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Fußball-Länderspiele Die Tage der Testspiele

 ·  Die heiße Phase vor der Fußball-WM beginnt. 28 Länderspiele stehen diese Woche auf dem Programm, darunter Klassiker wie England - Italien.

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Zwei Monate vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan steigt das WM-Fieber auf dem gesamten Globus gewaltig an. Insgesamt 28 Länderspiele stehen am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag auf dem Fifa-Kalender. Dabei überprüfen außer Mexiko und China alle Endrunden-Teilnehmer ihre WM-Form.

Die meisten Nationalmannschaften scheuen sich nicht vor großen Gegnern, so dass Spiele wie Holland - Spanien (Rotterdam), Brasilien - Jugoslawien (Fortaleza) und Frankreich - Schottland (Paris) auf dem Programm stehen. Direkte Duelle von WM-Teilnehmern liefern sich unter anderem Argentinien - Kamerun (Genf), England - Italien (Leeds), Irland - Dänemark (Dublin) und Kroatien - Slowenien (Zagreb).

Kamerun: Fußball mit Begeisterung

Winnie Schäfer, Coach des Afrika-Cup-Gewinners Kamerun, gibt sich vor dem Spiel gegen Argentinien gelassen. „Ich habe meine Stammelf zusammen und bin glücklich damit. In den kommenden Spielen werde ich nicht mehr viel experimentieren. Wir wollen jetzt Konstanz erreichen“, sagte der 52-Jährige vor der Partie in Genf. „Das Teamverhalten ist sensationell. Sie spielen mit einer unglaublichen Begeisterung für ihr Land, für ihre Familie, für den Präsidenten. Natürlich auch für sich selbst.“

Schottland: Berti Vogts nicht zum Trikot-Tausch in Paris

Ein nicht zur WM qualifizierter namhafter Coach erlebt im Stade de France seine Feuertaufe. Berti Vogts feiert seinen Einstand mit den Schotten beim Welt- und Europameister Frankreich. „Wir fahren nicht zum Trikot-Tausch nach Paris“, meinte der 55-Jährige, der sieben Neulinge in sein Team berufen hat. „Schottland hat sich nicht für die WM qualifiziert. Da ist es klar, dass neue Wege gegangen werden müssen“, verdeutlichte der langjährige deutsche Bundestrainer.

Frankreich: Djorkaeff ersetzt Pires

Bei den Franzosen ist der Ex-Lauterer Youri Djorkaeff seit langer Zeit wieder im Aufgebot und ersetzt Robert Pires, der einen Kreuzbandriss erlitten hatte und für die WM ausfällt. „Ich werde nicht heulen. Es ist nunmal passiert, aber ich werde noch stärker zurückkommen“, meinte der 28-jährige Pires kämpferisch. Der französische Trainer Roger Lemerre sieht den Ausfall des Mittelfeldspielers nüchtern: „Es ist eine große Enttäuschung, aber keine Katastrophe.“

Brasilien: Ronaldo wieder dabei

Dagegen feiert der brasilianische Superstar Ronaldo nach zahllosen Verletzungen sein Comeback in der Nationalmannschaft. „Ich bin ziemlich nervös. Aber das ist wohl normal, wenn man zwei Jahre nicht gespielt hat“, meinte er vor der Partie gegen Jugoslawien in Fortaleza. Der Druck wird von seinem Trainer Luiz Felipe Scolari noch verstärkt. „Wir brauchen eine definitive Antwort darauf, ob er für uns bei der WM spielen kann“, erklärte der Coach. „Wir wollen Ronaldo mindestens 45 Minuten einsetzen und dabei beobachten, wie das Team auf ihn reagiert. Er ist wie ein Unbekannter. Niemand weiß, wie fit er ist“, erläuterte Scolari.

England: Eriksson plant Wechselspiel

Unterdessen dürfen sich die Zuschauer in Leeds beim Gastspiel Italiens auf eine Wechselorgie gefasst machen. „Alle Spieler kommen von Klubs, die um den Titel spielen, in der Champions League aktiv sind oder sich für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren wollen“, begründete der englische Coach Sven-Göran Eriksson die geplante Rotation. Davon könnte der Münchener Owen Hargreaves profitieren: „Er spielt momentan wirklich gut. Er ist ein Spieler, den man gut gebrauchen kann“, schürte Eriksson die WM-Hoffnungen des 21-Jährigen.

Italien: Trapattonis Countdown hat begonnen

„Wenn wir auf Cape Canaveral wären, würde ich sagen, dass der Countdown jetzt begonnen hat. Das ist der erste von drei ausschlaggebenden Tests“, erklärte Italiens Coach Giovanni Trapattoni vor der Partie. „Trap“ muss ohne Alessandro Del Piero und Paolo Maldini auskommen und will ebenfalls viel ausprobieren: „Ich habe mit Eriksson telefoniert und begrüße seinen Vorschlag. Wir wollen das Spiel nicht zerstören, aber wenn nötig, werden wir alle Spieler auswechseln.“

Großeinsatz für deutschen Trainerstab

Der Spieltag wird auch für den Trainerstab des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum Großeinsatz. Unter genauer Beobachtung stehen die Partien der deutschen WM-Gruppengegner Kamerun, Irland und Saudi-Arabien (gegen Uruguay in Riad).

Während die deutschen Elite-Kicker in Rostock gegen die USA ihre Form überprüfen, reisen 60 Bundesliga-Legionäre kreuz und quer durch die Welt, um für ihre Nationalteams anzutreten. Die weiteste Reise haben die nicht zur WM qualifizierten Bulgaren Krassimir Balakow (Stuttgart) und Dimitar Berbatow (Leverkusen) auf sich genommen: Sie messen in New York die Kräfte mit WM-Teilnehmer Ecuador.

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