Aufsteiger Arminia Bielefeld hat das Halbzeit- Saisonziel in der Fußball-Bundesliga vorzeitig erreicht. Mit dem 3:0 (1:0) Sieg am Samstag gegen den Tabellennachbarn Hansa Rostock haben die Ostwestfalen die Vorgabe von Trainer Benno Möhlmann von 21 Punkten bereits im letzten Heimspiel des Jahres erfüllt.
Der Pole Artur Wichniarek ebnete mit seinen Saisontreffern Nummer sechs und sieben in der 45. und 55. Minute den Weg zum fünften Heimsieg der Arminia seit dem Wiederaufstieg fast im Alleingang. Kapitän Bastian Reinhardt erhöhte neun Minuten vor dem Ende sogar noch auf 3:0.
Bielefeld hat Rostock überholt
Die maßlos enttäuschenden Rostocker mussten vier Tage nach der Pokal-Blamage in Unterhaching einen weiteren Rückschlag hinnehmen, nachdem sie in der 1. Liga vor dem Auftritt in Bielefeld drei mal nicht verloren hatten.
Die Rostocker, die bei 19 Punkten stagnieren, mussten ab der 59. Minute ohne seinen Abwehrchef Andreas Jakobsson auskommen, der von Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vorzeitig des Feldes verwiesen wurde. Trainer Armin Veh wurde von Stark in der 79. Minute wegen Reklamierens auf die Tribüne geschickt.
Harmlose Hansa-Spieler
Eine Woche nach dem 3:0-Auswärtssieg in Bochum tat sich Bielefeld lange sehr schwer und hatte vor allem im Spiel nach vorn und in der Abstimmung zahlreiche Probleme. Erst zwischen der 28. und 33. Minute gab es für die Gastgeber durch Diabang, Detlev Dammeier sowie erneut Wichniarek und Dammeier einige Möglichkeiten, die aber alle mehr dem Zufall entsprangen.
Hansa stellte sich noch harmloser vor und hatte im ganzen Spiel nur zwei Möglichkeiten, eine Ergebniskorrektur herbeizuführen. Doch die Rostocker konnten den heimstarken Aufsteiger in keiner Phase der wenig erwärmenden Partie bei Minusgraden ernsthaft gefährden und wurden von Bielefeld in der Tabelle überholt.