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Interview „Ich fühle mich immer noch frisch“

 ·  Nach dem Saisonfinale in Brasilien feierte Michael Schumacher seine „außergewöhnliche Saison“ in Sao Paulo. Im Interview spricht der Weltmeister über sein Traumjahr, die Erwartungen für 2005 und die neue Konkurrenz.

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In Sao Paulo ist gestern die Formel 1 Saison zu Ende gegangen. Für Michael Schumacher war es das Jahr der Superlative. Seinen 7. WM-Titel krönte er mit 13 Saisonsiege und insgesamt 148 WM-Punkten. Die italienische Zeitung La Repubblica schrieb „Ohne Schumacher ist Ferrari verloren.“ Der 35jährige degradierte seine Konkurrenten bei vielen seiner „Spazierfahrten“ zu Statisten. Nur bei der Zahl der Pole-Positionen sowie der Grand-Prix-Starts sind Andere in der Statistik noch besser. Schon jetzt denkt Michael Schumacher aber daran die Rekorde zu knacken. Im Interview spricht der Weltmeister über seinen Gemütszustand, die neue Konkurrenz und die nächste Saison.

Sind Sie sehr enttäuscht, daß Sie zum Abschluß der besten Saison aller Zeiten nur den siebten Platz belegt haben?

Wir sind natürlich nicht zufrieden, weil wir hier noch einmal glänzen wollten. Aber man kann halt nicht immer gewinnen, vor allem, wenn die Gegner so stark sind. Dennoch sind wir sehr stolz auf diese Saison. Was wir erreicht haben, ist unglaublich. Damit haben auch wir vorher nicht gerechnet.

Hat es Sie sehr überrascht, daß Juan Pablo Montoya in seinem letzten Rennen für BMW Williams noch mal so auftrumpft?

Ich habe schon vorher gesagt, daß man das nach der Leistung von meinem Bruder Ralf in Suzuka nicht ausschließen sollte. Ich hatte dennoch eher an BAR-Honda oder McLaren Mercedes gedacht. Das jetzt ausgerechnet Ralf Teamkollege gewonnen hat, das hat mich schon überrascht.“

Im nächsten Jahr wird Montoya wie Kimi Räikkönen für McLaren-Mercedes fahren. Wie schätzen Sie diese Fahrerpaarung im Kampf um den WM-Titel ein?

Das sind mit Sicherheit zwei Fahrer, die 2005 ein großes Wörtchen mitreden. Ich gehe davon aus, daß man in ihrem Team weiß, wie man ein Auto bauen muß. Deshalb mache ich mir da keine falschen Hoffnungen.

Sind Sie froh, daß die Saison vorbei ist?

Ich muß ehrlich sagen, es ist gar nicht so schlimm. Es war zwar schon ein anstrengendes Rennen, aber ich hatte gerade eine gute Woche Urlaub. Es gab sicher anstrengendere Phasen im Jahr, in denen ich wesentlich erschöpfter war als ich es jetzt bin. Ich fühle mich immer noch frisch. Ich weiß aber auch, daß es wichtig ist, eine Pause zu machen, bevor die Vorbereitung auf die nächste Saison beginnt.“

Was erwarten Sie 2005?

Generell freue ich mich drauf. Ich gehe nicht davon aus, daß die neuen Regeln etwas an der Konkurrenzfähigkeit der einzelnen Teams ändern werden. Die Autos werden sich bestimmt etwas anders fahren lassen, was mehr Spaß machen kann.

Aufgezeichnet von Thomas Straka

Quelle: sid
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