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DFB-Frauen bei EM : „Wir müssen torgeil sein“

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Steffi Jones und Mandy Islacker: „Mandy hat es hervorragend gemacht. Sie ist nicht umsonst Torschützenkönigin in der Bundesliga geworden. Mit ihr kann ich zufrieden sein.“ Bild: Picture-Alliance

Die deutschen Fußballerinnen haben seit zehn Jahren nicht gegen Italien verloren. Im zweiten EM-Spiel in Tilburg müssen die DFB-Frauen ihre Chancen besser nutzen als gegen Schweden.

          Fußball-Bundestrainerin Steffi Jones setzt im zweiten Spiel der Europameisterschaft gegen Italien auf eine veränderte Startelf. Ohnehin muss die 44-Jährige in Tilburg Stürmerin Svenja Huth von Turbine Potsdam ersetzen, die sich beim 0:0 zum Auftakt gegen Schweden einen leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte. Am Freitagabend (20.45 Uhr / Live in der ARD und im Frauenfußball-EM-Liveticker bei FAZ.NET ) soll Mandy Islacker als zweite Sturmspitze neben Anja Mittag auflaufen.

          Nach Huths Ausfall in der Partie gegen die Schwedinnen sammelte die 28 Jahre alte Torjägerin bereits erste EM-Erfahrung. „Mandy hat es hervorragend gemacht. Sie ist nicht umsonst Torschützenkönigin in der Bundesliga geworden. Mit ihr kann ich zufrieden sein“, lobte Jones, die für die wichtige Partie im Stadion Willem II weitere Änderungen in der Anfangsformation ankündigte.

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          Womöglich rückt die schussstarke Leonie Maier für Anna Blässe auf die Rechtsverteidiger-Position. Denkbar wären auch Rochaden im Mittelfeld und in der Innenverteidigung. So könnte Kristin Demann, die gegen Schweden auf der „Sechs“ überzeugte, wie im letzten EM-Test gegen Brasilien in der zentralen Abwehr neben der dort gesetzten Babett Peter spielen. Dann würde Sara Däbritz im defensiven Mittelfeld das deutsche Spiel lenken. Vielleicht erhält auch die quirlige Linda Dallmann eine Chance.

          So oder so, drei Punkte sind Pflicht. Die Aufgabe ist, gegen die nickeligen und häufig provozierenden Italienerinnen konsequent nach vorn zu spielen und die Torchancen zu nutzen. Das war das Manko gegen Schweden. „Wir müssen torgeil sein“, forderte Däbritz mehr Entschluss- und Durchschlagskraft. „Ich bin sicher, dass wir ein Tor machen und gegen Italien gewinnen. Das ist auch unser Anspruch.“

          Die Bilanz spricht klar für den EM-Titelverteidiger. Die letzte Niederlage gegen die Squadra Azzurra (0:1 im März 2007 beim Algarve-Cup) liegt mehr als zehn Jahre zurück. Anschließend wurden Deutschlands Fußballerinnen in China zum zweiten Mal Weltmeister.

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