Das „Head and Neck Support System“, kurz HANS, soll bei Frontalunfällen bis zu einem Crash-Winkel von 30 Grad die extreme Beschleunigung des Kopfes und die auf die Halswirbelsäule wirkenden Kräfte abfangen. Der Kopf samt Helm wird dank HANS demnach weder auf das Lenkrad noch auf den Rand des Cockpits schlagen. Die ursprünglich von Daimler mit dem Internationalen Automobil-Verband entwickelte Konstruktion für Formel-Fahrzeuge sieht aus wie eine nach vorne offene Rettungsweste aus Kohlefaser. Im Nacken trägt der Pilot einen steifen Kragen, der auf einem hufeisenförmigen Schulterstück sitzt. Über zwei dehnbare Bänder ist das Nackenstück rechts und links mit dem Helm verbunden. Die „Arme“ des nur 700 Gramm schweren HANS reichen bis zum Ende des Brustkorbs. Das System wird mit Hilfe der Sicherheitsgurte im Rennwagen auf den Oberkörper gepresst. Schon die ersten Versuche mit einem Dummy in einem Formel-Rennwagen ergaben, dass die Belastungen bei Frontalunfällen für den Kopf und den Nacken um zwanzig Prozent sanken. Seit 2003 ist HANS in der Formel 1 Pflicht.