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Motorsport : Weltverband im Visier nach Formel-1-Verkauf

Der Verkauf der Formel 1 und die Rolle des Weltverbandes wird untersucht. Bild: Picture-Alliance

Anfang 2017 wurde die Formel 1 an Liberty Media verkauft. Nun untersucht die französische Finanzstaatsanwaltschaft die Rolle des Automobilverbandes Fia. Gab es etwa einen Interessenkonflikt?

          Die französische Finanzstaatsanwaltschaft untersucht die Rolle des Internationalen Automobilverbandes Fia beim Verkauf der Formel 1 Anfang dieses Jahres. Das berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf zwei mit der Untersuchung vertraute Personen. Demnach geht es der Parquet national financier, die seit 2015 diverse Verfahren gegen Funktionäre internationaler Sportverbände führt, um die Frage, ob die Fia, die ihren Sitz an der Place de la Concorde in Paris hat, sich im Zuge des Verkaufs der Rennserie an Liberty Media einem Interessenkonflikt ausgesetzt sah.

          Die Fia hatte 2013 im Zuge ihrer Zustimmung des vom damaligen Promoter Bernie Ecclestone und den Teams ausgehandelten sogenannten Concorde Agreement höhere jährliche Zahlungen, eine Einmalzahlung von 5 Millionen Dollar und – für ein Vielfaches unter dem eigentlichen Marktwert – ein Prozent der Anteile an der Formel 1 erhalten. Es wurde vereinbart, dass der Anteil nicht vor dem Verkauf der Rechte durch den damaligen Mehrheitseigner CVC abgestoßen werden könnte. Liberty Media, das vom Milliardär John C. Malone gehalten wird, hat die Rechte im Januar dieses Jahres von CVC übernommen. Dem Geschäft, insgesamt acht Milliarden Dollar schwer, musste die Fia zustimmen.

          Dem Deal zwischen CVC und Liberty Media nach zu urteilen, war der Anteil der Fia an der Formel 1 rund 80 Millionen Dollar wert. Dem Bericht der „New York Times“ zufolge untersucht auch das Serious Fraud Office in Großbritannien, ob die Vereinbarung, die der Fia die Aufsicht und Zustimmung zum Verkauf über ein Unternehmen, an dem sie selbst Anteile hielt, erlaubte, rechtmäßig war. „Wir sind rundum zuversichtlich, dass jede Untersuchung zu dem Ergebnis kommt, dass die Fia sich zu jeder Zeit rechtmäßig verhalten hat“, zitiert die Zeitung eine Fia-Stellungnahme. Man werde jederzeit kooperieren, sollte die Untersuchung vorangetrieben werden.

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