http://www.faz.net/-gtl-74ho6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 20.11.2012, 22:42 Uhr

1:1 in Valencia Die Bayern erreichen Achtelfinale

Thomas Müller schießt den FC Bayern vorzeitig ins Achtelfinale der Champions League. Mit seinem Treffer in der 82. Minute rettet er den Münchnern das 1:1 beim FC Valencia. Im letzten Spiel gegen Borissow können sich die Bayern den Gruppensieg sichern.

© AFP Münchner Dreigestirn: Müller (rechts) hat den entscheidenden Ball gespielt

Thomas Müller hat den FC Bayern vorzeitig ins Achtelfinale der Champions League geschossen. Mit seinem Treffer in der 82. Minute rettete der Nationalspieler dem deutschen Fußball-Rekordmeister am Dienstag ein 1:1 beim FC Valencia. Das Remis in Überzahl bei den heimstarken Spaniern genügte den Münchnern, um als erster der drei deutschen Vereine in die K.o.-Runde der Königsklasse einzuziehen. Der herausragende Sofiane Feghouli hatte Valencia vor rund 42.000 Zuschauern in Führung gebracht (77.).

Zum Vorrundenabschluss am 5. Dezember kann die Elf von Trainer Jupp Heynckes im Heimspiel gegen BATE Borissow als Zugabe auch noch den angestrebten Gruppensieg perfekt machen. Um auch dieses Ziel frühzeitig zu erreichen, hätten die Bayern erstmals im Estadio Mestalla gewinnen müssen, was ihnen aber selbst mit einem Mann mehr nicht gelang. Die Rote Karte für Valencias Verteidiger Antonio Barragán (33.) nach einem groben Foul an David Alaba erwies sich nicht als Vorteil gegen die kampfstarken Spanier.

Mehr zum Thema

Diszipliniert, konzentriert und sehr gut organisiert, so bestimmten die Bayern zu Beginn das Geschehen. Javi Martínez spielte von Beginn an neben Bastian Schweinsteiger. Er erfüllte seine Aufgabe als Abschirmdienst vor der Abwehr und Fleißarbeiter im Mittelfeld unaufgeregt und zuverlässig, konnte aber vor allem in der zweiten Halbzeit im Zentrum nicht immer alle Lücken schließen.

Valencia verlagerte sich anfangs auf Konter, so dass die erste halbe Stunde recht ereignisarm verstrich. Dante mit einem Kopfball (18.) hatte die beste Bayern-Möglichkeit. Ansonsten fehlte dem deutschen Rekordmeister die letzte Entschlossenheit und der letzte gefährliche Pass in Richtung Tor. Fast hätte sich das schon früh gerächt, als der algerische Nationalspieler Feghouli mit einem Schuss aus zehn Metern Manuel Neuer im Bayern-Tor zu einer Parade zwang (32.).

155403712 © AFP Vergrößern Der Mann des Abends für die Bayern: Thomas Müller

Die halbstündige Aufwärmphase war spätestens eine Minute später endgültig vorbei, als Barragan nach einem Foul nahe der Körperverletzung Rot sah. Die Überzahl wussten die Bayern allerdings nicht zu nutzen - im Gegenteil: Fast schien es, als sei die Ordnung teilweise verloren gegangen. Der anfangs sehr engagierte und spielbelebende Franck Ribéry wirkte nach überstandener Prellung des Brustkorbs gehemmt und gehandicapt. Gefährlich für Valencia wurde es nur noch mal bei einem Distanzschuss von Claudio Pizarro (39.).

Auch nach dem Wechsel bekamen die Zuschauer zunächst kein Festival an Torchancen zu sehen. Die Bayern taten sich erstaunlich schwer. Thomas Müller hatte nach Zuspiel Ribérys aus kurzer Distanz das 1:0 auf dem Fuß, doch sein harmloser Schuss (64.) passte zu dem Abend des Nationalspielers, dem wenig gelingen wollte. Der eingewechselte kroatische Angreifer Mandzukic hatte gleich eine gute Möglichkeit, doch er erwischte den Ball nicht richtig mit dem Kopf (71.). Dank Müller war dann das 1:0 durch Feghouli nicht der ernüchternde Schlusspunkt für die Bayern.

FC Valencia - FC Bayern München 1:1 (0:0)

Valencia: Guaita – Barragan, Rami, Ricardo Costa, Cissokho – Tino Costa, Parejo (75. Jonas) – Feghouli, Guardado (86. Valdez) – Banega (80. Albelda) – Soldado.
München: Neuer – Lahm, Dante, Badstuber, Alaba – Javi Martinez, Schweinsteiger – T. Müller, Kroos (66. Shaqiri), Ribery (79. Gomez) – Pizarro (66. Mandzukic).
Tore: 1:0 Feghouli (77.), 1:1 Müller (82.).
Schiedsrichter: Webb (England).
Zuschauer: 42.000
Gelbe Karten: Guaita, Soldado / Dante, Javi Martínez
Rote Karte: Barragan (33.) wegen groben Foulspiels.

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Champions-League-Analyse Guardiolas Plan geht nicht auf

Pep Guardiola begann das Halbfinal-Hinspiel ohne Thomas Müller und Franck Ribéry. Dass die Bayern 0:1 bei Atlético verlieren, hat aber auch andere Gründe. Immerhin ist ein Lerneffekt zu erkennen. Mehr Von Sebastian Reuter

28.04.2016, 11:37 Uhr | Sport
1:0 gegen Benfica Die Höhepunkte des Bayern-Spiels im Video

Die Bayern starten furios ins Viertelfinale der Champions League. Arturo Vidal bringt die Münchner schon in der zweiten Minute in Führung. Sehen Sie alle Höhepunkt der Partie nochmal im Video. Mehr

06.04.2016, 09:22 Uhr | Sport
Bayern München Auch Neuer verlängert seinen Vertrag

Der FC Bayern baut sein Team der Zukunft auf. Nun binden die Münchner den nächsten Star langfristig. Auch Torwart Manuel Neuer unterschreibt einen neuen Vertrag. Mehr

20.04.2016, 10:55 Uhr | Sport
Video Bayern München im Halbfinale der Champions League

Bei den Spielern von Benfica Lissabon war die Stimmung zu Beginn der Partie gegen Bayern München am Mittwochabend in Lissabon am Besten. Raul Jimenez brachte die Portugiesen mit 1:0 in Führung. Doch Bayern hielt dagegen und konnte nach einem Treffer von Arturo Vidal zum 1:1 ausgleichen. Nach einer umkämpften Partie und weiteren Toren von Thomas Müller und Talisca stand es am Ende 2:2. Mehr

14.04.2016, 08:22 Uhr | Sport
DFB-Pokal Die Bayern fliegen im Stil einer Schwalbe nach Berlin

Bayern München darf nach dem Halbfinalsieg im DFB-Pokal aufs Triple hoffen – auch wegen einer unsportlichen Flugeinlage. Empörte Fußballfans erinnern an eine Schutzschwalbe aus dem Jahr 1995. Mehr Von Christian Eichler, München

19.04.2016, 22:28 Uhr | Sport
Umfrage

Wer gewinnt die Champions League?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Umfrage

Wie weit kommt das DFB-Team bei der EM 2016?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Überraschend professionell

Von Anno Hecker

Die Bayern schlagen wieder zu. Nun wollen sie Mats Hummels. Doch die große Aufregung bleibt aus. Spektakuläre Wechsel gehören zum Profigeschäft. Und Dortmund macht es letztlich auch nicht anders. Mehr 37 10