, aber offensiv extrem kombinationssicheren Spanier auch noch nicht volles Risiko.

96-Fans feiern trotzdem

Ohne den im Hinspiel starken Lars Stindl, der mit Adduktorenproblemen passen musste, kam auch wenig Unterstützung aus dem Mittelfeld für die Stürmer Diouf und Didier Ya Konan. Nach dem Wechsel wurde gar Atlético mutiger und band Hannover in der Defensive.

Beim 1:0 narrte Adrían gleich vier 96-Akteure inklusive Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler. Erst danach ging Hannover mehr Risiko. Slomka wechselte in Mohammed Abdellaoue einen weiteren Stürmer ein und läutete damit eine Schlussoffensive ein. Diouf traf direkt bei der ersten echten Torchance von 96. Mit dem insgesamt fünften Angreifer auf dem Platz, dem Polen Artur Sobiech, versuchte Slomka noch einmal alles. Statt wütender Angriffe von 96 folgte indes der bittere Volleytreffer von Torjäger Falcao. Hannovers Anhänger feierten ihr Team dennoch und sangen „Wir sind stolz auf unser Team.“

Hannover 96 - Atlético Madrid 1:2 (0:0)

Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Pogatetz, Pander (86. Sobiech) - Pinto, Schulz (73. Schmiedebach) - Schlaudraff, Rausch (71. Abdellaoue) - Ya Konan, Diouf
Atlético Madrid: Courtois - Perea, Godin, Miranda, Filipe Luis - Tiago, Suárez - Koke (65. Salvio), Diego (88. Álvaro Dominguez), Adrián López - Falcão
Schiedsrichter: Clattenburg (England)
Zuschauer: 44.000 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Adrián López (63.), 1:1 Diouf (81.), 1:2 Falcão (87.)
Gelbe Karten: Pinto / Diego, Falcão, Godin, Koke, Miranda

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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