Home
http://www.faz.net/-gtl-73k0x
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Michael Schumacher „Ich hätte Hamilton auch geholt“

Formel-1-Pilot Michael Schumacher kann seinen bisherigen Arbeitgeber verstehen und bestärkt Mercedes in der Wahl von Lewis Hamilton. Im Gespräch mit der F.A.Z. betont der Rekordweltmeister zudem, nicht zum Rücktritt gezwungen worden zu sein.

© dpa Vergrößern Keine Sorgen, aber auch keine Pläne: Michael Schumacher äußert sich am Samstag in der F.A.Z. im Interview

Michael Schumacher hat die Entscheidung von Mercedes, Lewis Hamilton als seinen Nachfolger auszuwählen, als richtigen Schritt bezeichnet: „Wenn man Lewis Hamilton für Mercedes gewinnen kann, dann muss man ihn holen. Ich hätte es genauso getan, er ist die richtige Wahl“, sagte der Rekord-Weltmeister der Formel 1 in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, das in der Samstagausgabe vom 13. Oktober erscheint.

Kurz vor dem Großen Preis von Südkorea am Sonntag in Yeongam erklärte der 43 Jahre alte Rheinländer erstmals detailliert die Umstände für seine Entscheidung. Demnach ist Schumacher nicht von Hamilton verdrängt und von seinem  Team zum Rücktritt gezwungen worden: „Die Verantwortlichen von Mercedes hatten immer wieder betont, dass sie auch nach der Saison gern mit mir weiter arbeiten wollten“, sagte er der F.A.Z.:  „Dabei ging es nicht um ein Jahr, sondern eher um zwei weitere Jahre. Mit diesem Gedanken habe ich mich richtig schwer getan, selbst für ein Jahr wäre es schwierig geworden.“

Mehr zum Thema

Keine konkreten Pläne

Konkrete Pläne für seine Zeit nach der Formel 1 gebe es noch nicht, eines aber schließt Schumacher aus:  „Ich bin sehr lernfähig, und das bedeutet, dass ich keine Motorradrennen mehr fahren werde, wie ich es damals getan habe. Natürlich hat mir das sehr viel Spaß gemacht, es hat mir auch etwas gebracht – unter anderem die Erkenntnis, dass es Schwachsinn war, so spät noch einzusteigen und Rennen fahren zu wollen. Das brauche ich nicht mehr.“

Schumacher war 2010 nach drei Jahren Pause in die Formel 1 zurückgekehrt, mit Mercedes wollte er zum achten Mal Weltmeister werden: „Wir haben es nicht hinbekommen, das ist Fakt. Zwischendurch waren wir siegfähig, aber danach haben andere schneller entwickelt, und wir sind wieder zurück gefallen. Die Gründe dafür müssen nun gefunden werden“, sagte Schumacher der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Formel 1 Der Brite bleibt Mercedes-Fahrer

Formel-1-Weltmeister Hamilton verlängert seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag bei Mercedes bis 2018. Die sportliche Bilanz von Lewis spricht für sich, sagt Motorsportchef Wolff. Mehr Von Anno Hecker, Monte Carlo

20.05.2015, 13:21 Uhr | Sport
Formel 4 Rennfahr-Premiere für Michael Schumachers Sohn Mick

Mick Schumacher, Sohn von Rennsport-Legende Michael Schumacher, hat zum ersten Mal an einer Testfahrt in der Formel 4 teilgenommen. Der 16-jährige Mick stieß mit seiner Fahrt in der Motorsport Arena Oschersleben auf großes Medieninteresse. Mehr

08.04.2015, 16:53 Uhr | Sport
Monaco-Auftakttraining Hamilton Schnellster

Im Auftakttraining zum Großen Preis von Monaco fährt Weltmeister Hamilton die schnellste Runde. Die Rennfahrer waren am Nachmittag lange zur Tatenlosigkeit gezwungen. Mehr

21.05.2015, 12:57 Uhr | Sport
Formel-4 Mick Schumacher gewinnt Rennen

Am Sonntag, nur einen Tag nach seiner Premiere in der Rennserie, gewann der 16-Jährige Mick Schumacher in Oschersleben sein erstes Formel-4-Rennen. Mehr

27.04.2015, 10:55 Uhr | Sport
Formel-1-Pilot Lewis Hamilton Sein eigener Stern

Lewis Hamilton hat einen besonders lukrativen Vertrag unterschrieben. Nun will er den Erwartungen gerecht werden. An seiner Selbstwahrnehmung wird das nicht scheitern. Mehr Von Anno Hecker, Monte Caro

24.05.2015, 12:10 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 12.10.2012, 16:13 Uhr

Aufrecht in die zweite Liga

Von Peter Penders

Aus dem Denkzettel für verfehlte Vereinspolitik in Stuttgart und Hamburg wird nichts, es erwischt doch die kleinsten Klubs Paderborn und Freiburg. Wehmütig, aber nicht geknickt sollten sie in die zweite Liga gehen. Mehr 7 10