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WM-Qualifikation : Skibbes Griechen verlieren deutlich

  • Aktualisiert am

Können Michael Skibbe und Griechenland im Rückspiel noch das Ruder herumreißen? Bild: dpa

Mit einer klaren Niederlage in Kroatien stehen die Griechen vor dem WM-Aus. Die Schweizer „Nati“ darf hingegen hoffen – auch dank einer strittigen Schiedsrichterentscheidung.

          Michael Skibbe und die griechische Nationalmannschaft haben nur noch sehr geringe Chancen auf die Qualifikation für die Fußball-WM in Russland. Die vom deutschen Coach trainierten Hellenen unterlagen im Playoff-Hinspiel am Donnerstagabend Kroatien mit 1:4 (1:3) und präsentierten sich extrem schwach. Die Schweiz verschaffte sich gegen Nordirland eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel. Die Eidgenossen gewannen ihr Qualifikationsduell in Belfast 1:0 (0:0).

          In Zagreb übernahm Kroatien von Beginn an das Kommando und spielte nach vorne. Griechenland zog sich zurück, Skibbes Team beschränkte sich auf das Verteidigen. Das ging nicht lange gut: Der griechische Keeper Orestis Karnezis foulte Nikola Kalinic im Strafraum, nachdem er zuvor den Ball vertändelt hatte. Toni Kroos’ Teamkollege von Real Madrid, Luka Modric, verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:0 (13. Minute). Kroatien machte weiter Druck. Nur sechs Minuten nach dem Führungstor verlängerte Kalinic eine flache Hereingabe von der linken Seite elegant per Direktabnahme ins Tor.

          Spielplan der Fußball-WM 2018 in Russland

          Die Griechen zeigten sich nur ganz selten in der Nähe des gegnerischen Strafraums. Entsprechend überraschend war der Anschlusstreffer: Verteidiger Sokratis von Borussia Dortmund köpfte nach einer Ecke zum 1:2 ein (30.). Die Freude darüber hielt allerdings nicht lange an. Ivan Perisic der in der Bundesliga ebenfalls mal für den BVB gespielt hatte, erzielte in der 33. Minute bereits das dritte Tor für Kroatien. Nach der Pause legte Hoffenheims Offensivmann Andrej Kramaric noch einen weiteren Treffer nach (49.).

          Früherer Wolfsburger Rodríguez sicher vom Punkt

          Im Parallelspiel machten es die Schweizer besser als die Griechen. Das Team um Granit Xhaka vom FC Arsenal, den ehemaligen Münchner Xherdan Shaqiri und Torwart Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach erspielte sich bereits im ersten Durchgang zahlreiche Torchancen. Es dauerte jedoch bis zur 58. Minute, ehe den Gästen der wichtige Treffer auf fremdem Platz durch einen äußerst fragwürdigen Handelfmeter gelang. Der rumänische Schiedsrichter Ovidiu Hategan hatte ein Handspiel von Corry Evans im Sechzehner gesehen. Der ehemalige Wolfsburger Ricardo Rodríguez verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:0.

          Am Sonntag treffen sich die Mannschaften in Piräus und Basel zu den Rückspielen. Das große Ziel aller Teams, die Weltmeisterschaft 2018, findet vom 14. Juni bis zum 15. Juli statt.

          Quelle: dpa

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