22.06.2010 · Im Nebenspiel der Gruppe A gewinnt Uruguay 1:0 gegen Mexiko und ist im Achtelfinale Favorit gegen Südkorea. Auch Mexiko kommt dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Südafrika weiter - und muss nun gegen Argentinien antreten.
Luis Suarez hat den zweimaligen Weltmeister Uruguay erstmals seit 20 Jahren wieder in ein WM-Achtelfinale geschossen. Der Angreifer von Ajax Amsterdam bescherte der Celeste mit seinem Treffer in der 43. Minute einen 1:0 (1:0)-Sieg am letzten Spieltag der Vorrundengruppe A gegen Mexiko. El Tri reichte die knappe Niederlage ebenfalls zum Einzug in die K.o.-Runde, in der Mexiko zuletzt 1990 gefehlt hatte.
„Es war wichtig, dass wir gewonnen haben, noch wichtiger aber ist es, dass wir weitergekommen sind. Das war eine großartige Partie von uns. Jetzt aber wird“s richtig schwierig, egal gegen wen wir nun spielen müssen“, sagte Uruguays Torjäger Diego Forlan. Der Mexikaner Marquez dachte schon an das Achtelfinale gegen Argentinien: „Es hängt alles nur von uns ab. Argentinien hat zwar eine sehr gute Mannschaft mit sehr starkem Angriff, aber wir haben gegen Frankreich gezeigt, was wir können“, sagte er.
Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Bei einem Remis hätte Uruguay als Sieger der Gruppe A vor Mexiko festgestanden - und der Gastgeber Südafrika sowie Vize-Weltmeister Frankreich wären draußen gewesen. Im Vorfeld des Spiels hatten beide Lager aber Vermutungen zurückgewiesen, wonach sie sich wie Deutschland und Österreich bei der „Schande von Gijon“ 1982 auf ein Ergebnis einigen könnten. Das 1:0 reichte trotzdem beiden - weil Südafrika nur 2:1 gewann.
Der Mexikaner Guillermo Franco versuchte den Sorgen vor 33.425 Zuschauern im Royal-Bafokeng-Stadion gleich nach wenigen Sekunden mit einem Gewaltschuss aus 30 Metern entgegenzutreten, verfehlte aber das Tor. Auch Uruguay probierte es mit Maxi Pereira aus der Distanz - ebenfalls ohne Ertrag. Auch der gute Suarez hätte alle Befürchtungen bereits nach sechs Minuten wegwischen können: Nach einem haarsträubenden Fehler von Verteidiger Hector Moreno kam er halbrechts frei zum Schuss - doch er zielte knapp vorbei.
Überhaupt war Uruguay bis zur Führung das mutigere Team. Mauricio Victorino, der in der Innenverteidigung den verletzten Diego Godin ersetzte, hatte die nächste Chance, köpfte aus acht Metern aber über das Tor (18.). In einem munteren Spiel, in dem manches allerdings auch wie Aktionismus anmutete, vernachlässigten beide Teams die Arbeit in der Defensive, und so ergaben sich weitere Möglichkeiten. Alvaro Pereira vergab für Uruguay (21.), der Mexikaner Andres Guardado traf aus 25 Metern nur die Unterkante der Latte (22.).
Ein Flitzer sorgte für Verwirrung
Als sich die Kunde von Südafrikas 1:0-Führung gegen Frankreich herumgesprochen hatte, wurden beide Mannschaften etwas vorsichtiger. Weitere Tore des Gastgebers hätten für den Verlierer dieser Partie das Aus bedeuten können. Das 2:0 der Bafana Bafana ließ den Profis in Rustenburg die Beine deshalb noch mehr schlottern. Luis Suarez (43.) brachte Uruguay dann aber doch in Führung: Nach einer Flanke von Edinson Cavani köpfte er aus sechs Metern ein.
Direkt nach dem Treffer stürmte ein mexikanischer Fan den Platz. Das Sicherheitspersonal fühlte sich für den Flitzer offenbar nicht zuständig. Der Mann lief bis zum Tor von Uruguay, legte sich dort auf den Rasen und rannte anschließend Richtung Laufbahn. Erst an der Eckfahne stellte ein Mann in Anzug den Störenfried und brachte ihn unsanft zu Fall. Anschließend wurde er aus dem Innenraum des Stadions geführt.
Mexiko drängte auf den Ausgleich
Nach dem Wiederanpfiff reagierte Trainer Javier Aguirre auf den Rückstand. Er verstärkte mit der Hereinnahme von Angreifer Pablo Barrera und kurz darauf von zwei weiteren frischen Kräften die Offensive. Zunächst hätte es aber beinahe 0:2 gestanden, doch Keeper Pérez parierte bei Diego Luganos Kopfball (54.) glänzend.
Danach drängte die „Tri“ mit Macht auf den Ausgleich, jedoch war bei den oft überhastet vorgetragenen Aktionen meist am Strafraum der Uruguayer Endstation. Dennoch hätte Francisco Rodriguez (64.) bei einer „Hundertprozentigen“ den Ausgleich für seine Elf markieren müssen, doch der weit aufgerückte Abwehrspieler köpfte freistehend am Gehäuse vorbei. Alle weiteren Versuche der Mexikaner wurden eine sichere Beute von Uruguays Schlussmann Fernando Muslera, der seinen Kasten bei dieser WM-Endrunde damit weiter sauber halten konnte.
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |