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Deutsche Fußballfrauen : Grindel deutet Jones-Verbleib an

  • Aktualisiert am

Ob Steffi Jones Bundestrainerin bleiben darf, ist noch nicht entschieden. Bild: dpa

Nach dem frühen Aus bei der Frauenfußball-EM ist weiter unklar, ob Steffi Jones Bundestrainerin bleiben darf. DFB-Präsident Reinhard Grindel vermeidet ein klares Bekenntnis, verrät aber eine Tendenz.

          DFB-Präsident Reinhard Grindel hat abermals ein klares Bekenntnis zu Bundestrainerin Steffi Jones vermieden. Im Interview des ZDF ließ Grindel aber durchblicken, dass der Trend wohl zu einem Verbleib von Jones geht. Möglicherweise wird der ehemaligen Nationalspielerin nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus bei der Fußball-EM aber ein erfahrener Assistent zur Seite gestellt.

          „Es ist Aufgabe des Präsidiums, eine Entscheidung zu fällen. Dem möchte ich nicht vorgreifen“, sagte Grindel am Rande des EM-Endspiels zwischen den Niederlanden und Dänemark am Sonntag: „Wir nehmen aber sehr wohl Stimmen aus der Mannschaft wahr und auch von denjenigen, die beim Turnier nahe an der Mannschaft gewesen sind.“ Zahlreiche Spielerinnen hatten sich öffentlich zu Jones bekannt.

          Spannend scheint deshalb vor allem, wer auf Verena Hagedorn folgt. Die 34-Jährige, seit September Jones’ Assistentin, war zum Bundesligaverein Bayer Leverkusen gewechselt. „Es gibt eine freie Stelle, und wir werden gemeinsam mit Steffi Jones überlegen, was wir mit dieser Stelle machen“, sagte Grindel. Die frühere Weltfußballerin Nadine Angerer erklärte daraufhin als ZDF-Expertin: „Vielleicht wäre es ratsam, einen international erfahrenen Trainer dazu zu holen.“

          Die frühere Weltfußballerin Nadine Angerer hat derweil die schwachen Torhüter-Leistungen bei der EM kritisiert. „Das waren teilweise Slapstick-Einlagen wie vor 20 Jahren“, sagte die langjährige Nationaltorhüterin als ZDF-Expertin beim Finale zwischen den Niederlanden und Dänemark. Der Grund dafür sei die mangelnde Ausbildung. „Der gesamte Fokus liegt auf den Feldspielerinnen, die Torwart-Ausbildung fällt komplett hinten über“, sagte Angerer, die 2015 ihre Karriere beendete. Ihre Nachfolgerin im deutschen Tor, Almuth Schult, nahm Angerer von der Kritik ausdrücklich aus.

          Quelle: tora./dpa

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