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Michael Schumacher Fußball-Leichtfuß verrät Bleifuß-Zukunft nicht

 ·  Drei Tage vor dem Heimrennen in Hockenheim hat Michael Schumacher Meldungen über ein 80-Millionen-Euro-Angebot von BMW-Sauber dementiert. „Das ist ein Gerücht“, sagte Schumacher, der sich über seine Zukunft weiter ausschweigt.

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Drei Tage vor dem Heimrennen in Hockenheim hat Michael Schumacher Meldungen über ein 80-Millionen-Euro-Angebot von BMW-Sauber dementiert. „Ich weiß von nichts. Das ist ein Gerücht“, sagte der Formel-1-Rekordweltmeister am Donnerstag.

Die britische Motorsportzeitung „F1 Racing“ hatte berichtet, daß der Münchner Rennstall Schumacher ab 2007 eine Gage von 80 Millionen Euro jährlich geboten habe. Einen Beleg dafür hatte das Blatt nicht. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen schüttelte nur verständnislos den Kopf und meinte: „Dieser Artikel entbehrt wirklich jeglicher Grundlage.“

Entscheidung in Monza

Ferrari-Star Schumacher betonte erneut, daß er die Entscheidung über seine Zukunft definitiv erst im Rahmen des Rennens in Monza am 10. September bekannt geben wird. „Ich mache meine Entscheidung nicht davon abhängig, ob ich noch mal Meister werde“, sagte er in Hockenheim: In der Z-Frage gehe es „um andere Dinge.“

Für seine Karriereentscheidung würde der ersehnte achte Volltreffer im WM-Kampf keine Rolle spielen, doch so leichtfertig wie den Elfmeter beim „Spiel des Herzens“ will Michael Schumacher seine Titelchancen nicht vergeben.

Traumtor und Elfmeterpatzer

Für den angestrebten Sieg-Hattrick im Ferrari schoß sich Schumacher bei seinem unterhaltsamen Benefizspiel zu Gunsten des Kinderhilfswerks Unesco am Mittwochabend bereits ein. „Ich hoffe, daß das ganze Wochenende so schön wird“, sagte der siebenmalige Formel-1-Champion vor dem zwölften Saison-Lauf (14.00 Uhr/RTL und Premiere).

Mit einem Traumtor nach mehreren vergeben Chancen sorgte er für Jubelstürme unter den 15.000 Fans im Mannheimer Carl-Benz-Stadion. Anschließend zielte er aber beim Elfmeterschießen mit einem Lupfer über das Tor, sein Team siegte letztlich 9:7. Nach regulärer Spielzeit hatte es 6:6 gestanden.

„Außerdem war mir das viel zu laut“

„So ein Abend hilft, um die letzten Reserven frei zu bekommen“, sagte der bestens aufgelegte Schumacher vor dem Duell mit dem spanischen Titelverteidiger Fernando Alonso im Renault. „Statt des Elfmeters hoffe ich nun auf die zehn Punkte im Rennen.“

Dabei offenbarte der mit 17 Punkten derzeit hinter seinem spanischen Thronfolger rangierende Schumacher, daß er vor seiner einzigartigen Karriere kein Anhänger der Motorsport - „Königsklasse“ gewesen war. 1989 oder 1990 habe er mal Karten für ein Rennen am Hockenheimring gehabt. „Nach kürzester Zeit wußte ich schon nicht mehr, wer an welcher Stelle fuhr. Außerdem war mir das viel zu laut. Ich bin dann gegangen“, sagte Schumacher: „Ich habe nie geplant, in die Formel 1 zu kommen.“

Niedriger Pulsschlag als Erfolgsrezept

Die Entscheidung, wann er sie wieder verläßt, hat der derzeit gelassen wirkende Rekordsammler, der seinen niedrigen Pulsschlag als eines seiner Erfolgsrezepte nannte („dadurch bin ich ruhiger, kann mich besser konzentrieren“), nach eigener Aussage noch nicht gefällt. Zwar denke man manchmal, „daß man das Alter merkt“, sagte der mit 37 Jahren älteste Pilot im PS-Peloton. Doch dann gebe es „auch wieder Momente wie den in Frankreich“, als Schumacher seinen zweiten Sieg nacheinander und den 88. insgesamt einfuhr.

Einen solchen „Jungmacher“ will Schumacher auch bei seinem möglicherweise letzten Rennen auf dem Hockenheimring genießen, denn im nächsten Jahr wird es voraussichtlich nur einen Formel-1-Grand-Prix in Deutschland auf dem Nürburgring geben. „Wir haben ganz gute Karten. Ich bin zuversichtlich“, sagte Formel-1-Bleifuß Schumacher.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, sid
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