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0:2 gegen Everton Nürnberg weiter auf Talfahrt

09.11.2007 ·  Beim Start in die Gruppenphase des Uefa-Cups verlor der Club mit 0:2 gegen den Favoriten FC Everton. „Diese Niederlage war absolut selbst gemacht“, bilanzierte Trainer Meyer - denn die Nürnberger hatten couragiert und offensiv gespielt.

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Der 1. FC Nürnberg hat seine Pleitenserie auch auf internationaler Bühne nicht stoppen können. Die Mannschaft von Trainer Hans Meyer kassierte am Donnerstagabend beim Start in die Gruppenphase des Uefa-Cups mit dem 0:2 (0:0) gegen den Favoriten FC Everton schon die vierte Pflichtspiel-Niederlage in Serie. Mikel Arteta per Foulelfmeter (83. Minute) und der eingewechselte Victor Anichebe (88.) sicherten dem Achten der englischen Premier League mit späten Treffern den zweiten Sieg und damit die Tabellenführung in der Gruppe A. Glauber hatte Anichebe vor dem 0:1 im Strafraum festgehalten.

„Diese Niederlage war absolut selbst gemacht. Das hat nichts mit Klasse zu tun, sondern nur mit Disziplin“, ereiferte sich Meyer und haderte mit den unnötigen Fehlern seines Teams. „Ich muss mich jetzt zurückhalten, werde darüber schlafen und erst morgen mit der Mannschaft sprechen.“ Für Stürmer Iwan Saenko wäre ein Remis „100prozentig verdient gewesen. Wir haben ein heute ein super Spiel gemacht.“

Couragiert und offensiv

Nur Zentimeter fehlten, dann wären die Gastgeber vor 43.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion schon nach 20 Sekunden in Rückstand geraten - doch der Schuss des australischen Nationalspielers Tim Cahill landete am Pfosten. Das Glück war erneut auf Seiten des „Clubs“, als Cahill knapp an einer scharfen Hereingabe vorbeirutschte (17.). Von dem Doppel-Schock erholte sich der Pokalsieger zwar schnell, die erste zwingende Aktion gelang aber erst nach 22 Minuten, als Peer Kluge mit seinem straffen Schuss von der Strafraumgrenze knapp verzog. Als sich Dominik Reinhardt ein Herz fasste und aus 18 Metern (29.) abzog, konnte Evertons Keeper Tim Howard den Ball gerade noch um den Pfosten lenken.

Flügelspiel und präzise Hereingaben - mit diesem Rezept konnte das britische Bollwerk geknackt werden. „Wir sind klarer Außenseiter“, hatte Sportdirektor Martin Bader das Kräfteverhältnis vor dem deutsche-englischen Duell beschrieben. Dennoch agierten die Nürnberger couragiert und offensiv, keineswegs wie ein Abstiegskandidat der Fußball-Bundesliga.

Charisteas fehlte abermals

Während Kluge ein ganz starkes Spiel machte, konnte Meyer, der am Freitag sein zweijähriges Dienstjubiläum beim „Club“ feiert, mit seiner Doppelspitze Saenko/Marek Mintal nicht zufrieden sein. Europameister Angelos Charisteas fehlte abermals: Der Grieche arbeitet an seinem Comeback und könnte am Sonntag im Bundesliga-Kellerduell in Bielfeld wieder in den Kader zurückkehren.

Der Club aus Liverpool, der mit einem 3:1 gegen den griechischen Club AE Larissa in die Gruppenphase gestartet war, konnte aus seiner Feldüberlegenheit lange Zeit kein Kapital schlagen. Nürnberg bot den „Toffees“ die Stirn und arbeitete sich auch nach der Pause Chancen heraus. Beim Schuss von Mintal war Howard auf der Hut (48.).

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