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Fußball-Glosse : Steuer auf Spaghetti

Bundeskanzlerin Angela Merkel speist mit der Nationalelf - und der Finanzminister freut sich Bild: dpa

Da kriegt der Finanzminister gute Laune: Ein Teller Spaghetti oder ein Snack im Mannschaftsbus bedeuten für Fußball-Profis einen geldwerten Vorteil. Bei Prämienverhandlungen wird es fortan hoch hergehen.

          Endlich. Das harte Leben unserer Profisportler wird angenehmer. Es war im Laufe der vergangenen Jahrzehnte nicht immer leicht für die Verhandlungsführer der Nationalmannschaften, bei den knauserigen Kassenwarten die überfälligen Prämienerhöhungen vor Großturnieren durchzusetzen. Manches Mal gab es ein mageres Plus, das die Preissteigerungen, zum Beispiel im Luxussportwagensegment, nur so eben auszugleichen vermochte.

          Die kargen Zeiten sind vorbei, frische Argumente liefert das Finanzgericht München. Aktenzeichen 8 K 4017/09: Ein Teller Spaghetti im Trainingslager oder ein Snack im Mannschaftsbus bedeuten für Fußball-Profis einen geldwerten Vorteil und müssen daher dem Einkommen der Spieler zugerechnet werden. Und versteuert werden, versteht sich.

          Da kommt einiges zusammen, schließlich ist dem leiblichen Wohl der Elitekicker mit einem schnöden Teller Nudeln längst nicht mehr Genüge getan. Den ein oder anderen Michelin-Stern sollte ein Küchenmeister ins Trainingslager heutzutage schon mitbringen. Und überhaupt: Hat schon jemand ausgerechnet, wie teuer die mineralhaltigen Getränke sind, die Schweinsteiger, Lahm und Co. vor, während und nach Training und Spiel zu sich nehmen? Zeit wird‘s, schließlich steht die WM in der Hitze Brasiliens vor der Tür. Da kriegt der Finanzminister gute Laune. Und bei den Prämienverhandlungen wird es hoch hergehen.

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