Home
http://www.faz.net/-gtm-76xuf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

1:1 gegen Genk Stuttgarter Schock in der Nachspielzeit

„Wir müssen einfach einen reinstolpern“, war die Stuttgarter Devise gegen Genk und entsprechend verläuft das Spiel. Doch nicht mal das klappt - in der Nachspielzeit geht der Schuss nach hinten los.

© AFP Vergrößern Böse Miene zum schlechten Spiel: Bruno Labbadia

Der VfB Stuttgart hat nach seiner beispiellosen Pleitenserie in der Bundesliga durch ein 1:1 (1:0) gegen den KRC Genk auch keine ordentliche Ausgangsbasis für den Einzug ins Europapokal-Achtelfinale schaffen können. Christian Gentner brachte die Schwaben mit seinem Tor in der 42. Minute in Führung. In den ersten Sekunden der Nachspielzeit schockte aber Glynor Plet die Schwaben. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag in Belgien muss der VfB um das Erreichen der nächsten Runde im internationalen Fußball-Geschäft ernsthaft bangen.

Nur noch 15.200 Zuschauer wollten den VfB Stuttgart am Donnerstagabend sehen. Trainer Bruno Labbadia setzte trotz der fünf Misserfolge in Serie auf Kontinuität und schickte exakt das Team auf den Platz, das am Samstag beim 1:4 gegen Bremen die letzte Enttäuschung hatte einstecken müssen. Dem Spiel der Schwaben war die Verunsicherung deutlich anzumerken. Spürbar war die Angst, nur keinen Fehler machen zu wollen. Einzig Ibrahima Traoré zeigte Mut und Engagement - das war aber zunächst zu wenig.

Mehr zum Thema

Wenn sich doch eine Chance bot, wurde diese erstmal leichtfertig vertan. Vedad Ibisevic (15.) lief allein auf Genk-Torwart Laszlo Köteles zu, scheiterte aber an dem Schlussmann. Auch Martin Harnik (31.) konnte das ersehnte Führungstor nicht erzwingen, als er aus kurzer Distanz Köteles anschoss.

Genk präsentierte sich nicht als übermächtiger Gegner, hatte aber lange keine Probleme, den VfB in Schach zu halten. Stürmer Elyaniv Barda (15.) hätte per Kopfball beinahe ein Tor für die Gäste erzielt. VfB-Torwart Sven Ulreich streckte sich aber gerade noch erfolgreich und lenkte den Ball um den Pfosten.

„Wir müssen einfach einen reinstolpern“

Kurz vor der Pause kam dann doch noch die vorläufige Erlösung. Einen Schuss von Gotuko Kasai ließe Köteles abprallen. Ibisevic schlug noch ein Luftloch, doch Gentner lupfte den Ball zur Führung ins Tor - nicht glanzvoll, aber auch nicht unverdient. „Ich habe gesagt: ’Wir müssen einfach einen reinstolpern’“, sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic erleichtert.

Die erhoffte Befreiung trat beim VfB aber nicht ein. Das Spiel blieb auf einem sehr mäßigen Niveau. Da auch der Vierte der belgischen Fußball-Liga keinen ganz großen Aufwand betrieb, plätscherte das Spiel ohne großer Aufreger dem Ende entgegen - doch dann kam der große Schock in der Nachspielzeit durch Plets spätes Kopfballtor.

VfB Stuttgart - KRC Genk 1:1 (1:0)

Schiedsrichter: Karassew (Russland)
Zuschauer: 15 200
Tore: 1:0 Gentner (42.), 1:1 Plet (90.+1)
Gelbe Karten: Boka, Ibisevic, Niedermeier / -

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
3:3 gegen Leverkusen Total verrücktes Spiel in Stuttgart

Nach der desolaten ersten Halbzeit droht Stuttgart der Untergang. Doch nach dem 0:3 kämpft sich der VfB zurück. Leverkusen hält nicht mehr dicht und den Stuttgartern gelingt noch das 3:3. Mehr Von Roland Zorn, Stuttgart

18.10.2014, 17:48 Uhr | Sport
Die Schauspielerin

Carolina Vera, bekannt als Staatsanwältin im Stuttgarter Tatort, hört besonders gerne Podiumsdiskussionen zu und schaut sich einfach mal um. Mehr

09.10.2014, 11:31 Uhr | Feuilleton
Eintracht Frankfurt Der nächste Schock

Eintracht Frankfurt muss für Wochen auf Abwehrchef Zambrano verzichten: Der Peruaner zog sich einen kompletten Außenbandriss im rechten Knie zu. Mehr Von Ralf Weitbrecht, Frankfurt

15.10.2014, 23:21 Uhr | Sport
Klinsmann will gegen Belgien die Überraschung schaffen

Im WM-Achtelfinale spielen die Vereinigten Staaten am Dienstagabend gegen Belgien. Klinsmanns Mannschaft hat bei dieser WM schon mehr erreicht, als viele ihr zugetraut hätten. Jetzt will er noch höher hinaus. Mehr

01.07.2014, 12:26 Uhr | Sport
1:1 gegen Irland Schock für den Weltmeister

In der Nachspielzeit trifft Irland zum 1:1 und sorgt für den zweiten Rückschlag nach dem 0:2 in Polen. Kroos’ Tor nutzt der DFB-Elf nicht, weil O’Shea den Weltmeister spät schockt. Mehr Von Michael Horeni, Gelsenkirchen

14.10.2014, 22:44 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 14.02.2013, 20:50 Uhr

Umfrage

Welcher ist Ihr Fußballspruch des Jahres 2014?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Bayern hat das Wettrüsten gewonnen

Von Michael Horeni

Den Mythos als unbeugsames Team hat Dortmund verspielt. Bayern München hat das deutsche Fußball-Wettrüsten gewonnen. Es leidet nur noch der BVB und mit ihr vor allem Trainer Jürgen Klopp. Mehr 43 18