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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fußball-Kommentar Magaths gutes Recht

 ·  Felix Magath will eine Strafe des DFB nicht akzeptieren und geht in Berufung. Die Empörung im Verband über den renitenten Wolfsburger Trainer beweist: die Funktionäre treffen derzeit jedes noch so verborgene Fettnäpfchen mit Volldampf.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)

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Felix Roske

Nicht ungewöhnlich...

Das Verhalten des DFB ist mittlerweile überhaupt nicht ungewöhnlich: Wer zum Beispiel einen Strafzettel wegen Falschparkens anzweifelt und das ganze gerichtlich oder außergerichtlich überprüfen lassen möchte, kann schon mal gleich eine sog. "Verwaltungsgebühr" bereitlegen, die die Verwarnung um ein Vielfaches übersteigt. Mit anderen Worten: Das Risiko für eine Überprüfung ist in der Praxis viel zu groß. Motto: "Schluck es einfach 'runter und wehe Du gehst dagegen vor, dann drücken wir Dir nämlich richtig eins rein!" So hält sich die Politik die sogenannten "Querulanten" vom Hals. Und das sind Leute, die eben nun mal einfach nur ihre Verfassungsrechte wahrnehmen. Was der DFB hier macht, ist nichts anderes als gängige Praxis. Rechtsstaatlichkeit? Adieu!

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J. H.

Nachgetreten ...

Der seit langem pensionierte Schiedsrichter Eschweiler hat auf die Frage nach seinem Befinden einmal geantwortet "außer dem angeborenen Dachschaden keine weiteren Verschlechterungen“. Der wußte noch, daß das Spiel und der faire Verlauf im Mittelpunkt seiner Tätigkeit steht und spielte sich nicht auf wie eine beleidigte Leberwurst. Er beklagte aber auch, daß der en Schiedsrichtern zugesagte Ermessensspielraum vom DFB stets eingeengt wurde. Beides schadet dem Fußball. Und so ist die Auseinandersetzung zwischen Magath und dem DFB weniger eine auf der juristischen und mehr auf der allgemein menschlichen Ebene. Deshalb ist dem Wolfsburger Trainer aber auch Recht zu geben: Der Verbannung auf die Tribüne hätte vollkommen ausgereicht. Der DFB nutzt die Gelegenheit, um sich aufzuspielen - was er eigentlich nicht nötig hat.

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Joachim Schlegel

steine umdrehen

na da hat ja der gute herr klinsmann scheinbar einige steine liegenlassen die er beim dfb eigentlich alle umdrehen wollte. der dfb eifert scheinbar den herren im vatikan nach. es fehlt nur noch dass felix magath exkommuniziert wird.

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Marco Zeino
Marco Zeino (Zeini) - 05.12.2008 12:18 Uhr

Unglaubliche Rechtsvorstellungen! Pfui Teufel!

Ob Magath Recht hat oder nicht ist völlig unerheblich. Das Rechtsverständnis des DFB hat subtil totalitäre Anwandlungen. Das wird hier wieder ersichtlich. Da sitzen also wirklich Juristen beim DFB, die mit Druck versuchen unliebsame Zeitgenossen klein und stromlinienförmig zu halten. Da ich selbst Jurist bin muss ich mich schon wundern, dass diese Kollegen offensichtlich in ihrem Studium der Vorlesung Rechtstaatlichkeit und Rechtsweggarantie ferngeblieben sind. Vielleicht kommen die ja aus der DDR? Ich möchte die FAZ dringend bitten an der Thamtik dauerhaft dran zu bleiben und die Missstände in diesem Klüngel schonungslos zu recherchieren und offenzulegen. Was bilden diese Herrschaften sich eigentlich ein?

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 04.12.2008 09:44 Uhr

DFB...

was regt sich der DFB denn so auf? Der Schiedsrichter wurde nicht persönlich beleidigt, sondern nur seine Vorstellung kritisiert. Magath hat recht, nicht nur weil wir in einem Rechtsstaat leben, sondern von Grund auf. Vielleicht sollten die Herren vom DFB mal wieder runter kommen von ihrem hohen Ross, am besten freiwillig. Ich hoffe der Felix hält durch und gewinnt. Viele Grüße eines Fußballfans.

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Dr. Johannes Müller-Wachtendonk

Regel 1: Der DFB hat immer recht.

Regel 2: Sollte der DFB einmal nicht recht haben, tritt automatisch Regel 1 in Kraft. Wo kämen wir denn auch in, wenn in diesem Land jeder das sagen dürfte, was er meint! Sowas muss früh genug untergraben werden, schließlich ist der DFB ein Anhängsel der FIFA, und wer dort nicht Josef Blatter den Allerwertesten hinterher trägt, braucht sich um die Ausrichtung großer Turniere und andere Annehmlichkeiten keine Sorgen mehr zu machen. Der Fußball, das sollte ja wohl nach dem Ballack-Löw-Gezeter spätestens klar sein, braucht keine kreativen Freigeister sondern stromlinienförmige Spieler, die ihre Energie nicht mit dem Entwickeln eigener Ideen verschwenden. Was hat man schon mit Netzer, Effenberg oder Breitner gewonnen? Okay, die WM, die EM, die Meisterschaft, den Pokal und die Champions League. Aber sonst? Nichts. Na also! Quod erat demonstrandum. Und dann kommt so ein Trainer daher und wagt es, selbst ersonnene Gedanken vorzutragen? Wehret den Anfängen. Der Fußballer braucht Vorbilder. Im nächsten Benimm-Seminar wird davon noch zu hören sein!

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Manfred Janßen

Kein Einzelfall

Der DFB zeigt immer mehr bedenkliche Tendenzen eines selbstherrlichen Verhaltens, sei es der Fall Magath, der Fall Weinreich oder die neue Zeitplanung der Bundesligaspiele, die nur den Finanzen der Beteiligten nützt, die Fan-Bedürfnisse jedoch mit Mißachtung straft. Ich habe keine Idee, was man dagegen tun kann, aber ich werde wohl mein Premiere-Fußballabo kündigen, um diese Machenschaften nicht auch noch finanziell zu unterstützen.

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Klaus Elblinger

Magaths Profil "Grüne Karte für Magath - Rote Karte für den DFB"

Liebe Leser der FAZ, ich bin sehr dankbar dafür, das ich als Leser der FAZ meine persönliche Meinung in Ihrem Forum aüßern darf. Für mich ist es das erste Mal, daß ich mich zu gewissen Themen aüßere. Ich gebe vorweg zu ,daß ich eine gewisse Sympathie für Felix Magath nicht verschweigen möchte.Jedoch habe ich leider nur noch 922 Zeichen für meinen Kommentar frei. Daher meine Anregung. Bitte liebe FAZ machen sie ein Forum über die Mündigkeit der Fussballprofis und der Trainer in der Bundesliga. Die Resonanz der Antworten hinsichtlich des " sog. Vergehens von Hernn Magath"bezüglich der sog. Schiedesrichterdiskussion verlangt hier absolut eine Aufklärung. Es kann doch nicht angehen, daß ohne Nennung von Fakten ein Schiedsrichter einen Trainer lt. Protokoll so zu einer Strafe zwingt. Gern hätte ich zu diesem Thema mehr Stellung bezogen, aber leider verbleiben mir nur noch 361 Zeichen im Internet. Daher kurz: Der DFB sollte sich mal an die eigene Nase fassen (Diffamierung gegenüber Journalisten,Pressesprecher setzen erfahrene und erwachsene Spieler unter Druck in Bezug auf ihre Meinungsaüßerung,usw.) Ich bin leider sehr traurig über die Entwicklung des DFB. Gern hätte ich als Normal-bürger des Fußballs eine größere Zeit. D

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Peter Weber
Peter Weber (petifaz) - 02.12.2008 19:31 Uhr

FM entlarvt DFB

und wieder mal beweist der ewiggestrige DFB, dass archaische, vorkriegsmäßige Zustände mit Drill, aber vor allem ohne Freigeist und Meinungsvielfalt (Ballack), unbefleckt von Doping, Liberalität, Homosexualität und nun auch abseits des demokratischen Rechtsverständnisses gang und gäbe bleiben. Der Fisch stinkt vom Kopfe her, ob FIFA, UEFA oder DFB: Korruption, Altmännerriegen, Klüngelei. Da passt die Geschichte gut ins Bild und wurde von Peter Penders herzerfrischend kommentiert.

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Hans-Helge Hansen

Bravo Felix Magath

Ein trefflicher Beitrag von Peter Penders! Nach dieser zweifelsfrei unschönen Schiri-Attacke sollte es reichen, F. Magath auf die Tribüne zu verbannen. Ich finde Magath's Weg in die Berufung richtig und das verdient Respekt und ist besser als das Kuschen des Herrn Klopp. Es wird Zeit, daß die Wichtigmacher des DFB ins Abseits gestellt werden.

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Robert Klemme
Robert Klemme (rklemme) - 02.12.2008 18:11 Uhr

Genereller Trend

Wenn man sich die Sicherheitsgesetze aus der jüngeren Vergangenheit anschaut, dann handelt es sich doch hier um einen generellen gesellschaftlichen Trend: Maul halten und konform verhalten, dann passiert dir nix. Jeder mit seltsamen Ansichten, abweichendem Abstimmungsverhalten im Landtag oder merkwürdigen Fässern in der Garage ist doch gleich ein potentieller Terrorist. Wer weiß, womöglich will Magath bald auch noch Bundestrainer werden?

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Jahrgang 1959, Sportredakteur.

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