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Fußball-Bundesliga FC Bayern: Ende der Ära Effenberg ist besiegelt

 ·  Jetzt ist es also heraus: Sollten Michael Ballack und Sebastian Deisler zu Beginn der nächsten Saison zum FC Bayern wechseln, muss Kapitän Stefan Effenberg die Münchner verlassen.

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Die neue Bundesliga-Saison hat noch gar nicht begonnen, da plant Bayern München schon wieder die Zukunft. Falls der deutsche Rekordmeister die zwei Nationalspieler Sebastian Deisler (Hertha BSC Berlin) und Michael Ballack (Bayer Leverkusen) wie gewünscht zum 1. Juli 2002 verpflichten kann, wird er den Vertrag mit Regisseur Stefan Effenberg nicht verlängern und zum selben Datum auslaufen lassen.

Dies erklärte Trainer Ottmar Hitzfeld im Trainingslager der Bayern in Rotenburg an der Wümme. „Es kann sein, dass schon im nächsten Vierteljahr eine Entscheidung fällt“, sagte der Coach zuversichtlich.

Hitzfeld: „Ich spiele mit offenen Karten“

Eine Abwertung seines Kapitäns, unter dessen Regie der FC Bayern erst vor sieben Wochen den historischen Sieg in der Champions League geschafft hatte, wollte Hitzfeld nicht erkennen: „Ich spiele mit offenen Karten. Wir müssen aufpassen, dass die Mannschaft nicht zu alt wird.“

Stefan Effenberg reagierte auf die Äußerungen des Trainers völlig unaufgeregt. „Ich denke, es ist legitim, so zu denken und das auch öffentlich zu äußern. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste und habe keine zehn Jahre vor mir“, sagte der 33-Jährige, der selbst auf jeden Fall noch ein paar Jahre spielen will, am liebsten in der englischen Premier League. Der FC Bayern müsse langfristig denken, und Deisler und Ballack seien beides Spieler, die dem Klub über Jahre hinweg helfen könnten.

Noch zwei Spieler sollen gehen

Außerdem kündigte Ottmar Hitzfeld an, „im Laufe der Saison noch ein, zwei weitere Spieler abzugeben.“ Gemeint war vor allem Stürmer Carsten Jancker, der allerdings immer noch nach einem neuen Verein sucht, der bereit ist, die von den Bayern geforderte Ablöse in Höhe von rund 25 Millionen Mark zu bezahlen.

Angesichts des ebenso großen wie exklusiven Kaders (21 aktuelle oder frühere Nationalspieler) sieht Hitzfeld schwere Zeiten auf sich zukommen: „Ich werde Entscheidungen treffen müssen, die anderen weh tun.“

Hoeneß hält Optionen offen

Auch wenn Effenberg dem Meister nur noch eine Saison lang helfen soll und dann aufs Abstellgleis geschoben wird, befürchtet Kollege Oliver Kahn keine Schwierigkeiten auf dem Spielfeld. „Wenn bei einem die Autorität nicht schwindet, dann bei Effenberg“, sagte der Nationaltorhüter: „Es ist unheimlich wichtig für uns, dass er dieses Jahr noch spielt. Er ist ein dominierender Charakter, vor dem jeder Respekt hat.“

Manager Uli Hoeneß sieht das letzte Wort im Fall Effenberg noch lange nicht gesprochen. Schließlich stehe überhaupt noch nicht fest, ob Deisler und Ballack nach München kämen, außerdem enthielten die Aussagen von Hitzfeld viele Konjunktive. Und so sah denn der Manager keinerlei Grund zur Eile. Er werde sich im Oktober „mit der Familie Effenberg“ zusammensetzen und ein klärendes Gespräch führen, sagte Hoeneß.

Quelle: @cris, mit Material von sid
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