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1:1 gegen Genk : Stuttgarter Schock in der Nachspielzeit

  • Aktualisiert am

Böse Miene zum schlechten Spiel: Bruno Labbadia Bild: AFP

„Wir müssen einfach einen reinstolpern“, war die Stuttgarter Devise gegen Genk und entsprechend verläuft das Spiel. Doch nicht mal das klappt - in der Nachspielzeit geht der Schuss nach hinten los.

          Der VfB Stuttgart hat nach seiner beispiellosen Pleitenserie in der Bundesliga durch ein 1:1 (1:0) gegen den KRC Genk auch keine ordentliche Ausgangsbasis für den Einzug ins Europapokal-Achtelfinale schaffen können. Christian Gentner brachte die Schwaben mit seinem Tor in der 42. Minute in Führung. In den ersten Sekunden der Nachspielzeit schockte aber Glynor Plet die Schwaben. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag in Belgien muss der VfB um das Erreichen der nächsten Runde im internationalen Fußball-Geschäft ernsthaft bangen.

          Nur noch 15.200 Zuschauer wollten den VfB Stuttgart am Donnerstagabend sehen. Trainer Bruno Labbadia setzte trotz der fünf Misserfolge in Serie auf Kontinuität und schickte exakt das Team auf den Platz, das am Samstag beim 1:4 gegen Bremen die letzte Enttäuschung hatte einstecken müssen. Dem Spiel der Schwaben war die Verunsicherung deutlich anzumerken. Spürbar war die Angst, nur keinen Fehler machen zu wollen. Einzig Ibrahima Traoré zeigte Mut und Engagement - das war aber zunächst zu wenig.

          Wenn sich doch eine Chance bot, wurde diese erstmal leichtfertig vertan. Vedad Ibisevic (15.) lief allein auf Genk-Torwart Laszlo Köteles zu, scheiterte aber an dem Schlussmann. Auch Martin Harnik (31.) konnte das ersehnte Führungstor nicht erzwingen, als er aus kurzer Distanz Köteles anschoss.

          Genk präsentierte sich nicht als übermächtiger Gegner, hatte aber lange keine Probleme, den VfB in Schach zu halten. Stürmer Elyaniv Barda (15.) hätte per Kopfball beinahe ein Tor für die Gäste erzielt. VfB-Torwart Sven Ulreich streckte sich aber gerade noch erfolgreich und lenkte den Ball um den Pfosten.

          „Wir müssen einfach einen reinstolpern“

          Kurz vor der Pause kam dann doch noch die vorläufige Erlösung. Einen Schuss von Gotuko Kasai ließe Köteles abprallen. Ibisevic schlug noch ein Luftloch, doch Gentner lupfte den Ball zur Führung ins Tor - nicht glanzvoll, aber auch nicht unverdient. „Ich habe gesagt: ’Wir müssen einfach einen reinstolpern’“, sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic erleichtert.

          Die erhoffte Befreiung trat beim VfB aber nicht ein. Das Spiel blieb auf einem sehr mäßigen Niveau. Da auch der Vierte der belgischen Fußball-Liga keinen ganz großen Aufwand betrieb, plätscherte das Spiel ohne großer Aufreger dem Ende entgegen - doch dann kam der große Schock in der Nachspielzeit durch Plets spätes Kopfballtor.

          VfB Stuttgart - KRC Genk 1:1 (1:0)

          Schiedsrichter: Karassew (Russland)
          Zuschauer: 15 200
          Tore: 1:0 Gentner (42.), 1:1 Plet (90.+1)
          Gelbe Karten: Boka, Ibisevic, Niedermeier / -

          Quelle: FAZ.NET

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