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Neues aus Turkmenistan : Der Beschützer kann alles

Ein Traum aus 1001 PS: Berdymuchammedow fährt Bugatti Bild: dapd

Das erste Autorennen Turkmenistans gewinnt - der Staatspräsident. Er hat das Benzin in seinem Blut entdeckt, nachdem ihm das Öl seines Landes neben anderen Reichtümern einen Bugatti beschert hat.

          Oberflächlich betrachtet ist Turkmenistan eine arme Wüstenei. Doch das Leben meint es gut mit Gurbanguly Berdymuchammedow, genannt Arkadag, zu deutsch „Der Beschützer“. Der Präsident der Turkmenen kann ordentlich Gas geben, und reichlich Öl zudem. Und wer gibt, dem wird gegeben, ebenso reichlich.

          Weshalb der Beschützer, dessen Karriere als Leibzahnarzt seines Amtsvorgängers „Turkmenbaschi“ Saparmurat Nijasow, dem (noch) unübertroffenen Meister des Personenkults, begann, jüngst seinen Bugatti Veyron (in lindgrüner Effektlackierung ein Traum aus 1001 PS) zum neuen Stolz seines Landes steuerte.

          Präsident am Steuer: Lindgrün bleibt auch im Volkicar Arkadags Farbe Bilderstrecke
          Präsident am Steuer: Lindgrün bleibt auch im Volkicar Arkadags Farbe :

          Dort, an der Rennstrecke der Hauptstadt Aschgabat, stieß Berdymuchammedow schon wieder auf Öl: Er entdeckte Benzin im präsidialen Blut. Eine historische Gelegenheit tat sich auf, soeben sollte das erste Autorennen in der Geschichte Turkmenistans beginnen, ausgetragen als Kampf gegen die Uhr. Bescheiden bat Berdymuchammedow um Starterlaubnis. Sie wurde gewährt.

          Er stieg in den Rennwagen, ein türkisches Fabrikat namens Volkicar. Arkadag nahm die Kurven schnittig, ließ die 115 Pferde des Volkicars über die Geraden galoppieren und setzte die Richtzeit. Und sosehr sich die Rennfahrer des Landes anschließend auch mühten - die Zeit des Beschützers sollte nicht geschlagen werden. Es wird künftig mehr Autorennen geben, heißt es in Aschgabat.

          Nachtrag: Inzwischen befahl der Beschützer die Gründung einer nationalen Eishockeyliga. Gespannt wartet die Sportwelt auf den Sieger der Auftaktpartie.

          Quelle: F.A.Z.

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