Das olympische Fußball-Turnier bleibt eine Domäne der Amerikanerinnen. Beim 2:1 (1:0) im Finale über Japan stürmten die Amerikanerinnen am Donnerstag zum insgesamt vierten Olympiasieg nach 1996, 2004 und 2008. Anders als vor einem Jahr behielten sie in der Neuauflage des WM-Endspiels von Frankfurt die Oberhand.
Vor der olympischen Rekordkulisse von 80.203 Zuschauern im Londoner Wembleystadion sorgte Matchwinnerin Carli Lloyd (8./54. Minute) mit zwei Toren für den knappen Sieg. Dagegen vergab das Team aus Japan um die Bundesliga-Spielerinnen Yuki Ogimi (Potsdam), Saki Kumagai (Frankfurt) und Ando Kozue (Duisburg) die Chance auf den ersten Olympiasieg eines asiatischen Fußball-Teams. Daran konnte auch der Anschlusstreffer von Ogimi (63.) nichts ändern.
Als erste DFB-Schiedsrichterin durfte Bibiana Steinhaus ein Olympia-Finale der Fußball-Frauen pfeifen. Die 33-Jährige hatte bereits das WM-Endspiel zwischen beiden Mannschaften im Vorjahr geleitet. Wie schon im WM-Endspiel im Vorjahr erwischte die Amerikanerinnen den besseren Start. Die Führung durch den Kopfball von Lloyd aus kurzer Distanz nach Flanke von Alex Morgan war der frühe Lohn für größeres Engagement.
Doch die Antwort der Japanerinnen ließ nicht lange auf sich warten. So waren Nahomi Kawasumi (17.), Shinobu Ohno (38.) und Ogimi (18./33.), die zunächst mit einem Kopfball an Torfrau Hope Solo scheiterte und wenig später die Latte traf, dem Ausgleich nahe. Allerdings stand den Weltmeisterinnen in der 28. Minute das Glück zu Seite, als nur der Pfosten ein Eigentor verhinderte.
Ähnlich munter wie in der ersten Halbzeit ging es auch nach Wiederanpfiff weiter. Japan drängte auf den Ausgleich. Diese Taktik machte sich für den Titelverteidiger bezahlt: Ein Solo über 30 Metern schloss die überragende Lloyd mit einem sehenswerten Fernschuss ins lange Eck zur 2:0-Führung ab. Der Anschlusstreffer von Ogimi aus kurzer Distanz brachte das amerikanische Team ins Wanken, aber nicht zu Fall. Mit Glück und Geschick retteten die Amerikanerinnen den Sieg über die Zeit.
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