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Maria de Villota Mitgefühl und Hoffnung

 ·  Die schwer verunglückte Formel-1-Testfahrerin Maria de Villota ist bei Bewusstsein. Die Piloten zeigten in Silverstone Mitgefühl. Einige trugen ihr Logo, einen orangefarbenen Stern, an den Helmen.

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© dpa Sternchen-Logo für Maria: Timo Glock

Die verunglückte Formel-1-Testfahrerin Maria de Villota steht nach einer abermaligen Operation vor einem langen Weg zurück ins Leben. „Sicher ist, dass es eine lange Zeit dauern wird, bis sie wieder ganz gesund ist. Man muss derzeit noch von Stunde zu Stunde und von Tag zu Tag sehen, ob es bergauf geht“, sagte Marussia-Teamchef John Booth vor dem Grand Prix in Silverstone. Zumindest konnte er am Sonntag erleichtert verkünden: „Sie ist wach und spricht mit der Familie.“

De Villota war am Dienstag bei Übungsfahrten gegen die Laderampe eines Lasters geprallt. Sie zog sich dabei einen Schädelbruch zu und verlor das rechte Augenlicht. „Es ist so unfassbar unglücklich“, sagte der Formel-1-Renndirektor Charlie Whiting der spanischen Zeitung „Marca“. So ein Unfall passiere einmal in fünf Millionen Fällen.

Nach dem Unglück war Maria de Villota zunächst für rund zwölf Stunden operiert und danach in ein künstliches Koma versetzt worden. Am Freitag stimmten die Ärzte dann einer zweiten Operation zu. Der Eingriff am Gesicht sei in deutlich kürzerer Zeit abgeschlossen worden, hieß es.

Maria de Villota reagiere positiv auf die Behandlungen, versicherte der Rennstall. „Diese Entwicklungen und die deutlich besseren Signale für Marias Familie haben uns sehr ermutigt“, teilte Marussia mit. Zur Ursache des Unfalls auf dem Flugfeld des englischen Ortes Duxford macht das Team aus juristischen Gründen weiterhin keine Angaben. Die Ermittlungen werden vermutlich mehrere Monate lang dauern.

Maria de Villota war nach einer ersten Proberunde auf gerader Strecke zurück an die Box gekommen und hatte dabei die Kontrolle über das Auto verloren. Die Rennfahrerin sollte an zwei Tagen neue Bauteile für die Autos der Marussia-Stammpiloten Timo Glock und Charles Pic testen. Vorwürfe, der Rennstall sei mit Maria de Villota ein zu hohes Risiko eingegangen, wies Booth zurück.

Die 32-Jährige besitzt keine Superlizenz und dürfte nicht bei einem Formel-1-Rennen starten. „Wir haben nicht fahrlässig gehandelt“, sagte Booth. Testfahrten auf gerader Strecke seien „die normale Methode eines Teams, seine jungen Ersatzfahrer zu schulen und ihnen Erfahrung zu bringen. Und es war auch nicht das erste Mal, dass Maria ein modernes Formel-1-Auto gefahren ist“, sagte der Brite.

Die Formel-1-Piloten zeigten beim Rennen in Silverstone ihr Mitgefühl. Ferrari-Star Fernando Alonso klebte das orangefarbene Sternchen-Logo der Pilotin an seinen Helm und widmete ihr dann auch seine Pole Position. Das Mercedes-Duo Michael Schumacher und Nico Rosberg sowie Lewis Hamilton und Jenson Button von McLaren fuhren ebenfalls mit dem De-Villota-Stern auf dem Kopfschutz. Weitere Piloten folgten dem Beispiel. Glock und Pic trugen das Symbol auf ihren Autos. „Alles, was wir an diesem Wochenende tun, gibt ihr und ihrer Familie hoffentlich Kraft. Wir wünschen ihr gute Besserung“, sagte de Villotas Landsmann Alonso.

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