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Timo Glock Neuer Job binnen vier Tagen

Binnen weniger Tage sichert sich Timo Glock ein neues Renncockpit. Statt Formel 1 heißt es nun aber DTM. Champion BMW gelang damit ein weiterer Coup. Bei Mercedes könnte es aber auch zu einer spektakulären Verpflichtung kommen.

© dpa Vergrößern Von der Formel 1 in die DTM: Timo Glock

Nach seinem Blitzwechsel zu BMW will Timo Glock im Kampf um DTM-Erfolge auch nicht allzuviel Zeit verlieren. Er freue sich darauf, mit alten Weggefährten wieder um Siege zu kämpfen. „Das ist der Anspruch, mit dem ich die Herausforderung DTM angehe“, sagte Glock am Freitag. Nur vier Tage nach der vorzeitigen Trennung von Marussia war das neue Engagement des 30 Jahre alten Wersauers besiegelt.

„Wir freuen uns sehr, Timo Glock wieder bei BMW Motorsport zu haben“, meinte Motorsportdirektor Jens Marquardt. 2007 hatte Glock neben Sebastian Vettel als Testfahrer in der Formel 1 für BMW gearbeitet. Sieben Jahre zuvor war er vom Kartsport in die Formel BMW ADAC Junior gewechselt - und hatte die Serie prompt gewonnen. Nun trägt er wieder den Rennoverall des bayrischen Autobauers, der im vergangenen Jahr durch Bruno Spengler gleich im ersten Comeback-Jahr den arrivierten Rivalen Audi und Mercedes den Rang ablief und den Titel einfuhr.

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Mit der Glock-Verpflichtung ist den Münchnern der nächste Coup gelungen. Allerdings könnte Mercedes nachlegen: Der vor zwei Jahren bei einer Rallye in Italien schwer verunglückte Formel-1-Fahrer Robert Kubica absolvierte wie Glock in dieser Woche Testfahrtern in Valencia. Für den Polen könnte es ein weiterer Schritt auf dem langen Weg zurück in die Formel 1 werden. Für Glock dürfte es hingegen kaum mehr einen Kurs zurück in die Königsklasse geben.

Für den klammen Marussia-Rennstall war der 91-malige Grand-Prix-Teilnehmer zu teuer, er musste Anfang der Woche gehen. Die Trennung war einvernehmlich, nachdem Glock auch während seiner mühsamen dreijährigen Aufbauarbeit niemals gemurrt hatte. Wie viel Frust die Zeit aber auch mit sich brachte, wurde nun deutlich: „Es war nicht immer einfach, drei Jahre lang in der Formel 1 oft andere Fahrer von hinten beobachten zu müssen, die in besseren Autos manchmal einen schlechteren Job machen, aber trotzdem weit vor dir stehen“, sagte er.

„Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt“

Mit dem unterlegenen Marussia kam er kein einziges Mal in die zweite Runde der Qualifikationen. Schon einer kleinen Sensation kam der zwölfte Rang beim Großen Preis von Singapur im vergangenen Jahr gleich. „Du willst endlich mal wieder vorne mitmischen und bist hungrig auf gute Ergebnisse. Dieser Hunger ist im Laufe des Winters immer größer geworden“, erzählte Glock, der seinen letzten Sieg in einer Formel-Serie im September 2007 (GP2) gefeiert hat: „Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt, um mich zu verändern. Ich bin heiß auf die DTM.“

Laut „Sport Bild“ und „bild.de“ soll Glock einen Vertrag über drei Jahre erhalten. Er ist nicht der erste Formel-1-Pilot, der sein Glück in der DTM versuchen will. „Es ist für mich als langjähriger Formelfahrer natürlich etwas ganz anderes, plötzlich im Auto ein Dach über dem Kopf zu haben“, meinte Glock. Fahrer wie Mika Häkkinen, Ralf Schumacher oder David Coulthard mussten sich daran ebenfalls gewöhnen. Ihnen allen gemein war, dass sie zu Publikumslieblingen avancierten.

Zahl deutscher Formel-1-Piloten schrumpft

Kein Zweifel: Der erfrischend bodenständige und unprätentiöse Glock hat auch das Zeug zum DTM-Darling. Der Wersauer musste in seiner Karriere trotz großen Talents und starker Leistungen immer wieder kämpfen und Umwege wie über die amerikanische ChampCar-Serie oder die GP2 (Meister 2007) in Kauf nehmen. Zur Saison 2010 war er zu Virgin (später Marussia gewechselt), nachdem Toyota seinen Ausstieg aus der Formel 1 erklärt hatte. Nach dem endgültigen Weggang Glocks ist die Zahl der deutschen Piloten in der Formel 1 nach aktuellem Stand auf drei zusammen geschrumpft. Neben dem dreimaligen Weltmeister Vettel (Red Bull) sind derzeit nur noch die Starts von Nico Rosberg (Mercedes) und Nico Hülkenberg (Sauber) gesichert.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
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Veröffentlicht: 25.01.2013, 13:27 Uhr

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