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FAZ.NET-Prognose : Und wer wird jetzt Weltmeister?

  • Aktualisiert am

Eines ist vor der WM 2018 sicher: Bastian Schweinsteiger (links) und Lukas Podolski holen den Pokal diesmal nicht – aber vielleicht wieder Deutschland? Bild: dpa

Wer diese Frage schon beantworten kann, hat allen anderen etwas voraus. Doch es gibt Hilfe. FAZ.NET präsentiert zur WM 2018 wieder detaillierte Prognosen nach einem speziellen Rechenmodell.

          Alle vier Jahre beschäftigt die Fußball-Welt vor allem eine Frage: Und wer wird jetzt Weltmeister? Die Bandbreite der Antworten ist groß, selbst wenn manch prominente Kandidaten mangels Teilnahme diesmal ausscheiden. Stichwort Italien. Stichwort Holland. Favoriten gibt es natürlich trotzdem noch einige, nicht zuletzt die deutsche Nationalmannschaft, die als Sieger von 2014, antritt. Die einfachste Variante, die Eingangsfrage zu beantworten, ist natürlich, seinen Wunsch zu äußern: Na, wir werden es natürlich. Wobei mit „wir“ dabei immer die Auswahl der eigenen Nation gemeint ist.

          Vor dem Turnier in Russland, das am Donnerstag beginnt (Alle Spiele im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM) gibt es natürliche Favoriten. Deutschland? Klar, der Weltmeister. Brasilien? Ja, die haben sich erholt vom Drama vor vier Jahren? Spanien? Spielen einen tollen Fußball. Frankreich? Die haben doch starke junge Spieler. Argentinien? Messi! Portugal? Ronaldo! Belgien? Oh, der Geheimtipp. England? Nun ja – aber nur ohne Elfmeterschießen …

          Statt sich auf seine Spekulation, seinen Wunsch oder einfach nur ein Gefühl zu verlassen gibt es auch eine wissenschaftliche Methode. Professor Daniel Memmert und Fabian Wunderlich vom Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik an der Deutschen Sporthochschule in Köln beschäftigen sich seit Jahren mit Vorhersagen im Fußball und entwickelten ein Modell, das die Wahrscheinlichkeit berechnet, wer ein Spiel und am Ende die WM gewinnt. Die Ergebnisse haben sie exklusiv für FAZ.NET schon bei der WM 2014 und der EM 2016 präsentiert.

          Daniel Memmert (links) und Fabian Wunderlich.

          Die Prognose ergibt sich durch die Kombination aus Wettquoten und der Weltrangliste des Fußball-Weltverbandes Fifa. Diese bildet vergangene Leistungen ab und fließt zu 20 Prozent ein. Die Quoten der Wettanbieter indes betrachten die Erwartungen an zukünftige Ergebnisse und können neben bisherigen Ergebnissen auch Informationen über Form oder Verletzungen berücksichtigen. Daher erfahren sie eine höhere Gewichtung und machen 80 Prozent der Prognose aus. Dabei können sich aus Weltrangliste und Wettquoten unterschiedliche Bewertungen ergeben. So ist Deutschland in der Weltrangliste knapp vor Brasilien plaziert, während der Wettmarkt Brasilien leicht vorne sieht.

          Aus den Wettquoten lassen sich relativ einfach Gewinnwahrscheinlichkeiten für den WM-Titel ableiten, wobei das Team mit der kleinsten Quote die höchste Gewinnwahrscheinlichkeit besitzt. Die Ableitung aus der Weltrangliste ist deutlich komplexer. Hierfür wurde die WM 100.000 Mal simuliert. Russland bekam dabei einen Bonus durch den Heimvorteil. Bei der Simulation werden zunächst die Leistungsstärken aus der Punktzahl der Weltrangliste ermittelt. Es ergibt sich ein durchschnittliches Ergebnis für jedes Spiel, aus dem sich ableiten lässt, welche Resultate mit welcher Wahrscheinlichkeit auftreten werden. Bei häufiger Simulation ergibt sich eine realistische Wahrscheinlichkeit, den WM-Titel zu gewinnen. Und wer wird nun Weltmeister? Das ist das Ergebnis des Rechenmodells:

          Und was fange ich jetzt damit an? Am besten versuchen Sie ihr Glück im WM-Tippspiel bei FAZ.NET. Dort gibt es Preise im Gesamtwert von 12.000 Euro zu gewinnen.

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          Wer führt die WM-Prognose durch?

          Daniel Memmert, Professor und geschäftsführender Institutsleiter am Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik, kennt insbesondere auch die psychologischen Tücken von Vorhersagen und konnte in eigener Forschung belegen, dass sich Experten dabei regelmäßig überschätzen. Daher empfiehlt er statt auf einzelne Expertenmeinungen lieber auf die Prognosen von datenbasierten Modellen zu vertrauen. Der Mathematiker Fabian Wunderlich hat mehrere Jahre im Sportwetten-Bereich gearbeitet, promoviert derzeit im Bereich „Big Data und Vorhersagemodelle im Sport“ und betreibt nebenbei die Website Tipponaldo.de.

          Gemeinsam haben beide in einer aktuellen Studie den Nutzen von Wettquoten für die Analyse von Leistungsstärken und in der Vorhersage von Fußballspielen untersucht. Aber auch den Nutzen der oft gescholtenen Fußball-Weltrangliste der Fifa im Vorhersagekontext konnten beide in einer Studie aus 2016 bereits belegen.

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