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Fußball-Sprache Lahmen und löwen

Wir haben keinen Ibrahimovic, und deshalb gibt es im Deutschen auch kein „zlatanera“ für „stark dominieren.“ Und „lahmen“ für „entschlossen führen“ oder „löwen“ für „taktisch überrumpeln“ überzeugt wohl kaum.

© dpa Der eine löwt, der andere lahmt, aber keiner zlataniert: Fußball-Sprache 2012

Sehr geehrte Duden-Redaktion, im Namen des deutschen Fußballs möchten wir uns mit einem nationalen Auftrag an Sie wenden: Wie Sie gewiss mitbekommen haben, hat sich unsere Nationalmannschaft in diesem Jahr gegen Schweden zum Gespött gemacht. Als wäre das nicht genug, waren die Skandinavier nun auch noch so dreist, ein Verb in ihren Wortschatz aufzunehmen, das uns vor diesem Hintergrund als böswillige Provokation erscheinen muss: „zlatanera“, was so viel bedeuten soll wie „(stark) dominieren“.

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Nun haben wir, wie Sie wissen, leider keinen Zlatan Ibrahimovic in unserer Nationalelf. Aber vielleicht wäre es Ihnen möglich, zumindest sprachlich etwas entgegenzusetzen. Natürlich hätten wir Ihnen gerne erste Vorschläge in dieser Sache zukommen lassen, sind aber über wenig überzeugende Versuche („lahmen“ für „entschlossen führen“ oder „löwen“ für „taktisch überrumpeln“) nicht hinausgekommen.

Vielleicht könnten Sie sich bei dieser Gelegenheit Ihren Eintrag zu „müllern“ noch mal ansehen. „Nach den Vorschriften des dänischen Gymnastiklehrers J. P. Müller (1866-1938) Gymnastik betreiben“, heißt es da. Uns ist, als ließe sich auch irgendwas mit Fußball daraus machen!

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 29.12.2012, 15:06 Uhr

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Von Christoph Becker

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