Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und ARD/ZDF sind sich über die Eckpfeiler eines neuen Länderspielvertrages so gut wie einig. Der Kontrakt für die Heimspiele des DFB-Teams von 2004 bis 2009 soll möglichst schnell unterzeichnet werden. „Die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Wie schnell es geht, hängt davon ab, ob man die letzten Details klärt“, sagte DFB-Pressechef Gerhard Meier-Röhn. „Wir sind relativ weit“ hieß es aus ARD-Kreisen.
Strittig ist noch der Rechtepreis. Für den derzeit gültigen Länderspielvertrag mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten, der bis zum 30. Juni 2004 läuft, hatten ARD/ZDF 370 Millionen Euro gezahlt. ARD und ZDF sind bereit, diesen Betrag auch für den neuen Kontrakt zu entrichten. Der DFB verlangt aber nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe) einen Zuschlag von fünf Millionen Euro pro Jahr. Das würde einen Gesamtpreis von knapp 400 Millionen Euro ergeben.
WM 2006 bleibt ausgeschlossen
Nach Angaben von Meier-Rhön ist an einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten gedacht. Er soll wie bisher die Heim-Länderspiele des WM-Zweiten, den DFB-Pokal, die Regionalligen, die Bundesliga der Frauen und Frauen-Länderspiele umfassen.
Dagegen ist die Fußball-WM 2006 in Deutschland nicht Bestandteil des angestrebten Vertrages mit dem DFB. Hier liegen die Rechte bei der Managergruppe der Kirch Sport AG. Für die TV-Sender verhandelt die SportA als Rechteagentur von ARD und ZDF. „Über den Vertrag entscheiden die ARD-Intendanten frühestens am 27. November auf ihrem Treffen in Köln“, sagte der ARD-Sprecher Rüdiger Oppers.
Außerdem ist für kommenden Sonntag ein Spitzengespräch mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, dem ARD- Vorsitzenden Fritz Pleitgen und ZDF-Intendant Markus Schächter vorgesehen.